Wettersturz

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Wettersturz

Die phantastischen sonnigen, warmen, klaren Herbsttage werden noch diese Woche mit einem Wettersturz in den Bergen ihren Abschluss finden. Schnee bis auf 600 m in unserer Gegend. Tief verschneite Strassen in höheren Lagen und geschlossene Alpenpässe. Auf einen Schlag, innerhalb weniger Stunden, ist alles anders. Für leidenschaftliche Bergsteiger wie mich z.B. ist das nicht aussergewöhnlich. Man kann solche Ereignisse zuverlässig vorhersehen und sich gut darauf einstellen.
So etwa ist es mit dieser Krise – ein wirtschaftlicher Wettersturz. Es lohnt sich, die früheren Kommentare z.B. zu Ostern 2011 zu lesen. Kein Wölkchen weit und breit, alles geht aufwärts, alles ist gut .. Mainstream-Ökonomen scheinen keinen Wettersturz zu kennen ..Sie haben ihn nicht vorhergesehen, sondern glaubten an ewig schönes, warmes Wetter .. Wie naiv kann man eigentlich sein?

Von |2011-10-05T00:20:18+00:00Oktober 5th, 2011|Allgemein|21 Kommentare
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Stefan Prosch
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Stefan Prosch

Wie wahr Herr Malik, noch vor wenigen Monaten eitel Sonnenschein, keine Rezessionswolke weit und breit, doch dann kamen die ersten Krisenwolken im Juli und die Einschläge der Börsenblitze im August. Und jetzt? Katerstimmung weit und breit……… Doch ich gebe Ihnen recht. All das sind die Begleiterscheinungen der von Ihnen mit „grossen Transformation“ bezeichneten Veränderungen hin zu Wissensgesellschaft. Ich muss gestehen, dass mir persönlich die Vorstellung einer deflatorischen Entwicklung im Kontext der täglichen Konfrontation mit Inflation anfangs sehr unrealistisch vorkam. Doch je mehr ich mich mit der debistischen Wirtschaftstheorie und den Wirtschaftszyklen beschäftig habe und beschäfte, desto vertrauter wird mir diese… Weiterlesen »

A.I.
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A.I.

Vielleicht weil viele dazu neigen, Entwicklungen linear zu extrapolieren. Es ist völlig klar, dass diese Metapher aus der räumlichen Wahrnehmung stammt. Gazellen, Speere und Pfeile bewegen sich meistens auf stetigen Kurven. Autos, Radfahrer und Fußgänger tun das meistens auch. Selbst wenn die Bewegungen Haken schlagen, kann man sie sehr gut stückweise linear darstellen. Wir brauchen die lineare Extrapolation, um im Alltag klarzukommen. Aber da gibt es die Systeme mit nicht-linearen Wechselwirkungen, wie z.B. das Wetter. Es gibt da schon eine gewisse Besessenheit mit dem Wetter. Wetterberichte, Medienrummel um Wetterleute aus dem Fernsehen, Wetterapps für’s Smartphone, Einsatz modernster Technik durch Wettersatelliten,… Weiterlesen »

Georges
Gast
Georges

Tragen Sie eine Armbanduhr? Wenn ja, hier ein interessanter Beitrag zu linearem Lernen.
http://www.ted.com/talks/sir_ken_robinson_bring_on_the_revolution.html

JB
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JB

Ich mache die gleiche Beobachtungen. Und obwohl ich selber in den Maxwellschen Gleichungen daheim (gewesen) bin und neine Diplomarbeit über euklidsche n-dimensionäre Räume angefasst habe, für praktische Gegebenheiten folgende (Esels-Brücke verwende:
Grundsätzlich wird (all)es bis auf weiteres linear weiter so bleiben, aber einmal ist es vorbei. Während der zeit soll ich wissen/ahnen, wie geht es (nicht linear) weiter, und möglichst auch, wie erkenne ich den (unausweichlichen) Umbruch.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Aus dem Handelblatt online, 05.10.: „So fallen die letzten Tabus. Auch wenn es noch keine offiziellen Beschlüssen gibt wird hinter den Kulissen längst geplant, dass der ESM eine eigene Banklizenz bekommt. Das gäbe ihm das Recht, bei der Europäischen Zentralbank gegen Hinterlegung von Staatsanleihen Kredite zu bekommen. Die Folge: Unkontrolliert von den nationalen Parlamenten könnte er so praktisch sein eigenes Geld drucken.“ So, jetzt kriegen die Tinker die Schlüssel zum EZB-Weinkeller. Der Rausch kann weitergehen. Nur die Kellerwand ist das Limit. Wenn auch das „Allerhinnnerste“ weggesoffen ist, ist schluss mit lustig. Dann ist dieser Keller vorgestopft mit Giftmüll aller Art.… Weiterlesen »

Florian Linse
Gast
Florian Linse

Bitte nicht veröffentlichen!!!!! Immerhin macht sich das Wetter (noch!!!) von selbst, an den Krisen der Wirtschaft sind wir selbst nicht unwesentlich beteiligt. Andererseits scheinen wir das Wetter inzwischen besser vorauszusagen als die wirtschaftliche Entwicklung. Mitglieder des Kaufmanns Casino in München haben mich gebeten, einen Kontakt zu Ihnen herzustellen. Es handelt sich um eine Vereinigung Münchner Kaufleute und Unternehmer. Der Vorstand dieses Vereins, in dem sich durchaus einige Spitzen der Münchner Wirtschaft befinden, wäre sehr daran interessiert, einen Vortrag mit Ihnen zu organisieren. Falls Sie interessiert sind, könnten Sie mir eine Kontakt Mailadresse geben, damit wir direkt in Verbindung treten und… Weiterlesen »

Ludwig Kyral
Gast

Sehr geehrter Herr Prof. Malik,
mich würde interessieren, ob ein globaler Schuldennachlass eine Lösung für die gegenwärtigen Problene sein könnte? In der Presse vom 8.10. wird ein solcher angedacht: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/699281/Ende-mit-Schrecken_Haircut-fuer-die-ganze-Welt?from=suche.intern.portal
Wie realistisch wäre eine weltwiete Umsetzung überhaupt?