"Tauschmittel" von Prof. Dr. Gunnar Heinsohn

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Prof. Dr. Gunnar Heinsohn schreibt am 20.10.2014 als Antwort auf das Posting von User Gerhard Borchers in Bezug auf den Handelsblatt-Artikel „Der Kapitalismus auf dem Weg in den Sozialismus“ vom 18.10.2014:
Meyer: In unserem Papiergeldsystem vergeben die Banken Kredite, die durch nichts gedeckt sind. Sie schreiben dem Kreditnehmer die Kreditsumme auf dessen Konto gut und schöpfen so mit einem Federstrich Geld aus dem Nichts. […] Aktivgeld ist Geld, das im Gegensatz zum Kreditgeld nicht durch ein Schuldverhältnis zustande kommt, sondern auf einem Aktivum beruht. Dieses wird auf der Aktivseite der Bilanz des Geldemittenten verbucht. Ein Beispiel ist Warengeld wie Gold oder Silber. Beide Edelmetalle waren Handelswaren und wurden im Laufe der Zeit durch gesellschaftliche Konvention zu allgemein akzeptierten Tauschmitteln, bevor sie durch das staatliche Papiergeld abgelöst wurden.
Heinsohn: Kredite werden an Schuldner vergeben, die mit ihrer Bereitschaft/Fähigkeit, in der Höhe der Summe aus Schuld und Zins die Eigentumsseite ihres Vermögens zu verpfänden, der Geldschöpfung die entscheidende Grenze setzen. Die Eigentumsseite des Vermögens ist – im Gegensatz zu seiner Besitzseite – zwar immateriell, aber keineswegs ein Nichts. Geld wird als Anspruch gegen diese immaterielle Eigentumsseite des Vermögens geschaffen, hat also nichts mit einem Tauschgut zu tun.
 
Hier lesen Sie den gesamten Artikel von Prof. Dr. Heinsohn.
 

By |2014-10-23T14:31:15+00:00Oktober 23rd, 2014|Allgemein|2 Comments

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Ich suche einen älteren Artikel von Heinsohn (in der WELT oder der JF?) über das Problem der vielen unterbeschäftigen jungen Männer in der muslimischen Welt als tiefer Ursache der revolutionären Bewegungen dort.
Wäre für einen link zu disem Essay oder e-mail Kontakt zu Heinsohn dankbar.
R.Gnauck, Mainz