Der Shareholder Value bringt seine Nutzniesser um

//Der Shareholder Value bringt seine Nutzniesser um

Der Shareholder Value bringt seine Nutzniesser um
Vor einiger Zeit schrieb ich hier im Blog, dass sich das heutige Finanzsystem selbst zerstören wird. Statt eines autopoietischen Systems ist es ein autoaggressiv-suizides System. Dessen sind wir nun Zeitzeugen – eine gefährliche, aber auch hochlehrreiche Zeit. Bisher habe ich allerdings noch von keiner Analyse gehört, die das seit 25 Jahren (das Virus, A. Rapaports Buch, erschien 1986) wachsende Krebsgeschwür auch nur ahnungsweise zum Inhalt hätte. Nämlich: Shareholder Value statt Customer Value. Börsen-Wertsteigerung statt realwirtschafltiche Konkurrenzfähigkeit. Dividenden statt Investitionen. Stock Options statt Innovationen. Die Analyse ist aber sonnenklar und die Lösungen auch.
 
Ändern kann man das schnell, denn viele Manager sind sehr um-lernfähig. Die Argumente sind glasklar, da braucht man nicht lange zu diskutieren.
 
PS: Die meisten der langen Kommentare, die eingehen, sind zwar meistens superinteressant, aber nicht blogfähig. 1000 Zeichen bitte nicht überschreiten.

By |2011-08-07T14:30:06+00:00August 7th, 2011|Allgemein|20 Comments

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Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

Max. 1000 Zeichen. Frage an den Website-Admin: In diversen Foren sieht man mit „real-time-control“ 😉 wie viele Zeichen man noch zur Verfügung hat und nach 1000 Zeichen kann man dann nichts mehr eingeben. Wenn es keine großen Umstände macht könnte man die Blog-Funktionalität entsprechend anpassen.
Grüße Stefan Ludwig

Alexander Wolf
Gast
Alexander Wolf

Die Krise stellt letztendlich einen Segen für die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft dar. Nur durch eine Krise wird ein gravierendes Umdenken eingeleitet, hin zu echter Innovation und wahrem Wohlstand. Der einfachere Weg war immer möglich, doch Ignoranz für alternative Methoden und Strategien verhindert leider allzu oft eine frühzeitige Kursänderung, weshalb nur noch der „leidvolle“ Weg (Krise) übrigbleibt. Lösungsansätze und Strategien, wie sie z.B. von Malik Management angeboten werden, sind ja bereits seit über 10 Jahren verfügbar, die dahinterstehenden Theorien sogar noch länger.

Stefan Deibler
Gast
Stefan Deibler

Sehr geehrter Herr Malik, die Krebsgeschwüre Finanzwelt, Sharholder Value, Umverteilung nach Oben, Neoliberalismus etc. stehen doch seit langem in der Kritik. Natürlich nicht in den Massenmedien, aber es gibt genügend Bücher, Artikel und Veröffentlichungen zu diesen Themen. Ihre Aussage, dass es hierzu keine Analyse gebe, kann so nicht stehen bleiben. Bereits in den 1990 er Jahren erschienen Titel wie „Die Globalisierungsfalle“, 2000 fragte Dr. Rüdiger Dahlke „Woran krankt die Welt?“, unzählige Beiträge lieferte Noam Chomsky oder auch Bernard Lietaer, der 1999 mit „Das Geld der Zukunft (Über die destruktive Wirkung des existierenden Geldsystems und die Entwicklung von Komplementärwährungen)“ die Fehlentwicklungen… Read more »

Paul Slamanig
Gast
Paul Slamanig

Sehr geehrter Herr Prof. Malik!
Vielen Dank für die vielen lehrreichen und hochinteressanten Inhalte der letzten Jahrzehnte.
Im Angesicht des nun nahenden Kollaps: Wie würden Sie ihre Barreserven in der nächsten Zeit investieren?

S.Kotrini
Gast
S.Kotrini

Was ist den echte Innovation und wahrer Wohlstand? Und es ist zu bezweifeln, das eine Krise gravierendes Umdenken einleiten. Denn irdgenwie sind Krise allgegenwertig bzw. es endet immer in einer Krise wenn man die Geschichte der Menschheit anschaut. Krise haben wir seit 2000 Jahren und es schein so, das was Sie als „gravierendes Umdenken“ bezeichnen von der Menschheit nicht verstanden werden kann.

Maciej (Matthias) Michalski
Gast
Maciej (Matthias) Michalski

Sehr geehrter Herr Professor Malik, ich teile v’öllig Ihre Meinung zu verwüstenden Folgen der Kurzfristig-Denke inkl. der kurzfristigen Gewinnmaximierung zu nutzen der Portfolio-Anleger. Aber meines Erachtens verwechseln Sie diesen Ansatz zum Unternehmensmanagement zu Unrecht mit Shareholder Value Konzept bzw. Value Based Management (VMB). Das, was Sie als VBM bezeichnen und zu Recht kritiesieren, würde ich bezeichnen als „Current Share Price Based Management“, wozu VBM bzw. Shareholder Value Ansatz in klarer Opposition steht. VBM is ein LANGFRISTIG orientierter Management-Ansatz mit dem Ziel des langfristigen profitablen und gesunden Wachstums des Unternehmens. Um auf lange Sicht Unternehmens-WERT (und nicht nur Wert-Anschein in Form… Read more »