Pariser Vertrag: Das Was und das Wie

//Pariser Vertrag: Das Was und das Wie

Nun haben wir einen Vertrag. Aber wie setzt man diesen um? Mehr als je zuvor stellt sich die Fragen nach dem Was – das wir nun kennen – und dem Wie.
Mit herkömmlichen Methoden stösst man rasch an die Grenzen der Komplexität. Dort werden sie wirkungslos. Ich bin gespannt auf die Kommentare und Vorschläge.

By |2015-12-13T08:32:30+00:00Dezember 13th, 2015|Allgemein|36 Comments

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Max Gmür
Gast
Max Gmür

Aus „Die Welt“: „Zum ersten Mal machen sich alle Länder dieser Welt gemeinsam auf den Weg, den Planeten zu retten“, sagte Hendricks. Wir haben nun also eine gemeinsame Mission. Doch wie lassen sich die Menschen davon anstecken? Wie schaffen wir eine „geistige Pandemie“? Vielleicht hilft ein Blick in die Vergangenheit: Wie machten es die Christen? Die Kommunisten? Die Liberalen? Eine Antwort ist nicht so einfach und aus humanistischer Sicht mehrheitlich unschön. Oder in die Gegenwart: wie schaffte es Steve Jobs in wenigen Jahren, das die ganze Welt an seine Geräte „glaubt“. Auch diese Antwort ist schwierig. Zielführender ist da wohl… Read more »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Wie es Steve Jobs schaffte? Er hat mit seinen Sachen einen Mehrwert erzeugt, der die Verbraucher so sehr überzeugt, das sie sogar dafür tief in die Taschen greifen. Ich könnte eine utopische Welt entwerfen, die CO2 neutral wäre, mit unglaublichen Folgen. Sollen doch die Klimatiker das machen! Oh nein, sie werden das nicht tun. Sie werden den Leuten nicht erklären, das sie wieder zurück auf die Bäume müssen. Sie werden nicht sagen, das Aldi und Lidl dann leere Discounter wären. Kein Wein aus Chile, kein Trauben aus Brasilien, kein Steak aus Argentinien und Technik aus China findet auch nicht mehr… Read more »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Verträge dieser Art, sanktionsfrei, sind Schall und Rauch. Wie alle wissen, rauscht WTI immer tiefer. Damit werden sich immer mehr Menschen ein Auto, Flugreisen usw. leisten können und sie werden sich dabei einen Dreck um die Erderwärmung kümmern. Zu tiefst bin ich davon überzeugt, es wird ein Rohrkrepierer erster Klasse. CO2 ist nur ein Element in einem ganzen Kranz von anderen bedeutenden Einflussgrößen. Bis 2070 sollen herkömmliche Heizungen auf Basis Kohle, Gas, Heizöl verschwinden. Ich fürchte z.B. für die Schweiz, wo es schon mal Temperaturen unter -20 Grad C geben kann, Unbewohnbarkeit. Das ganze ist nichts weiter als eine Manie.… Read more »

Jürgen Kusche
Gast
Jürgen Kusche

Das ist doch heute überall das Gleiche. Hier die Politiker, völlig überfordert das Richtige zu finden, einmal weil sie es einfach nicht wissen und zum anderen weil sie immer wieder von den viel zu vielen Lobbyisten auf die falschen Wege gelotst werden. Und alles geht auf Kosten der Fleißigen und Sparsamen in dieser Welt. Man müßte eigentlich auf die Straße gehen. Aber wer tut das schon? Nicht mal unsere wissenden Eliten machen meiner Meinung nach ausreichend auf sich und ihre Erkenntnisse aufmerksam. Aber natürlich brauchen wir dringend moderne Methoden um die Entscheidungswege zukunftsfähig zu machen. Professor Malik hat diese Methoden.… Read more »

Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

Ich frage mich: wie kommt es das Firmen wie google nicht schon längst auf Kybernetik als „Schlüsseltechnologie“ gekommen sind. Google kauft Firmen auf macht TechTalks für seine Mitarbeiter mit Themen von A-Z. Alles um möglichst viel Innovation zu erzeugen. Hie und da klang an dass kybernetisches Management von einzelnen Personen mit Weitblick sehr geschätzt wird. Worauf warten die noch es als neue Strategie hochleben zu lassen? Kann man das alles erst dann umsetzen wenn man den großen weltweiten Zusammenbruch erlebt hat? Wohl kaum. Was aber sind die Hindernisse die da noch im Weg stehen um kybernetischem Management zum weltweiten, flächendeckendem… Read more »

A.I,
Gast
A.I,

Ich denke, dass gar nichts passieren wird. Welche Sanktionen sind denn vorgesehen, falls ein Vertragspartner seine Pflichten verletzt? Und wer setzt die Sanktionen durch? Eine Möglichkeit wäre, denn Verkehr massiv auf elektrisch betriebene Bahnen zu verlegen, die von Atomkraftwerken gespeist werden. Dies würde viele Millionen Tonnen wertvolles Rohöl einsparen. Es ist allerdings politisch nicht opportun, Kernkraft als Zwischenlösung anzusehen, und derartige Infrastrukturinvestitionen könnten nur vom Staat gestemmt werden, der allerdings überall hoch verschuldet ist. Ein nächster Punkt wäre eine weitgehende Aufhebung der Globalisierung, indem man nur noch Güter transportiert, die am Zielort nicht als Rohstoff erhältlich sind oder nicht produziert… Read more »

Herbert Saurugg
Gast

Hier muss ich mal klar widersprechen – Kernkraft ist keine Zukunftslösung und auch keine Zwischenlösung, zumindest nicht in der Form, wie wir das derzeit betreiben. Dazu empfehle ich die Kurzfassung des Buches eines früheren Atombefürworters, der nun zum ganz klaren Gegner geworden ist, da er knapp davor war, 50 Millionen Menschen evakuieren zu müssen … http://www.saurugg.net/2015/blog/stromversorgung/was-wir-aus-der-atomkatastrophe-von-fukushima-lernen-sollten Und in Europa sind wir möglicherweise mit einer ähnlichen Naivität unterwegs. Denn sollte ein europaweiter Strom- und Infrastrukturausfall („Blackout“) nicht nach ein paar Stunden beendet werden können, gibt es durchaus eine realistische Gefahr, dass es in einem AKW zu einem Störfall kommen könnte. Der… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Herr Saurugg, erst einmal ein frohes neues Jahr an Sie und alle anderen. Ich wollte bereits gestern auf Ihren sehr lesenswerten Beitrag antworten. Ich bin vollkommen mit Ihnen einer Meinung, dass die aktuellen Reaktoren, deren Designs aus den Zeiten des 2. Weltkriegs oder kurz danach stammen, ein untragbares Risiko darstellen. Die Schwachstelle der Kühlmittelversorgung macht das System so verwundbar, dass ich es ebenfalls für unverantwortlich halte, ein solches System weiter zu betreiben, und davon hat Fukushima auch mich überzeugt. Dennoch gibt es andere Designs (z.B. HTR mit Gaskühlung und Thoriumzyklus), die diese Schwächen nicht aufweisen. Und zu beachten ist das… Read more »

Herbert Saurugg
Gast

Danke, auch von meiner Seite an alle ein frohes und hoffentlich positives neues Jahr ;-). Das MSR-Konzept kannte ich noch nicht. Klingt spannend! Wenn das schon so lange bekannt ist, warum wurde es aber nicht eingesetzt? Aber es haben sich schon öfters die zweitbesten Technologien durchgesetzt. Insgesamt bin ich der Auffassung, dass wir uns eher auf einfachere Dinge stürzen sollten und ich denke, mit unserem heutigen Wissen kann man noch einiges aus den Erneuerbaren Energien herausholen. Die Energiewende wird aber nicht ohne Kulturwandeln funktionieren – was derzeit häufig passiert, sind großteils dem bisherigen Denken angepasste (Groß-)Lösungen. Dort wo man sie… Read more »

A.I,
Gast
A.I,

Den Vorschlag mit den Oberleitungen aufgreifend: Wenn Busse und LKW Akku-Puffer haben, die während des Fahrbetriebs über die Oberleitung aufgeladen werden, können diese Fahrzeuge auch Fahrstrecken in wenig ausgebaute Gebiete bewältigen. Man müsste dann nur dafür sorgen, dass das Oberleitungsnetz dicht genug ist, sodass ein Transportfahrzeug mit seiner durchschnittlichen Akkureichweite jederzeit wieder an eine Oberleitung gelangen kann. Schienenfahrzeuge sind für den Transport extrem zu bevorzugen, da sie einen erheblich geringeren Rollwiderstand als Reifenfahrzeuge haben und daher die Energiedissipation viel geringer ist. Man müsste dafür allerdings von der Just-in-Time-Produktion wieder abkommen und den Unternehmen die Kosten für die Lagerhaltung wieder zumuten.… Read more »

Wolfgang Pfeifenberger
Gast

Die Umsetzung wird zu spät kommen. Die Politik verhält sich eher wie ein Schamane, der Regen herbeizaubern will. Die Thermodynamik lässt sich davon nicht beeindrucken und wartet keine Sekunde.
Etwas Entspannung dürfte allerdings der deflationäre Kollaps bringen. Die Zinserhöhung der Fed bringt eine nicht zu unterschätzende Dynamik in das System. Die Hilflosigkeit der Politik wird überall offenbar. Sie operiert nur noch nach dem Grundsatz „Mehr desselben“. Statt Syntegration sehe ich mehr Desintegration, sprich Nationalisierung.

P. Jakob
Gast
P. Jakob

Ja, die Umsetzung des Pariser Abkommens stellt sicher ein Problem grosser Komplexität dar. Leider ist das Problem an und für sich noch komplexer, weil mit einem engen Fokus auf die Bereiche Klima, Energie und Umwelt ein grundlegender Bereich vergessen wird, nämlich die auf der Erde zur Verfügung stehenden endlichen Ressourcen. So kann es denn geschehen, dass die Resourceninstensität zur Produktion grüner Produkte massiv zunimmt, ohne das das mit dem engen Fokus auf die Bereiche Klima, Energie und Umwelt je wahrgenommen wird. Solche Beispiele sind leider bereits Realität: Prof. Schmidt Bleek führt in seinem Buch „Grüne Lügen: Nichts für die Umwelt,… Read more »

sadoma
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sadoma

„Leider wird bei einem Auto aber immer nur die für den Betrieb notwendige Energie ausgewiesen; die für den Produktionsprozess notwendigen Ressourcen (inkl. Energie) werden verschwiegen.“
Ein sehr gutes Beispie, dass durch „falsche“ Steuergrößen negative Entwicklungen fortgeschrieben werden. Die Festlegung der richtigen Steuergrößen ist die entscheidende Aufgabe der nächsten 10 Jahre!

NJPuls
Gast
NJPuls

Der komplexe Hintergrund der beschlossenen Klimaschutzziele ist am Klimaschutzplan des BMUB ablesbar (klimaschutzplan2050.de). Die Methode zur Umsetzung der Zielsetzungen wird wie folgt beschrieben: Durch Richtlinien der Europäischen Union, den Abschluss umweltvölkerrechtlicher Verträge sowie Regelungsaktivitäten auf nationaler Ebene entsteht laufend neues Umweltrecht. Die Umweltpolitik des Bundes wird durch den Erlass und die Fortschreibung von Umweltgesetzen, Umweltverordnungen und dazu gehörigen Verwaltungsvorschriften gestaltet. Der Vollzug dieser Vorschriften vor Ort erfolgt durch die Länder und Kommunen (Umweltämter u. ä.). http://www.bmub.bund.de/themen/strategien-bilanzen-gesetze/gesetze-verordnungen/kurzinfo/ Greift man nur eines dieser Gesetzte heraus (EEG) und hinterfragt dessen lobbygesteuertes Zustandekommen auf Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners, so wird schnell klar, dass… Read more »

sadoma
Gast
sadoma

Nach so vielem Pessimismus in diesem Forum will ich doch ein wenig der Feiertagszeit angemessene Besinnlichkeit verbreiten 😉 Die Durchsetzung einer operativ weltweit wirksamen CO2-Steuer ist für mich der Lakmustest für eine effektive Wende der Energie-Verbrauchsformen. Gerade hierbei könnte die Kybernetik sehr gute Dienste leisten. Meine Überlegungen gehen in folgende Richtung: 1.) Klare Standards zur CO2 Messung in einheitlichen Datenbanksystem 2.) Kontrolle dieser Systeme/Datenqualität durch eine UNO-Unterorganisation 3.) Festlegung der CO2-Besteuerung aufgrund dieser Daten 4.) Diskussion über die effiziente Verwendung der CO2-Steuermittel Gerade der letzte Punkt böte die Möglichkeit durch einen Belohnungsanreiz (z. Bsp. 50% der Einnahmen ausschütten an die… Read more »