Soziale Kernschmelze oder Neues Wirtschaftswunder

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Soziale Kernschmelze oder Neues Wirtschaftswunder

Die erste volle Arbeitswoche 2011 beginnt. So gut wie alle Finanzmärkte sind überrreif für massive Rückschläge von vorerst 20, 30 und mehr Prozent. Der Dollar hingegen wird rasant steigen. Die Schuldenkrise wird voll wirksam. Ihr Zentrum sind die USA sowohl im öffentlichen wie in den privaten Bereichen. Die Deflation verstärkt sich weltweit massiv.

Aber die Krise ist keine ökonomische, sondern eine gesamgesellschaftlich-systemische. Die ökonomischen Mainstreamtheorien müssen als Krisenerklärung aufgegeben werden. Weiter festzuhalten an diesen Träumereien aus dem vorigen Jahrhundert und aus geschützten Werkstätten von Akademia , verschärft die Krise. Fast alles wird anders kommen, als Mainstream-Ökonomen und -Kommentatoren bisher meinen. Mit ihren Mitteln können sie den den Charakter der Krise nicht verstehen.

Daher hat so gut wie niemand aus dem Mainstream-Lager auch nur die Spur von Lösungen. Diese kommen aus einem systemisch-kybernetischen  Verständnis und sind deshalb auch durchschlagend wirksam. Sie sind eine neue Sozialtechnologie des Meisterns der geschichtlich grössten wirtschaftlich-gesellschaftlichen Transformation. Soziale Kernschmelze oder Neues Wirtschaftswunder? Die Methoden entscheidet es … Mehr dazu in meinem neuen Buch, das ab 17. im Handel ist, sowie auf unserer Website, im Management Letter und Malik Journal.

By |2011-01-09T10:48:19+00:00Januar 9th, 2011|Allgemein|15 Comments

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Michael Iff
Gast
Michael Iff

Sehr geehrter Herr Malik,
sind nach Ihrer Ansicht Unternehmen wie Google oder Facebook wesentlicher Bestandteil bzw. sogar treibende Kraft eines „Neuen Wirtschaftswunders“, oder sind es eher die technischen Fortschritte im Nanotechnologiebereich, die sehr wahrscheinlich die Energiekosten (zb durch hocheffiziente Sonnenkollektoren) ins Bodenlose fallen lassen bzw. der BioTech Bereich und die Genforschung die den Umgang mit Krankheiten wesentlich ändern werden?
Einen entscheidenden Beitrag zur Wohlstandsentwicklung hatte Einführung der Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die eine neue Form des Wirtschaftens ermöglichte – werden wir in Zukunft auch auf institutioneller Ebene Veränderungen benötigen? Und wie könnten diese aussehen?
Danke & mit besten Grüßen
Michael Iff

Robin
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Ich bin gerade eben durch Zufall auf den Blog gekommen. Gefaellt mir ziemlich gut.

oliver koepke
Gast
oliver koepke

Sehr geehrter Herr Professor Malik,
ich stimme Ihnen zu, dass die Maerkte vor einer Korrektur stehen sollten.
Aber wieso wird der USD steigen, wenn die USA das Zentrum der Schuldenkrise sind?
Ist das Vertrauen in den EUR so gering geworden?
Vielen Dank.
Mit freundlichem Gruss
Oliver Koepke

Mihajlo Jurišić
Gast
Mihajlo Jurišić

Schulden sind im US$ – die nachfrage steigt

Andreas Leopold
Gast
Andreas Leopold

Sehr geehrter Herr Malik, ein mögliches neues Wirtschaftswunder macht insbesondere den Deutschen Mut, weil ein solches ja schon nach dem 2. Weltkrieg erarbeitet wurde und den Generationen seither eigentlich nur stetig wachsenden (zumindest gefühlten) Wohlstand gebracht hat. Wo soll aber das neue Wirtschaftswunder herkommen: In dem von Ihnen beschriebenen Deflationsszenario werden eigentlich alle Asset-Klassen an ´Wert´ verlieren, so dass Lebensversicherungen, das eigene Häuschen, die vermietete Immobilie, Anleiheportfolien oder Aktien (und mit Einschränkungen auch Gold & Silber) als langfristige Absicherung für das Alter immer weniger sinnvoll sind. Außerdem haben viele Menschen in erheblichem Umfang langfristige Forderungen an die Soz.-Vers.-Systeme (Renten- &… Read more »

Jürgen Knoll
Gast
Jürgen Knoll

Herr Malik, Sie prognostizieren seit vielen Monaten das rasante Ansteigen des Dollars und eine massive Deflation. Hauptgrund sind die weltweiten Schulden, die in Dollar bedient werden müssen. Das klingt plausibel und müsste eigentlich jedem Ökonomen einleuchten.
Zwei Fragen von einem Nicht-Ökonomen: Wer genau sind die Schuldner mit Dollar-Krediten und wer die Gläubiger? Und warum müssen die Schulden in nächster Zeit so plötzlich zurückgezahlt werden?
Herzlichen Dank für Ihre Antwort vorab.

Tobias Illig
Gast

Lieber Prof. Malik, dass die Krise nur ein Symptom einer gesamtgesellschaftlichen Transformation ist, ist bekannt. Ulrich Beck benennt in „Weltrisikogesellschaft“ die wesentlichen Themen, die uns global beschäftigen werden und Otto Scharmer vom MIT beschreibt in Theorie U die notwendige Form des Umdenkens, die wir dazu brauchen. Konkret: Was liefert Kybernetik, Bionik und Systemtheorie direkt an Lösungen? Dass alles komplex (nicht kompliziert!) zusammenhängt, ist volkstümlich bekannt. Was aber sind praktische Lösungen aus Ihrer Sicht? UgUs sind nur betriebswirtschaftliche Formeln für (!) Nachhaltigkeit und gegen (!) den kurzfristigen Shareholder-Value. Damit bin ich einverstanden. Das ist nur ein Rädchen aus Sicht der BWL… Read more »

Oliver
Gast
Oliver

Hallo Herr Malik,
ich verstehe nicht wie sie zu der oben beschriebenen Aussage kommen. Ich sehe derzeit keinerlei Deflation. Ganz im Gegenteil: Rohstoffe steigen erheblich in letzter Zeit. Dies ist normalerweise ein Vorbote der Inflation. Ich kann mir eine Stagflation vorstellen, aber eine Deflation sehe ich nicht.
Ich vertrete die Meinung, dass Währungen wie der Dollar aufgrund schlechter Haushaltslage gegenüber Rohstoffen langfristig abwerten wird und deshalb Rohstoffe (relativ) steigen. Durch diese Abwertung entsteht eine Inflation, die wir jetzt langsam zu spüren kriegen.
Vg Oliver

Oliver
Gast
Oliver

Auf der anderen Seite wundert es mich schon ein bischen, dass der Baltic dry index einen neuen Tiefststand erreicht hat…

Stefan Müller
Gast
Stefan Müller

Sehr geehrte Damen und Herren
ohne ein Fachmann in diesem Gebiet zu sein, möchte ich spontan zwei Thesen aufstellen:
a) Konjunktur(aussichten) schächen sich ab, dadurch weniger Schiffbuchungen (vor allem mit Rohstoffen) => als ein Indikator für mögliche anstehende Deflation.
b) die Reedereien haben vor einigen Jahren in einer irrationalen Euphorie die Kapazitäten deutlich erhöht, welche jetzt brach liegen.
Was sagen die Fakten?
Gruss!
S. Müller

Oliver
Gast
Oliver

Das ist meiner Meinung genau richtig. Nur bin ich mir nicht im Klaren, ob die Irrationalität, also das Angebot an Schiffen, überwiegt oder ob die Änderung nachfragebedingt ist. Ich habe mal vor einiger Zeit etwas über ein Reederunternehmen recheriert und alleine dieses hatte noch 10+ Schiffe im Bau. Die Irrationalität hatte 2006/2007 schon teils wahnsinnige Ausmaße erreicht. Ähnlich wie bei Immobilien treffen Schiffe 2 bis 3 Jahre später aufgrund der langen Herstellungszeit erst verzögert auf den Markt. Das wäre dann also etwa 2009/2010, nehme ich an. Aber der relativ plötzliche Einbruch Ende 2010 deutet eher auf einen plötzlichen Nachfragerückgang hin.… Read more »