Durch Donald Trump in die Neue Welt? Nein!

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Einer der bedeutenden Politik-Kommentatoren des deutschen Fernsehens meinte kürzlich, innerhalb weniger Wochen nach der Wahl von Donald Trump seien wir in einer „Neuen Welt angekommen“.
Nein! Die Neue Welt war schon da. Denn für die Grosse Transformation ist der neue US-Präsident nicht die Ursache. Aber Trump macht die Transformation auf seine Weise sichtbar – schon dadurch, dass er gewählt wurde, und sodann warum und von wem er gewählt wurde und wie die Welt und ihre Kommentatoren auf ihn reagieren. Und er nützt die bereits eingetretenen grundlegenden Veränderungen als Hebel.
Wer den heutigen Präsidenten als die Ursache von Change ansieht, macht einen fundamentalen Fehler in der Beurteilung der Lage und als Folge dessen dann auch in der Wahl von Mitteln, wie man sie unter Umständen bewältigen kann.
Ohne den bereits fortgeschrittenen Zustand der grossen Transformation wäre Donald Trump gar nicht gewählt worden, weil die Voraussetzungen dafür gefehlt hätten. Er ist eine Folge der übertriebenen amerikanischen Shareholder Value-Strategie der Unternehmensführung. Denn wegen höherer Gewinne ist Amerika de-industrialisiert worden, sind weite Gebiete verarmt und haben nur geringe Hoffnungen auf eine bessere Zukunft.  Deshalb haben die Menschen in diesen Gebieten Donald Trump zum neuen Präsidenten gewählt.

By |2017-02-18T10:37:05+00:00Februar 18th, 2017|Change, Grosse Trasformation, Management, Politik|32 Comments

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Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Die Deindustrialisierung wurde möglich, weil deren Nutznießer den Menschen einen Bären aufgebunden haben, von wegen besseres Leben durch Globalisierung. War durch die Medienkonzentration auch leicht möglich, weil eine Handvoll der besagten Nutznießer sich die öffentliche Meinung unter den Nagel reißen konnte. Der zweite Teil, der Transformation, ist die Erkenntnis, das offene Grenzen eine schädliche Armutsmigration ermöglichen. Aus Mexiko kommen eben nicht nur Akademiker, sondern ein Haufen Drogenhändler, kriminelle Banden und letztlich auch Lohndrücker. So gesehen, wird der amerikanische Worker von zwei Seiten gebeutelt. Illegale bereichern nicht, wie auch die harsche Globalisierung nicht bereichert. Es sollen sich ja 11,5 Millionen Illegale… Read more »

Herbert Saurugg
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Ich denke, dass die Globalisierung nicht nur schlecht war bzw. ist und das daher etwas zu schwarz/weiß gesehen wird. Ist nicht viel mehr das Probleme, dass das einzelne ausnutzen zu ihren Gunsten ausnutzen konnten und daher die von Ihnen beschrieben Effekte eintraten? Ich habe heute eine Filmpremiere über ein bedingungsloses Grundeinkommen gesehen. Sehr spannend. Ein Teil davon befasste sich damit auch, dass etwa die reichste Familie Amerikas eigentlich die meiste Sozialhilfe in den USA empfängt, während sie so viel besitzt, wie 40 Prozent der restlichen BürgerInnen. Warum? Sie zahlen ihren MitarbeiterInnen so wenig Gehalt, dass sie auf Sozialhilfe angewiesen sind,… Read more »

Stefan Ludwig
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Stefan Ludwig

Lieber Herr Prof. Malik, Ich habe mehrere Fragen. Bitte nehmen Sie sich Zeit meine Fragen zu beantworten. Können Sie ihre Aussagen oben näher erläutern? Meinen Sie mit „Hebel nützen“ die veränderten Kommunikationsmöglichkeiten (=Twitter & Co)? Weitere Fragen: Ist die starke Ausrichtung auf den Shareholder-Value ihrer Ansicht ein zwangsläufiges Zwischenstadium? Ich habe Sie bisher so verstanden: Wenn man denn Kybernetik konsequent und flächendeckend einsetzen würde könnte man die Transformation ich schreibe mal „schmerzarm“ bewältigen. Wie sehen Sie das heute? In einem früheren Posting schrieben Sie, dass Sie sich noch kein abschließendes Urteil über Trump gebildet haben. Ihr Urteil fände ich sehr… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Etwas off-topic kam mir neulich der Gedanke, dass Prof. Heinsohns Aussage über verschuldungsfähige Pfänder eigentlich nur eine sehr komplizierte Neuformulierung der Aussage ist, dass Wohlstand von Arbeit, Innovationen und Ressourcen kommt. Dass es anderen gelungen ist, den Wohlstand auf sich selbst umzuverteilen, sodass es diesen so erscheint, als könne man mit Taschenspielertricks Reichtum herzaubern, ist eben ein Irrtum. Michio Kaku erklärte diesen Gedanken in einem Vortrag. Politiker sind meistens Juristen, und diese kennen nur eine Methode, Einkommen zu generieren: Anderen Geld weg zu nehmen. Sei es durch Klagen oder später, als Politiker, durch Steuern. Grundlegend anders die Generierung von Wohlstand… Read more »

NJPuls
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NJPuls

Handelsblatt – Finance Today Freitag, 24. Februar 2017 (…) Schlechte Nachrichten für den Steuerzahler: Die Bundesbank hat nur noch eine Milliarde Euro Gewinn gemacht – nach 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Schuld daran ist das Anleihenkaufprogramm der EZB, schreibt die Welt. Die Bundesbank habe der Öffentlichkeit nun gezeigt, dass die Risiken, die eine solche Politik mit sich bringt, kein abstraktes Gefasel von EZB-Dauerkritikern sind, schreibt die Börsen-Zeitung. Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret warnt vor den Risiken steigender Zinsen für die Banken – und fordert, dass Deutschlands Geldhäuser nach dem Vorbild der Bundesbank ihre Kapitalpolster weiter auffüllen, um gerüstet zu sein. Berlin zeigte… Read more »

Jürgen Clasen
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Jürgen Clasen

Gulliver wurde von den Liliputanern gefesselt. So ähnlich geht es auch Trump. Und vor ihm Merkel, die auch keine mehrheitsfähige Meinung zu den Flüchtlingen vorbringen kann. Man hat sie nicht gefesselt, sondern die Schwesterparteien haben sie ein gemauert. Trump setzt darauf, das Obama Care an den inneren Widersprüchen und der Unfinanzierbarkeit demnächst von selbst scheitert. Baah, da kann erlange warten, genauso wie ich schon seit einem Jahrzehnt auf den Zusammenbruch unseres gesundheitlichen Komplexes warte. Irgenwo kommt dann doch noch Geld in die Kasse, Beitragserhöhung, Zuzahlungserhöhung, Leistungs-einschränkung. Man läßt es nicht von der Leine, wie man auch GR nicht untergehen läßt,… Read more »

Jürgen Clasen
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Jürgen Clasen

Was wir sehen, ist das Dilemma von einem, der gewohnt ist, alles allein zu entscheiden. Als Präsident kann er einiges machen per Dekret. Aber eben nicht alles. Er braucht Zustimmungen vom Kongress. Bei Obama Care schon augenfällig, das es so nicht funktioniert, wie er will. Dito Mauerbau. Jetzt kommt er mit seinen Steuerreformen und muss gleichfalls feststellen, das diese Massnahme Zustimmung benötigt. Hierzulande steht bei jedem Gesetz in einer Präambel, was es kostet und wie es finanziert werden soll. Seine Steuerideen beruhen auf der Annahme, das daraus soviel Wirtschaftsaktivitäten erwachsen, das sie sich sozusagen selbst finanzieren. Und wenn nicht? Das… Read more »