Adventsstille im Ökonomenlager

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Adventsstille im Ökonomenlager

Täusche ich mich oder fällt tatsächlich die Zunft der Ökonomen in jüngster Zeit vor allem durch Stillschweigen auf, wo sie doch sonst seit Ausbruch der Krise in den Medien so omnipräsent war …?
Verständlich wäre das, denn die Tausenden von Milliarden, die seit vier Jahren „in die Wirtschaft gepumpt“ wurden, haben bemerkenswert wenig bewirkt, wenn man es an den Erwartungen misst, die mit solch horrenden Summen den herrschenden Theorien zufolge verbunden sind.
Die Wirtschaft selbst bereitet sich auf harte Zeiten vor. Kaum ein Unternehmer oder Topmanager erwartet ein Ende der Krise, sondern inzwischen im Gegenteil deren Verschärfung. Rückgänge von 20 bis 40 Prozent werden offen diskutiert.

Von |2012-12-05T22:30:50+00:0005.12.2012|Allgemein|40 Kommentare
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Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

Vielleicht bin ich immer noch zu ungeduldig. Ich warte gespannt darauf wann Prof. Heinsohn oder auch jemand anderes die Entwicklung der letzten 4 Jahre und die aktuelle Situation auf Basis der Eigentumsökonomie einleuchtend erklärt und dann aber auch Vorschläge macht wie es denn nun tatsächlich besser werden könnte.
Ich weiß Syntegrationen werden ein wesentlicher Bestandteil sein und deren jeweilige Ergebnisse sind nicht KONKRET vorhersagbar. Vorhersagbar an Syntegrationen ist nur das sie mit sehr sehr hoher Wahrcheinlichkeit durschlagend erfolgreich sein werden.
Aber es müsste doch trotzdem möglich auf der Basis der Eigentumsökonomie grobe Richtlinien (eben Politik) vorzuschlagen.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Ludwig

Thomas Moroder
Gast

Ich habe genau dieselben „konkreten“ Antworten gesucht und hier im Blog letztlich auch gefunden. Ausgehend von den Thesen von Prof. Malik und Prof. Heinsohn, sind die Ursachen der Krise auf schlechtes Funktionieren der Organisationen und massive Fehlallokation von Ressourcen zurückzuführen (die Kredite „berühren“ nicht mehr die Realwirtschaft!). Es geht also darum, zum einen Organisationen schnell zu einem besseren Funktionieren zu verhelfen (diese müssen also sowohl effizienter als auch effektiver werden!) und andererseits darum, die wichtigen und innovativen Organisationen und Unternehmen verpfändugsfähig zu halten, damit diese nicht im Sog der Krise untergehen (dass Unternehmen untergehen ist völlig normal, aber bitte nicht… Weiterlesen »

Thomas Moroder
Gast

ZWEITER TEIL DES POSTINGS: * Etablierung einer „Good-Bank“ notfalls auch vom Staat, die befreit von Altlasten innovativen Unternehmen Geld leihen kann und die besten Talente der Branche engagiert; * Ankauf der Anleihen von Unternehmen durch Staatsanleihen (Tauschgeschäft mit anschl. Verkauf der leichter liquidierbaren Staatsanleihen) – belässt mehr verpfändbares Eigentum bei Unternehmen; * Aktien der „National Champions“ und der Spitzenfirmen bei Bedarf durch einen Staatsfonds (finanziert durch Staatsanleihen) kaufen; die besten Industrie-Firmen sollten wenn alle anderen Mechanismen versagen, vom Staat geschützt und verpfandungsfähig gehalten werden; * Staatliche Garantien für die Vergabe von Krediten an Unternehmen den Lebens-Versicherern bzw. potenten Geldsammlern zukommen… Weiterlesen »

Thomas Moroder
Gast

und natürlich die (Wieder-)Einführung einer Vermögenssteuer, damit Eigentum langsam wieder umverteilt wird und so mehr Personen „wirtschaften“ können.

Wolfgang Pfeifenberger
Gast

Ich komme eigentlich von der Biologie her und bin mit Konrad Lorenz und Bernhard Hassenstein imprägniert worden. Mit dem Finanzsystem beschäftige ich mich erst seit einem Monat, nachdem ich mir ein Youtube-Video von Franz Hörmann angesehen habe. Biologie ist ja durch die Evolutionslehre eher vergangenheitsorientiert. Daher springt mir diese absolute Zukunftsfixiertheit die das ganze Metier durchzieht, der antizipative Furor sofort ins Auge. Prognosen, Hypothesen, Wagnisse allerorten. Die zweite, fast physisch spürbare Intuition, die ich habe, ist diese immer größer werdende Last der Vergangenheit(=Schulden), die die Handlungsspielräume der Menschen direkt tangiert, die aber zumindest von staatlicher Seite selektiv ausgeblendet wird: „Yes… Weiterlesen »

Reto Schneiter
Gast
Reto Schneiter

Guten Tag Herr Prof. Malik,
ich hatte in ‚die 10 Mythen der Krise‘ von Heiner Flassbeck Standpunkte zur Art wie Deutschland im Moment im Euroraum agiert und wahrgenommen werden kann, erfahren, wie sie mir bis jetzt noch nicht bewusst waren. HF geht recht hart ins Gericht mit der Wirtschaftspolitik von Deutschland.
Es scheint eine Grenze zu geben, ab der das Verhalten eines Grossraums (EU)anders wird als man es sich gewohnt ist. Schwächere Mitglieder werden einfach platt gemacht.
@Hr. Clasen: was ist Ihre Meinung dazu?

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

@Reto Schneiter.Ich bin glühender Anhänger einer EU Friedensordung! Mutation der EU = parasitäre Veranstaltung zu Lasten der kleinen Steuerzahler, nichts weiter. EZB, D hat Stimmrecht wie Malta. Total gaga. Schenke mir weitere Bei-spiele, denn man kann damit Bücher füllen. Wir werden vorgeführt ohne Ende. Oder glaubt die Kanzlerin sie hätte ein Rädchen, mit dem sie Erderwärmung steuern kann. Sicher nicht. Aber man kann damit den Debitismus fortsetzen. Jeder Immobilienbesitzer wird in die Dämmung usw gezwungen…und muss sich dafür verschulden… Irrtümer können sich sehr lange halten, siehe geozentrisches Weltbild. Privatflucht: Postbank, Demag, Medion,SCA Hygiene, Gelsenwasser,EUWAX. Macht Freude und wenig Stress. Die… Weiterlesen »

CP Seichter
Gast
CP Seichter

Und gleichzeitig sieht die EU „den Höhepunkt der Euro-Krise überschritten“. Als ob hier der Versuch gestartet wird, die Märkte, die langsam begreifen, was läuft, für dumm zu verkaufen, damit das Spiel noch eine Weile weiter laufen kann. So bekommt die Börse ihre Jahresendrallye, die Regierung einen ruhigen Wahlkampf und danach wird es wieder krachen.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Alle Meinungen, also nicht nur die der Ökonomen, werden am Markt zusammengeführt. Also an den Wertpapierbörsen dieser Welt. Das eigenartige daran ist, das sich dort auch über längere Zeit Kurse bilden können, in denen sich die Realwirtschaft eben nicht widerspiegelt. Nachdem in der letzten Zeit viele Kartelle aufgeflogen sind ( Optik, Schienen, Sanitär, Libor usw ) ist es geradezu wahrscheinlich, das die Börsen auch per Futurekontrakte aufgehübscht werden. Kartelle gibt viel mehr, als die, die publik werden. Auf meinem Wochenmarkt, warten die Händler immer auf erste Auspreisungen. Es läuft ausnahmslos bestens für sie…Igel gewinnt immer.. Aber die Kurse können nicht… Weiterlesen »

gw..
Gast
gw..

Ich habe starke Zweifel, daß an den Wertpapierbörsen tatsächlich noch Meinungen zusammengeführt werden (können). Wenn man den FAZ-Artikel „http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/computer-internet/hochfrequenzhandel-der-turbo-algorithmus-im-boersennetz-11972699.html“ liest, kann eine Meinung schon rein zeitlich gar nicht mehr erklärt werden. Warum stoppt man diesen Wahnsinn eigentlich nicht per Gesetz oder Börsenumsatzsteuer? Um ein realwirtschaftliches Sicherungsgeschäft durchzuführen, wofür ja angeblich so viele Bankdienstleistungen erforderlich sind, braucht man den nun wirklich nicht. Stattdessen ist man erfreut, daß man alle vier Jahre regelmäßig Hunderte von Millionen ausgeben kann/muß, um beim Spiel dabeibleiben zu können/dürfen. Für Apple bin ich im Übrigen völlig pessimistisch: Alles nur noch Hype. Deren Zeit läuft ab. Sind nur… Weiterlesen »

Sascha
Gast
Sascha

Nicht ganz Herr Prof. Malik, es gibt Sie noch! Ein Beispiel „Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank…ist weiter zuversichtlich, dass der DAX noch in diesem Jahr die Marke von 7.600 Punkten knackt… Die Aufwärtsbewegung werde sich 2013 fortsetzen, auch weil der Aktienmarkt im Vergleich zu anderen Märkten „eindeutig unterbewertet“ sei. Im kommenden Jahr werde der Markt dann mindestens die 8.500 sehen, so Hellmeyers Prognose… Richtung 2014 werde der DAX in Richtung 10.000 Punkte laufen. Hellmeyer betonte nochmals, dass die Konjunkturschwäche im laufenden Jahr politisch bedingt war und nicht aus Sättigungseffekten der Konjunkturzyklik resultiere. Im nächsten Jahr habe die Weltwirtschaft deutliches… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Die Börsen lassen sich nunmal nicht in eine Zwangsjacke stecken. Es existiert keine Matrix in die man eine Menge kursbestimmnende Daten einpflegen kann und über einen Rechenvorgang dann einen Kurs oder einen Index auf dem Radar hat. Alles eine Frage der Einschätzung und die ist quasi von Hause aus unsicher. Das Timing völlig unbestimmt.Die Dinge, im Nachhinein betrachtet, sind nur bei Buffet richtig gut. Der macht es über Jahrzehnte. Star Paulsen hat schon, nach einer Erfolgssträhne, Schlagseite. Am Meer gibt es Anzeichen dafür, wenn ein Tsunami naht. An den Börsen ist ähnlich. Man darf die spiegelglatte See nicht einfach in… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Ich bleibe bei meinen Empfehlungen. Alte Kaufmannsregel: Geht Milch und Butter, geht auch Käse. Was heißt, spekuiere nicht gegen den Trend.

SD
Gast
SD

Buchtipp: Fraktale und Finanzen, von Benoit B. Mandelbrot.

Wolfgang Pfeifenberger
Gast

Dieses Stillschweigen könnte ja das Ende der malignen Wiederholung(Peter Sloterdijk) von den immer gleichen, aber zu nichts führenden Rezepten sein. Dann steht aber eine Kettenreaktion von ungeahnten Ausmaßen an. Denn dann fallen alle Institutionen, die seit Jahren auf diese Weise mantraartig arbeiten: Die Parteien(„Die anderen können es nicht“), die Schulen(„Lerne auswendig, denke nicht!“), die Finanzwelt(„Lasst uns nur ungehindert tun und alles wird gut“), die WiSos(„Wirtschaften dreht sich um Gleichgewichtszustände“),…. Das ist ja wie das Erwachen aus einer weltumspannenden Autohypnose. Mir wird ganz schwindelig.

Thomas Moroder
Gast

* Etablierung einer „Good-Bank“ notfalls auch vom Staat, die befreit von Altlasten innovativen Unternehmen Geld leihen kann und die besten Talente der Branche engagiert; * Ankauf der Anleihen von Unternehmen durch Staatsanleihen (Tauschgeschäft mit anschl. Verkauf der leichter liquidierbaren Staatsanleihen) – belässt mehr verpfändbares Eigentum bei Unternehmen; * Aktien der „National Champions“ und der Spitzenfirmen bei Bedarf durch einen Staatsfonds (finanziert durch Staatsanleihen) kaufen; die besten Industrie-Firmen sollten wenn alle anderen Mechanismen versagen, vom Staat geschützt und verpfandungsfähig gehalten werden; * Staatliche Garantien für die Vergabe von Krediten an Unternehmen den Lebens-Versicherern bzw. potenten Geldsammlern zukommen lassen (können Geld an… Weiterlesen »

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