Wahlergebnis ist Folge des US-Shareholder Values

//Wahlergebnis ist Folge des US-Shareholder Values

Wahlergebnis ist Folge des US-Shareholder Values

Das US-Wahlergebnis ist zu einem dominierenden Anteil eine direkte Langzeitfolge der Irrlehre vom Shareholder-Value.
Ab Mitte der 1990er Jahre hat diese Irrlehre und die darauf beruhenden Unternehmens-Strategien zu einer systematischen De-Industrialisierung der USA geführt.  Die Wirtschaft mutierte zu einer Geldwirtschaft, selbst für Silicon Valley würde ich das zu einem Teil so sehen. Die Anfälligkeit für Finanzkrisen nahm systematisch und immer schneller zu. Die Einkommensschere wurde immer grösser etc. etc.
Die Verbreitung dieser Irrlehren lief über die Business Schools, Consultants, Bonus-Experten, Wirtschaftsprüfer, Medien etc. Mehr dazu in meinen Büchern. Da standen nur gute Absichten dahinter, die dieser Lehre noch zusätzliches Momentum gaben. Denn man glaubte ja, nun das Geheimnis der Ökonomie entdeckt zu haben, durch das alle reich werden.

Von |2016-11-09T12:13:37+00:0009.11.2016|Allgemein|21 Kommentare
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Bert Raeymaekers
Gast
Bert Raeymaekers

Hallo Herr Professor Malik, ich erinnere mich noch sehr gut an Ihrer Vorhersage aus 2015 Juli: Die Deflation frisst sich durch die Wirtschaft mit als Folge Verrohung und Verrottung der Gesellschaft. Wir haben nun, auch die Situation in der EU betrachtend, nicht mehr viel Zeit für große, methodische Änderungen. Und die meisten Politiker können heute nur gelähmt zuschauen, ohne Konzept, wie der Boden unter den eigenen Füßen zerbröselt.

Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

Sehr geehrter Herr Malik, zu diesem Kommentar finde ich jetzt deutliche Worte. Für mich klingt das wie Werbung für ihre Methoden. Das ist mir zu wenig! An anderer Stelle kann man bei ihnen überall lesen dass die Welt komplex ist. Davon steht nichts in diesem Kommentar. Ich halte sowohl die Erklärungen als auch die Vorschläge um die Probleme zu lösen die Trump gegeben hat für grundlegend falsch. Aber er HAT Erklärungen und Vorschläge gegeben die offenbar viele Menschen nachvollziehen konnten. Ich bin der Ansicht es liegt genau daran das die Eliten glauben „wenn wir unsere Methoden anwenden (und sie NICHT… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

(I) Peter, gerne erinnere ich mich an die Gespräche, die wir vor langer Zeit, auf unseren Wanderungen geführt haben. Damals war ich schon der Meinung, das sich die rasche Globalisierung noch sehr negativ auf uns auswirken wird. Es werden mit einem Schlag die niedrigsten Löhne, die niedrigsten Sozial- und Umweltstandards in unsere westlichen Industriestaaten ge-worfen. Als Folge, sah ich, die rasche Auslagerung unserer Textil, Foto- und Radio/Fernsehindustrie in die asiatischen Länder. Kurzfristig be-scherte uns das billige Produkte, aber langfristig, verlorene wertvolle Arbeitsplätze und damit letztlich teuer erkaufte Ware. Dabei waren wir ja dort traditionell führend in diesen Sektoren. Ich war… Weiterlesen »

Johann Schwarting
Gast
Johann Schwarting

Sehr geehrter Herr Clasen, ist die Globalisierung ein schicksalhafter historischer Prozess? Caesar hat die Eroberung Galliens nicht durchgeführt, um die Werte der römischen Zivilisation zu verbreiten, sondern um die Haftungsräume zur Besicherung der eigenen Verschuldung zu erweitern – vermutetes keltisches Gold sollte als Schuldentilgungsmittel abgefordert werden. Die Abgaben zur Staatsfinanzierung werden externalisiert. Nach dem WKII sind die USA zu einer imperialen Ordnung aufgestiegen, die sich global ausgerichtet hat. Wie wird sie finanziert? Globalisierung bedeutet, dass die Bedienung der Schulden der Staates und seiner untergeordneten Ökonomien als Abgabe auch externalisiert wird durch imperiale Expansion. Das amerikanische Militär, das zur Besicherung der… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Zunächst wahrscheinlich mit einer neuen Wahlüberraschung in Italien am 4. Dez.
Alles was ich in meinem Kopf so durchspiele, ergibt keine guten Aussichten. Das ist schon seit langer Zeit so.
Wie soll Trump an das viele Geld kommen, um seine Vorhaben
zu verwirklichen? Schutzgelderpressungen für den Atomschirm?
Das System wird auf jeden Fall herunterkommen. Die Notenbanken
konnten das Spiel immer wieder verlängern. Die Zeitschiene läuft
über Tage bis Jahre. Früher haben Gold und Silber Grenzen gesetzt.
Bislang ausnahmslos.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Mein Rat, bleibt unverändert. Machen Sie sich in Ihrem Job/ Gewerbe unentbehrlich durch höchste Qualifikation und Fertigkeiten. Legen sie sich finanzielle Reserven zu. Dabei bleibe ich bei meiner Grundempfehlung, Aktien mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (Garantiedividende). Seit mehr als 30 Jahren hat sich das in meinem s.g.“Schwiegermutterdepot“ absolut bewährt. Dazu habe ich beim letzten Zwischentief 2% Silber Maple Leaf beigemischt.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

II „07:55 | ET: Kosten der Flüchtlingskrise – Eine Hochrechnung kommt auf 43,1 Mrd. Euro für 2017 http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kosten-der-fluechtlingskrise-eine-hochrechnung-kommt-auf-431-mrd-euro-fuer-2017-a1969884.html Es gibt kaum konkrete Zahlen über die Kosten der Flüchtlingskrise. Eine Hochrechnung kommt für 2017 auf 43,1 Mrd. Euro (14,4 % der Staats-ausgaben). Das ist etwa so viel wie der Gesundheitsetat und die Ausgaben des Familien- und des Verkehrsministeriums zusammen. Prof. Raffelhüschen rechnet sogar mit 75 Mrd Euro pro Jahr (bei einer Million Flüchtlingen) – das entspricht 25,07 % aller Staatsausgaben Deutschlands.“ Das wird Deutschland auf längere Sicht niemals durchhalten können! Unsere Infrastruktur ist schon völlig auf den Hund gekommen. Migranten, denen… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Stelter strategisch; Brexit, Trump, Le Pen – die Folgen der Eiszeit
http://www.wiwo.de/politik/ausland/us-wahlen/stelter-strategisch-medizin-wirkt-nicht/14818402-2.html
„Aus Sicht der Geldanlage bedeutet dies wohl (deutlich) höhere Inflation in den USA sowie Rezession und deflationärer Druck in Europa mit wieder aufflammender Eurokrise.“
Für mich ist eine solches seitenverkehrtes Scenario USA/EU eher nicht wahrscheinlich. Mit einer Inflation kommt der Anleihemarkt herunter. Die 2% Inflationsziele waren mir in dieser Hinsicht immer suspekt. Auch die in $ notierten Ölpreise fallen und drücken die Preise weltweit.

Wolfgang Pfeifenberger
Gast

Shareholder Value öffnet Manipulation Tür und Tor. Alle, wie auch immer gearteten manipulativen Systeme sind aber kybernetisch betrachtet, positiv rückgekoppelte Systeme, wo Ausgangswerte und Zielwerte zirkulär verknüpft werden. Daher diese kakophone Meinungsflut in der Finanzwelt, wo jeder versucht seine eigene self fullfilling prophecy gewinnbringend zu platzieren. In solch einem Szenario verhallen alle Appelle, „die legitimen Interessen aller Stakeholder in fairer und ausgeglichener Weise zu berücksichtigen“. Musik kommt schließlich auch erst aus den Lautsprechern, wenn die Rückkopplung beseitigt ist.

Adam Smith
Gast

Der Gedanke des Shareholder-Value hat mit der De-Industrialisierung der USA und dem Wahlsieg von Donald Trump nichts zu tun: in allen Staaten der westlichen Welt stellen sich Unternehmen vergleichbar wie ihre Pendants in den USA auf: Produktentwicklung und anspruchsvolle Fertigung im Westen, Massenproduktion von einfachen Erzeugnissen bevorzugt in Asien. Das spezielle Problem der USA ist, bisher keine befriedigende Lösung auf die sozialen Folgen dieser Entwicklung gefunden zu haben. So wäre es möglich, das international höchste Verteidigungsbudget zu reduzieren zu Gunsten einer Arbeitsmarktpolitik mit Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten von Modernisierungsverlieren. Ähnlich, wie es in Europa geschieht. Ferner die staatliche Förderung von Zukunftsindustrien… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Donald Trump hat eine echte Chance das Blatt zu wenden. Er müsste nur
meinen Anweisungen folgen…Steuersenkungen gibt es für Unternehmen, die in den USA investieren. Sie haben damit die Möglichkeit entweder Steuern zu bezahlen oder für sich für dieses Produktionsvermögen zu schaffen. Sie werden investieren! Parallel holt er sich das von den Asiaten (Mexico)
„Gestohlene“! zurück. Entweder sie bringen Produktion in großem Ausmaß in die USA zurück, oder sie werden durch Handelsbarrieren/Zoll geschrumpft. Auch sie werden den zweiten Weg gehen. Insbesondere Asien muss klein beigeben oder wir kriegen globalen Handelskrieg bei dem alle verlieren. Ist auch egal, auf mich hört eh keiner…..

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