Nicht die Krise, sondern ihre Lösungen sind wichtig

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Nicht die Krise, sondern ihre Lösungen sind wichtig

Nicht die Krise, sondern ihre Lösungen sind wichtig
Heute gab es hochinteressante Postings, zum Teil über vertrackte technische Fragen an den Finanzmärkten, wie etwa Leerverkäufe. Diese Fragen sind allerdings nicht viel anders als schon vor 40 Jahren, als ich meine ersten Trades machte, und bis heute ist man nicht klüger geworden. Schon in den 1930er musste J. D. Rockefeller sich vor dem US-Senat verteidigen weil er angeblich mit Leerverkäufen die Börse manipuliert habe. Herausgekommen ist dabei nichts. Aber jede Krise braucht ihre Sündenböcke.
Die Krise selbst ist aber nicht einmal das Entscheidende, sondern ihre Lösungen sind es. Ich habe heute Morgen skizziert, wie es laufen wird, wenn die alten Denkweisen und Massnahmen weiterhin eingesetzt werden. Bis heute hat ja so gut wie keine dieser Massnahmen, immer vollmundig vorgetragen, funktioniert. Die Schulden haben teilweise die Hände gewechselt, aber es doch nichts nennswert reduziert worden, weder in Griechenland, noch Spanien, Portugal oder USA. Die wirklichen hard facts sind unverändert. Und denken Sie immer daran, was als Krise in den Medien steht, ist ein Teil einer viel grösseren Transformation. Man muss das Ganze sehen, sonst kann man auch die Krise nicht verstehen, geschweige, dass man Lösungen dafür hätte.

Von |2011-08-14T21:14:24+00:00August 14th, 2011|Allgemein|9 Kommentare
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A.I.
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A.I.

Ich bin von der Ausbildung her Naturwissenschaftler und habe daher zwar viel Neugier für wirtschaftliche Zusammenhänge, aber ebenso großes Unwissen. Seit mehr als 5 Jahren verfolge ich Ihre Kolumnen und später den Blog und war immer angetan von der Bodenständigkeit und Schlüssigkeit Ihrer Argumentationen, durchaus im Kontrast zu manchen anderen, die über Wirtschaft publizieren. Ihre Ausführungen zur Syntegration finde ich wirklich ganz erstaunlich. Mein Wissensstand ist der, dass mentale Konzepte im Gehirn physisch repräsentiert sind. Das erklärt, warum Lernprozesse oft relativ langsam verlaufen: es braucht eben seine Zeit, bis sich die neuen neuronalen Verbindungen physisch manifestiert haben. Wenn es so… Weiterlesen »

A.I.
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A.I.

Übrigens ist das Erdklima ein hervorragendes Beispiel für ein System mit Rückkopplung. Erhöht sich die Erdwärme, kommt mehr im Meerwasser gelöstes CO2 in die Atmosphäre. Das führt zu einer Erhöhung der Erwärmung. Diese bewirkt einen Anstieg des CO2 in der Luft. … Sie sehen, dass zwei scheinbar voneinander unabhängige Systemgrößen sich nicht nur gegenseitig beeinflussen, sondern sich sogar aufschaukeln, weswegen Instabilitäten zu befürchten sind. Der Systemzustand kippt dann, und erfüllt nicht mehr seine ursprüngliche Funktion, Leben auf der Erde zu erhalten. Ein anfänglich kleines Ungleichgewicht führt zur kompletten Selbstzerstörung des Systems. Ich bin mir sicher, Herr Prof. Malik kann anknüpfend… Weiterlesen »

M.W.
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M.W.

Die Beispiele der Rückkoppelungen sind mir gut vertraut. Sie kennen die Thematik der positiven und negativen Rückkoppelungen, denn genau das kann die Natur nahezu perfekt. Ich vage die Hypothese, dass biologische sowie anorganische Systeme (entdeckte ich bei der intermetallischen Phasenbildung der Mikrotechnologie) mit Sicherheit ähnlich funktionieren, was nicht heißt die gleichen Funktionen erfüllend, es gibt aber eine Struktur. Als ich das entdeckte, war ich selbst erstaunt. Einziges Problem dabei Herr A.I. mit der derzeitigen Begrifflichkeit und dem Herangehen (auch dem wissenschaftlichen) ist kein weiteres, signifikantes vorwärts schreiten möglich. Ohne das jetzt ausdehnen zu wollen, unsere mathematische Symbolik behindert die weitere… Weiterlesen »