Die Krise ist gut zuverstehen, wenn …

//Die Krise ist gut zuverstehen, wenn …

Die Krise ist gut zu verstehen, wenn …
Es ist beinahe unglaublich, was für Unsinn nur schon heute Vormittag von „Experten“ zur Krisenlage über sämtliche Medien kommentiert wurde. Dabei ist die Krise mit dem richtigen Kontext recht gut zu verstehen. Dann ergeben die vielen stündlichen und täglichen Ereignisse einen Gesamt-Sinn. Man versteht dann auch die Denkweisen der „Experten“ und aus welchen Theorien diese stammen.
Hier nur ein paar der Kenntnisse, die man braucht: Deflation, Depression, Verarmung grosser Bevölkerungsteile und partiell soziales Chaos. Warum? Wegen der Schuldengebirge – Himalaya, Anden und Alpen aufeinandergetürmt – unbezahlbar, daher uneinbringliche Forderungen, auch an Pensionskassen etc. und daher Abschreibungen, daher Sachgüter-Preiszerfall wegen unerbittlichem Verkaufsdruck um doch noch zahlen zu können, daher Existenzbedrohung durch Massen-Bankrotte. Sparprogramme der Staaten drücken grosse Teile der Bevölkerung auf das Existenzminimum. Daher weniger Konsum, daher weniger Produktion, daher weniger Lohn, daher noch grösserer Schuldendruck, daher noch mehr Forderungen uneinbringlich, daher Ausweglosigkeit, daher Massen-Resignation und Massen-Aggression, usw. usw. Und nun dasselbe nochmals von vorne ..Warum das alles? Und was sind echte Lösungen? Steht mehrfach unten im Blog, und in vielen Antworten auf Postings der LeserInnen…Als ich 1997 ein Buch darüber schrieb, war der Zug zwar schon auf dem Weg aus dem Bahnhof, aber man hätte ihn noch anhalten können.

By |2011-08-14T09:57:19+00:00August 14th, 2011|Allgemein|15 Comments

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S.Kotrini
Gast
S.Kotrini

Herr Malik aber Sie wissen doch wie viel Kraft und Energie es benötigt einen Zug, der schon in Bewegung gesetzt wurde und dann erst mal fahrt aufgenommen hat zu stoppen. Wir haben in unseren moderne Zügen ein Notfallsystem das von Menschen bedient werden kann. In der Wirtschaft gibt es nach meiner Meinung so was noch nicht, die Politiker versuchen vergeblich ein Knopf /Hebel zu finden der den Zug stoppt. Dabei drücken Sie wie wild alle möglichen Knöpfe im Cockpit und hoffen das es diesmal der richtige Knopf ist. Sehen Sie Ihre Syntegration als den Knopf der den Zug stoppt oder… Read more »

Peter Unterluggauer
Gast
Peter Unterluggauer

Die folgende Kernfrage wurde für mich bisher noch nicht schlüssig beantwortet. Prüfen wir folgendes Szenario: 1. Die Neuverschuldungsraten der Staaten wird auf 0-2% begrenzt. 2. Die größten Notenbanken, wie EZB und FED drucken mehr Geld und kaufen damit schrittweise langfristige Staatsanleihen der europäischen und amerikanischen Schuldnerländer – Laufzeit 30 Jahre – und übernehmen damit schrittweise die langfristige Finanzierung von 50% der aktuellen Schulden dieser Länder. 3. Es werden nur neue Staatsanleihen finanziert. 4. Die maximale Laufzeit der alten Staatsanleihen muss ausgenützt werden. Eine vorzeitige Rückzahlung der alten Staatsanleihen an die sonstigen Investoren wird unterbunden. 5. Es wird ein Niedrig-Zinssatz von… Read more »

Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

Herr Malik, bloggen ist ja gut und schön. Ich schließe mich den beiden obigen Beiträgen an. Legen Sie einmal entweder – an geeigneter Stelle – also wohl außerhalb dieses Blogs – aber an öffentlich leicht zugänglicher Stelle = online, im Detail überzeugend dar warum die Entwicklung gerade so und so verläuft woran man das erkennen kann und was denn nun zu tun ist. Dabei ist mir klar das wesentliche Ideen und Lösungsvorschläge erst während der durchzuführenden Syntegrationen entstehen werden. oder erläutern Sie wenigstens überzeugend warum eine solches Vorgehen keinen Sinn macht und warum es nur über bloggen und das Lesen… Read more »

Erich Deuter
Gast
Erich Deuter

Guten Tag Herr Prof. Malik,
danke, dass Sie einer der wenigen Informationsquellen darstellen, auf die man bauen kann in dieser Zeit.
Eine Frage ergibt sich mir bei Ihrem Satz
„1. eine sehr gute, ausser Zweifel stehende Bank.“
Wie erkannt man eine solche überhaupt in diesen Zeiten? Was sind die Kriterien? (Eigenkapital/Liquidiätslage, Geschäftsmodell, Unternehmensform z.B.Genossenschaftsbanken)?
Danke für Ihre Antwort im Voraus.