Erst im grossen Kontext wird die Krise klar

//Erst im grossen Kontext wird die Krise klar

Das Verstehen der aktuellen Wirtschaftslage ist ohne Kenntnis der grossen historischen Zusammenhänge nicht möglich. Dafür muss man etwa die letzten 200 Jahre überblicken und die Krisen kennen, die darin vorgekommen sind. Erst dann wird sichtbar, warum wir keine gewöhnliche Krise haben, sondern einen grossen Zeitenumbruch, der weit über eine Wirtschaftskrise hinausgeht. Erst in diesem grossen Zusammenhang wird die Bedeutung aktueller Ereignisse erkennbar, und warum keine Inflation, sondern eine Deflation bevorsteht. Erst dann kann man die relevanten Indikatoren überhaupt auswählen, mit denen zutreffende Beurteilungen möglich sind. Die herkömmliche ökonomische Sichtweise greift für das Verstehen der Krise zu kurz.

By |2010-12-18T13:26:50+00:00Dezember 18th, 2010|Allgemein|15 Comments

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Gero Schieder
Gast
Gero Schieder

Sehr geehrter Herr Prof. Malik,
Ihre Einschätzungen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und zur weiteren Entwicklung sind für mich gut nachvollziehbar. Ich frage mich natürlich, wie wir als mittelständisches Handelsunternehmen aus der „Realwirtschaft“ uns am besten auf die bevorstehenden Dinge vorbereiten sollen. Wir erleben mal wieder, wie „von Außen“ durchaus spekulationsbedingt Turbulenzen in unser wirtschaftliches Umfeld gebracht werden, die wir nur schwer in ihren Folgen einschätzen können. Wagen Sie eine Prognose, wann die Deflation offen und wirksam in Erscheinung treten wird?
Mit freundlichen Grüßen
Gero Schieder

Günther Czerkus
Gast
Günther Czerkus

Guten Tag Herr Prof. Malik,
wenn Sie bei beginnender Deflation die Wahl hätten, sich mehr in Richtung Produktion von Nahrungsmitteln oder in Richtung öffentliche Dienstleistungen zu entwickeln, was würden Sie tun?
Wie schätzen Sie die Verläßlichkeit öffentlicher Auftraggeber für Dienstleistungen in den Bereichen Umwelt, Naturschutz, Biodiversität ein?
Werden die Nationalstaaten und die EU bei fortschreitender Verschuldung und steigenden sozialen Problemen überhaupt noch Kapazitäten für diese Themen haben oder ist das dann nur noch Luxus?
Was passiert in einem großen Umbruch mit den zarten Versuchen, nachhaltiger mit der Welt umzugehen?
Vielen Dank für diesen Blog und schöne Feiertage
Günther Czerkus

Vesna Sasic
Gast
Vesna Sasic

Reading the statement of Hardin (1968 p. 1,244) cited in E. Ostrom „Governing the commons: the evolution of institutions for collective action“ “Each man is locked into a system that compels him to increase his herd without limit – in a world that is limited. Ruin is the destination toward all men rush, each perusing his own best interest in a society that believes in the freedom of the commons.” I wonder if Hardin is making a failure: Doesn’t this “unlimited” end in a moment a herder is forced to share because the herd is getting to large for him.… Read more »

Peter Krauss
Gast

Einigkeit besteht, das wir wohl am Ende eines Kredit- und Währungszykluses und am Beginn eines neuen „Zeitalters“ mit neuartigem „Bedingungs-/Regelwerk“ stehen. Derartige Übergangsphasen verlaufen i.d.R nicht adhoc und smooth, sondern über Jahre erratisch, recht turbulent und risikoreich. Es haben sich u.E.n. – lassen wir die Publikationen der mainstream-Medien und die Publikationen der polit. Verantwortungsträger aussen vor – zwei wesentliche Argumentationslinien zur Einschätzung der möglichen ökonomische Weiterentwicklung für die nächsten 1 – 5 Jahre herausgebildet: A) Die Verfechter des (Depressions-) Deflationsszenarios argumentieren mit folgender Wirkungskette: – die credit driven economy der letzten Jahrzehnte, verbunden mit massiven Eingriffen (z.B. durch Politik und… Read more »