Aufkommende Ahnungen…

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Aufkommende Ahnungen…

Dem heutigen OECD-Bericht ist erstmals seit Ausbruch der Krise zu entnehmen, dass die Damen und Herren Mainstream-Ökonomen von einer ersten Ahnung beschlichen werden, vor welchem Abgrund die Welt steht.
Die Naivität einer Mehrheit der Ökonomen in Wirtschaftsfragen ist unbeschreiblich. Viele Poster hier im Blog geben den Politikern die Schuld, aber nur selten wird auch nach ihren Ratgebern gefragt, die klug reden, aber nie die Verantwortung tragen müssen.
Es gibt weltweit vielleicht ein Dutzend Ökonomen, die den Durchblick haben bzw. nahe daran sind. Die fortschreitende Krise ist ihre grosse Stunde.

Von |2011-11-29T01:00:03+00:0029.11.2011|Allgemein|53 Kommentare
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Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Befragt man einen Ökomonen, hat man am Ende drei Meinungen. Es wird insbesondere Zeit für einen Wechsel
in der Öffentlichkeit und da sind Sie, Herr Prof. Malik gefordert! Nicht ein Dirk Müller oder eine Anja Kohl erklären den Leuten wie die Finanzwelt tickt, sondern Sie Herr Prof Malik und ein Herr Prof Gunnar Heinsohn zum Beispiel.
Vermutlich werden sie geschnitten, weil sie nicht ins erwünschte Bild passen. Dieses sieht so aus:
Es gibt Probleme, aber wir arbeiten daran und alles wird gut. Eure Sparanlagen sind garantiert und alle kommen
in den Himmel…

Karsten Gorbach
Gast
Karsten Gorbach

Herr Clasen, die Kompetenz von Malik in makroökonomischen Fragen kann ich nicht beurteilen. Warum plädieren Sie aber für Heinsohn ? Ich habe aufgrund Ihres Postings mal den MOM Letter 6/00 gelesen. (siehe malik-Seite) Dort versucht Heinsohn den Zins aufgrund einer „immateriellen Eigentumsprämie“ zu erklären. Richtig erklären kann er es allerdings nicht, denn es bleibt offen worin nun wirklich der Verlust des Geldemittenten (in seinem Beispiel Bauer A) bestehen soll. Ferner müsste der Schuldner für die Blockierung seines Eigentums (seines Pfandes) doch ebenso einen Zins verlangen ? Auch werden im heutigen zweitstufigen Bankensyst. ständig Gelder ohne Sicherheiten emittiert und Kredit ohne… Weiterlesen »

Robert Baumann
Gast
Robert Baumann

Sehr geehrter Herr Prof. Malik, bereits lange vor dem Crash im Jahre beschlich mich die Ahnung, daß die Ökonomen dieser Welt wenig Ahnung von ihrem Forschungsgegenstand haben können. PCM half mir dabei klarer zu sehen. Leider schreibt er nichts mehr. Hat er resigniert angesichts der Verlogenheit dieser Welt? Wobei die Staaten dieser Welt (die Schweiz nicht ganz so hemmungslos) sich Tag für Tag als die größten Betrugsorganisitionen betätigen, gelenkt und geleitet von Politikern, die auf dem Niveau von Kleinkindern der Vorstellung anhängen, Geld sei ein Tauschmittel. Dabei freilich können sie sich auf die Expertise von sog. Experten stützen, wie z.B.… Weiterlesen »

JBe
Gast
JBe

Nach meiner Vorstellung gilt hier eine Relativität, analog dem Einfluss der Gravitation und der elektrischen Kräfte auf die Bewegungen der Materie. Dort kommt es auf ihre Verhältnisse, praktisch auf die Entfernung.
Solange es finanziell nicht nah an die Substanz, Glaubwürdigkeit, Liquidität der Wirtschaftssubjekte kommt, ist Geld ein Tauschmittel.
In den anderen Fällen sind Heinsohn & Co. näher an der Wirklichkeit.

Josef Walzer
Gast

Herr Malik, ich nehme an, Sie wissen was es bedeutet, sich abseits vom Mainstream zu
bewegen, vielleicht sogar gegen den Strom zu schwimmen.
Für Ökonomen, Analysten, Vermögensberater und auch Politiker ist es vermutlich der bequemere Weg, sich auf ausgetretenen Pfaden zu bewegen, auch wenn diese in den Abgrund führen.
Viele Betroffene werden sich fragen: Wer trägt die Verantwortung dafür? Wo beginnt fahrlässiges Verhalten und damit Schuld für eingetretene Schäden?

Rolf Kaese
Gast
Rolf Kaese

Sehr geehrter Herr Prof. Malik,
ist der Zeitpunkt nunmehr gekommen oder nahe, seine Konten zu räumen und das Geld im Schließfach in Sicherheit zu bringen?
Danke und Grüße
RK

GS
Gast
GS

Sehr geehrter Herr Malik, Das Geld in einen Tresor bei einer Bank zu schliessen, könnte sich in einem Ernstfall (die Bank meldet Konkurs an, in der das Geld gelagert wird) als schwierig erweisen. Denn bei einem Konkurs werden keine Angestellten der Bank mehr anwesend sein, die für die Kunden vor Ort (also in der Filiale) sein werden. Ein weiterer Punkt ist der Konkursverwalter. Er könnnte vorsorglich sämtliche Zutritte zur Bank per Dekret verbieten (die Konti sind dann längestens gesperrt) und erst nach einer längeren Zeitperiode den Zugang erlauben. Als in den 80er Jahren die Spar- und Leihkasse Thun ihre Bilanz… Weiterlesen »

Mario Stepanik
Gast
Mario Stepanik

….wer bitte ist PCM?
Liebe Grüße,
Mario Stepanik

Clemens
Gast
Clemens

Sehr geehrter Herr Malik,
1. können Geldmarktfonds eine Alternative sein?
2 .ist die Tagesanleihe des Bundes eine Möglichkeit?
3. für wie wahrscheinlich halten sie in diesem Zusammenhang einen Staatsbankrott Deutschlands?
Vielen Dank!

Franz Gans
Gast
Franz Gans

Einer der Ökonomen, der sich deutlich von der Naivität vieler seiner Kollegen abgrenzt, ist Steve Keen. In einem jüngst auf BBC veröffentlichten Interview warnt er vor einer weltweiten Depression und plädiert für einen weitgehenden Schuldenerlass.
http://www.bbc.co.uk/programmes/p00lmvyl#synopsis
Was halten Sie davon, Herr Malik?

Florian Linse
Gast
Florian Linse

Das Interview ist wirklich sehenswert.
Hier kann man es übrigens sehen: http://www.youtube.com/watch?v=rGkmgnprrIU
Steve Keen ist einer der wenigen nicht neoklassizistischen Wirtschaftswissenschaftler und als solcher hat er weitreichende Forschung zum Thema Schuldendynamik betrieben (die Neoklassiker scheinen nämliche die Rolle der Schulden in der Wirtschaft gerne zu ignorieren). Im Interview erklärt er das zum Teil und versucht Lösungsansätze zu formulieren, wie mit der Schuldenkrise umgegangen werden müsste, um schwerstes gesellschaftliches Unheil (z.B. Unruhen, Kriege etc.) zu verhindern.

A. Huber
Gast
A. Huber

Sehr geehrter Herr Malik vielleich vermuten Sie den Zeitpuntk des Crashs zu früh. Vielleicht haben Sie haben den Wahnsinn unterschätzt mit dem versucht wird das Schuldensystem zu retten. Da wird „gehebelt“ und die Notenbanken „fluten mit Geld“ und trieben die Akteinkurse heute in die Höhe. Nun gibt es eine Jahresendralley und einen starken Frühling am Aktienmarkt…. Nicht auszudenken was dann kommt – der Crash um eine Dimension schlimmer, den wirklich retten kann man das System mit diesen Methoden nicht, das haben Sie schon mehrfach hier dargelegt . Aber wie Herr Walzer sagt es ist der vorerst bequemere Weg. Wie kann… Weiterlesen »

S. Ottomano
Gast
S. Ottomano

Ich weiss nach wie vor nicht konkret, was ausser Gesetze (und DAS ist kein Argument) die Notenbanken daran hindern soll, _beliebig_ Schulden der Staaten aufzukaufen. Gerade USA und Europa haben über Kreuz Schuldner bzw. Gläubiger, beide sind daran interessiert dass die Banken, welche Staatsanleihen im grossen Stil halten, nicht kollabieren. Dass der Tag der Abrechnung kommt ist klar, aber ich bin je länger je mehr überzeugt, das ist der Weg der eingeschlagen wird und massive, schockartige deflationäre Abwärtsbewegungen noch viele, viele Monate hinausgezögert werden. Den Schuldenabbau, egal wie er erfolgt, kann man sowieso nicht verhindern, mit keiner Methode. Man kann… Weiterlesen »

PigBonds.info
Gast

Genau. Auch die durch die Notenbanken über den Sekundärmarkt aufgekauften Anleihen müssen weiter bedient werden. Diese Praxis schwächt dann die Währung, ohne aber das Schuldenproblem zu lösen, da es immer mehr unbedienbare Schulden gibt (also nix mit Weginflationieren von Schulden). Da sich nicht alle Währungen gegeneinander abwerten können, aber alle Notenbanken genau dies versuchen, werden sie gegen Gold abwerten. Dies, weil Notenbanken sowohl Devisen wie Gold in den Aktiven halten, die Devisen wegen der Abwertungsversuche aller Notenbanken schlussendlich gewissermassen stabil zueinander bleiben. Ich weiss, Herr Malik hört es nicht gerne, aber letztlich ist das Gold der versteckte „Verlustvortrag“ einer Notenbank… Weiterlesen »

Reinhard Jung
Gast

Sehr geehrter Herr Malik, wenn ich nach Ihren Richtlinien meine Altersvorsorge bei der Allianz in bar auszahlen lasse, vergebe ich ein monatliches Rentenmodell, nach heutigen Kriterien ein hohes Risiko. Die Allianz hat 2 Weltkriege überlebt, wird aber nach Ihrer Sichtweise von der kommenden Deflation nicht ausgespart sein, nicht wahr? Würden Sie dieses Geld in Euros für sicher halten? was geschieht, wenn es eine Währungsreform gibt, wie 1948 und ich nur noch wertloses Papier besitze? Ausweichen in Norwegische Kronen oder Schweizer Franken?

Reinhard Jung
Gast

Sehr geehrter Herr Malik,
ich danke Ihnen für Ihre Antwort..
RJ

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Einige bislang Ahnungslose werden von ersten Ahnungen geplagt: S&P sieht schwere Rezession in der Eurozone in 2012. EZB-Präsident Draghi erwartet Wirtschaftseinbruch. Lagarde warnt vor Rückfall in dreißiger Jahre. (sic!) Dazu paßt auch: Frankreich: Fitch senkt den Ausblick für das aktuelle Kreditrating AAA auf „Negativ“. Fitch hat Ratings von Belgien, Spanien, Slowenien, Italien, Irland und Zypern auf „Watch Negative“ gesetzt. Jetzt kommen sicher auch bald die üblichen Medienstars drauf und unser Wirtschaftsminister faselt was von 1% Wachstum, wobei ich mir nicht sicher bin, ob er wirklich weiss, über was er da spricht. Die Frage ist nicht mehr, ob es abwärts geht,… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Aus meiner Sicht regt sich was :
Spiegel, UniSpiegel 6/2011
„Während draußen in der Welt die Märkte, ganze Staaten taumeln, lehren die Volkswirtschaftler an den Unis unverdrossen ihre überkommenen Theorien.“
Hier gibt es den ganzen Bericht:
http://www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/d-82971119.html
Wenn unsere Altvorderen immer mit dem Erreichten zufrieden gewesen wären, würden wir wahrscheinlich noch
in Erdlöchern hausen…
Da ich aber in diesem Blog schon einiges gelernt habe, ging doch ein leichtes Grinsen über mein Gesicht…

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