Mein Kommentar zum Posting vom 18.8.

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Mein Kommentar zum Posting vom 18.8.

Mein Kommentar zum Posting vom 18. 8.
Posting vom 18.8.: Die Antwort auf dieses Posting möchte ich allen zugänglich machen. Sie geben mir die Möglichkeit, eine Reihe von verbreiteten Irrtümern zu kommentieren:
 
Zu 1. Es sind nicht nur Zahlungsausfälle, sondern in weit grösserem Masse die Verkäufe selbst, die die Preise fallen lassen. Darunter sind auch Zwangsverkäufe aufgrund drohender Insolvenz, Pfändung u. dgl.. Ich sehe keinen Weg, die Geldmenge konstant zu halten, denn von umlaufenen Banknoten abgesehen (das ist nur ein kleiner Teil) haben keine Geld- sondern eine Schuldenmenge. Daraus entsteht höchstens vorübergehend eine medial herbeigeredete Inflation im Konsumgüterbereich. Diese ist nicht wirklich krisenrelevant. Die Regierungen stellen ja aussser Kreditzusagen bzw. sogar lediglich Bürgschaften nichts zur Verfügung. Von diesen Krediten wird nur ein minimaler Teil von der Wirtschaft aufgenommen.
 
Zu 2. Es geht nicht um ökonomischen Nutzwert, ja überhaupt nicht um Werte, sondern nur um Preise. Auch Aktenpreise haben mit der Performance von Unternehmen kaum oder nur vorübergehend etwas zu tun. Die Gewinne der letzten 15 Jahre sind, da haben Sie Recht, weitgehend Scheingewinne, sogar bei „defensiven“ Papieren. Z. B. sind die Gewinne von Hoff-Roche massgeblich durch die virtuosen Finanzmanövers des früheren Finanzchefs Henri B. Meyer zustande gekommen.

Von |2011-08-20T10:04:44+00:0020.08.2011|Allgemein|6 Kommentare
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G. Hannich
Gast

Guten Tag Herr Prof. Malik,
heute wir ja behauptet daß die „Regierunge wie wild Geld drücken“ würden und wir deshalb automatisch eine „Hyperinflation“ bekommen würden.
Sehen Sie diese Behauptung auch skeptisch?
Die andere Behauptung sagt: „Nur der Kauf von Gold und Immobilien wird das VErmögen schützen“
Sehen Sie das ebenfalls skeptisch an?
Danke für die Antwort
Mit freundlichen Grüßen
Günter Hannich

L. Mainardi
Gast
L. Mainardi

Replik zu Antwort 1: Sie gehen von einer eigentlichen „Schuldenkrise“ aus. Wenn massive Zahlungsausfälle eintreten, führt der „credit crunch“ zu deflationären Effekten. Die Alternative wäre jedoch, dass die Zentralbanken, um einen Zusammenbruch der Geld- und Kreditmärkte abzuwenden, uneinbringliche öffentliche und private Schulden durch Geldschöpfung decken, wie dies z.B. bei der Übernahme der UBS-Risikopapiere durch die SNB geschehen ist. Dies würde aber inflationär wirken. Warum gehen Sie davon aus, dass dieses Alternativszenario nicht eintreten wird?

P.Santellani
Gast
P.Santellani

Guten Tag, es wird allenthalben über Lösungen gebrütet, doch keiner kommt auf die Idee, das die wahren Machthaber sehr schnell-wenn’s notwendig ist- eine Lösung parat haben könnten. Schon Octavia hatte eine wunderbare Lösung des Problems geschafft, welche durchaus auch heute Anwendung finden könnte. Die römische Schuldenkrise ist der spätere Alleinherrscher bereits unmittelbar nach der Ermordung seines Grossonkels Julius Cäsar angegangen. Statt eines freiwilligen Haircuts setzte Octavian auf einen erzwungenen Haircaut. Er liess die Gläubiger (heutige Billionäre) des Reichs auf Proskriptionslisten setzen. Diese Listen wurden öffentlich ausgehängt und erlaubten es jedem Bürger, die hierin genannten Personen straffrei und gegen Belohnung zu… Weiterlesen »

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