Heinsohn über China, PISA Ranking und deren Folgen

//Heinsohn über China, PISA Ranking und deren Folgen

Prof. Heinsohn hat mir, bevor ich meine Reise nach China antrat, seine Auffassung zu diesem immer bedeutender werdenden Land geschickt. Im neuesten Reformprogramm der chinesischen Regierung gibt es starke Tendenzen, in Richtung der von Prof. Heinsohn gemachten Vorschläge zu gehen:
 
Auszug aus Heinsohn/Steiger: „Ownership economics: On the Foundations of Interest, Money, Markets, Business Cycles and Economic Development„, 11/2011:
The People’s Republic of China followed the despised 1953 reforms of the defeated Chiang Kai-shek, at least in selected territories, but only after 1990. Shanghai with a population of 15 million became the richest city on the mainland because it increased, very similar to Slovenia, between 1992 and 2002 the proportion of real estate held with ownership titles, including houses and apartments, from 0 to 90% (McGregor 2002, 13). This required the establishment of a new registration system for hypothecated property. But only in August 2002 was legislation passed for the whole of China, which set in motion the same revolution towards money-creating property in the rural districts. On 8 November 2001, the then President Jiang Zemin invited “industrialists, entrepreneurs, employees of foreign companies and self-employed individuals” to join the communist party. The ultimate goal of communism was no longer mentioned. Instead he requested a withdrawal from the old maxim “the more property the less developed”.
Under communism – similar to feudalism – peasants were tied to the soil without the right to change their place of residence. On 5 January 2003 these peasants obtained the constitutional guarantee to be allowed to work anywhere. Only now did they become the owners of themselves (Hutzler and Lawrence 2003, 2) and could enter into employment contracts in order to obtain money without loan security and interest obligations. In turn, their wage labour generated the interest proceeds firms owed the banks for the credit provision of wage money. However, many of the 145 million migrant workers – equalling America’s total labour force – who, by October 2011, exercise the right to enter work contracts all over China are still somewhat dependant on the hukou system that forces them to return home if they want to collect social benefits and take advantage of publicly funded education for their offspring. Thus, the right of choosing ones residence is not yet fully liberated from feudal shackles.
At the National People’s Congress on 5-14 March 2004 the right of Chinese citizens to property was lifted to a constitutional right. Finally, on October 1, 2007, the ‘Property Law of the People’s Republic of China’ went into effect. It not only regulates the transfer and ownership of property but also the creation of the rights of ownership. More than six centuries after the first establishment of property rights and the abolishing of serfdom in England in the wake of the Lollard revolt (1381), the country with the world’s largest population followed a development model that had transformed one of the most backward territories in Europe into the leading Empire of the World in the 19th and early 20th century.
 
PISA-Studien 2009 und 2012:
Wenn man sich die PISA-Tabelle 2009 (unten – zum Vergrössern anklicken) und 2012 (hier) anschaut, dann muss man selbst bei zu positiver Selektion für Shanghai sagen, dass Amerika sich sehr warm anziehen muss mit 50% aller Babys bei Leuten, die als 17-Jährige das Niveau 13-jähriger Whites und 12-jähriger Asians haben. Gunnar Heinsohn, 06.12.2013
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

By |2013-12-17T11:32:17+00:00Dezember 17th, 2013|Allgemein|79 Comments

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John Rambo
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John Rambo

Im Zusammenhang zu den Pisa Ergebnissen sollte es Herr Prof.Dr.Dr.Dr. Heinsohn aber nicht unerwähnt lassen dass in Ländern wie Shanghai für Schüler nicht selten ein geradezu mörderischer Leistungsdruck besteht und es nicht selten zu Suizid kommt aufgrund der extrem hohen Anforderungen in der Schule. Das erscheint mir ein recht hoher Preis für ein gutes Pisa Ergebnis. Die Aussage: „dass Amerika sich sehr warm anziehen muss mit 50% aller Babys bei Leuten, die als 17-Jährige das Niveau 13-jähriger Whites und 12-jähriger Asians haben.“ Habe ich nicht so ganz verstanden. Geht es hier um die Schwarze Bevölkerung der USA der einige Wirrköpfe… Read more »

TG
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TG

In Kalifornien kann man aufgrund der hohen Anzahl asiatischer Bewohner den Zusammenstoss der beiden Systeme gut erkennen. An den Universitäten dominieren Studenten mit asiatischer Herkunft. Der sog. „kaukasisch Weisse“ ist eine Minderheit geworden. Sehr ähnliches Bild an den Privatschulen, wenn auch noch ausgewogener. Schwarze und Mexikaner domieren im verarmten und teilweise furchtbar abgewirtschaften öffentlichen Schulen – physisch sind diese Welten manchmal nur 2 Blocks voneinander entfernt. Aufgrund meiner Kinder konnte ich die asiatisch gepägte Lernmethode aus nächster Nähe erfahren: Druck, stures Lernen, voll Tage und üben, üben, üben – nicht das schlechtes Programm, auf Dauer aber viel zu einseitig und… Read more »

Paul Räther
Gast
Paul Räther

Ein schöner und nachdenklich machender Kommentar. Zum Sinn und Unsinn von PISA- Ergebnissen siehe auch hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=19428 , lesenswert.

MCO
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MCO
B. Berger
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B. Berger

Da kann es einem Angst und Bange werden um den Standort Deutschland und auch um die eigene Rente. Hat mich schon immer gewundert, wieso man bei den Hochqualifizierten einen Einkommensriegel vorschiebt von 80000€ Jahreseinkommen und andererseits die Armut und die Unqualifizierten mit einer „sozialen Superflatrate“ quasi ins Land lockt.

Brummer, Birgit
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Brummer, Birgit

Meines Wissens waren die Daten von Prof. Heinsohn die Grundlage für das Sarrazin Buch „Deutschland schafft sich ab“. Ein Riesenprotest bis hin zu rassistischen Vorwürfen entwickelte sich. Und hier liegt auch das Problem: In D wird sich kein Politiker an dieses Thema heran trauen, dies mindert allerdings nicht das gesellschaftliche Pulverfass. Meiner Meinung nach wird es niemals auf offenem direktem Wege gehen, sondern allein über einen Bypass. Z.B. über die Kinder und Jugendlichen selbst wie in Entwicklungsländern mit der Bildungsoffensive. Ich denke da an Saint-Exupéry: wenn Du willst. dass die Menschen ein Schiff bauen ….. erzähle ihnen von der Weite… Read more »

Jürgen Clasen
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Jürgen Clasen

@MCO sorry, habe den Link übersehen. Das ist ein muss für alle Bürger. Basiswissen erster Güte. Mein Unhagen bei diesem Thema findet hier eine klare und deutliche Begründung. Ich werde ihn aufbewahren, für den Fall, dass meine Enkel mich eines Tages fragen, wenn der ganze Schlamassel auf uns niederkommt, wieso habt ihr das nicht gewußt, oder sogar gewußt, aber nicht ge-handelt. Pflichtlektüre natürlich, für alle Abgeordneten vom Gemeinderat, MdL, MdB, MdE, Regierende sowieso.Aber in allen Sachen die so geschehen finden sich auch tiefere Gründe. Warum passiert das alles einschließlich Klimawahn, EEG usw, obwohl es wohl bekannt sein müßte? Da bin… Read more »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Mit anderen Worten viel hilft nicht immer viel. Manchesmal ist weniger sogar mehr. Das gleiche gilt übrigens auch für die Notenbankpolitik, wo man notorisch glaubt, ein Nullzins bringt den Aufschwung. Auch hier wird es sehr lange dauern, bis man erkennt, das man auf dem falschen Dampfer ist und man mit einer erhöhten Geschwindigkeit nichts verbessert, zumal, wenn es in die falsche Richtung läuft. Gleiches gilt auch für die militärischen Abenteuer im Irak, Afganistan usw. Tausende Milliarden $ für genau nichts. Tausende Opfer, Versehrte, traumatisierte Zivilisten und Militärs. Hier im Ruhrgebiet wird man sagen, alles ein Schuß in den Ofen… Die… Read more »

Fredmund Malik
Webmaster

Prof. Dr. Heinsohn hat am 20. Dezember auf Ihr Posting geantwortet. Sie können seine Antwort in der rechten Randspalte oder direkt hier lesen.

Ert
Gast
Ert

Etwas Off-Topic aber dennoch ein kleines Deflation-Update der Bundesbank vom 19.12.2013 mit dem Titel: „Keine Deflation in Sicht“ – http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Themen/2013/2013_12_19_keine_deflation_in_sicht
Die BuBa erklärt doch recht gut die Deflation und die Problematik, schließt aber folgend den Artikel: „So wird nach einem voraussichtlichen Rückgang um 0,4% in diesem Jahr, bereits für 2014 und 2015 mit Wachstumsraten der Euroraum-Wirtschaft von 1,1% bzw. 1,5% gerechnet. Das Deflationsrisiko dürfte vor diesem Hintergrund weiterhin sehr gering bleiben.“ – und erwartet auch wieder höhere Preissteigerungs (bzw. Inflationsraten).
Da sich die BuBa hier für die nächsten zwei Jahre doch sehr konkret festlegt bin ich gespannt auf die Realität.

Wolfgang Pfeifenberger
Gast

Ich finde es schon erstaunlich, dass die Bundesbank sich zu solch relativ langfristigen Prognosen hinreißen lässt, die starken deflationäre Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Euroraums in diesem Jahr aber nicht vorhersagen konnte. Die gigantischen offenen und versteckten Schulden sind das Problem und so zu tun, als ob über minimales Wachstum eine Wende zum Guten herbeigeführt werden könnte ist nachgerade naiv.

Ert
Gast
Ert

Genau deswegen hatte ich den Artikel der BuBa hier eingestellt und auf Reaktionen gehofft. Entweder versucht u.a.auch die BuBa Zweckoptimismus zu verbreiten – oder die BuBa sieht etwas das aktuell kein anderer sieht. Preissteigerung (http://sdw.ecb.europa.eu/home.do?chart=t1.1) und M3 (http://sdw.ecb.europa.eu/home.do?chart=t1.2) haben zumindest aktuell nach EZB andere Trends. Und eine Trendwende vermag ich noch nicht zu sehen. Ggf. müsen wir auch bis 2016/2017 warten, wenn auch nach EIA der Fracking-Boom in den USA seinen Höhepunkt erreicht und es keine weitere Steigerung mehr gibt (http://www.peak-oil.com/2013/12/eia-us-oel-fracking-erreicht-seinen-peak-in-2016/). Wenn China dann immer noch ungestüm wachsen und damit seinen Öl-Verbrauch erhöht, dann schickt uns ggf. der Ölpreis in… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Auch hier sollte man an die S-Kurve denken. Wenn sich das Bildungsniveau bereits auf einem relativ hohen Niveau stabilisiert hat, also auf dem flachen Stück oben, und andere aufschließen, dann ist es eine sehr irrige Meinung, man könne durch immer neue Innovationen den Abstand vor China bewahren. Die Vorsprünge können nur immer kleiner werden. Eindringlich wurde mir das bewusst, als ich bei einer deutschen Hochschulmeisterschaft zwei Schwimmern aus dem Olympia-Kader bei 100m Delphin zusah: Der eine gewann mit wenigen hunderstel Sekunden Vorsprung. Da dachte ich mir: „Ok, er hat gewonnen, aber kann man bei so kleinem Vorsprung wirklich pauschal sagen,… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Bevor ich mehr Zeit in die Erläuterung des Gedankengangs investiere – offenbar recht unwirksam – würde ich gerne geklärt wissen, was die zur Debatte stehende Frage ist. Reden wir vom langfristigen Aufbau kognitiver Leistungspotentiale, oder von der Erledigung anfallender Arbeiten? Der Aufbau eines Leistungspotentials folgt einem allgemeinen Zweck, verfolgt aber kein konkretes Ziel oder ein Resultat. Beispiel: „Schreiben lernen“ versus „Schreibe einen Aufsatz über Konrad Adenauer bis nächste Woche Mittwoch“. Ich finde absolut nicht, dass dies weder auf konzeptioneller Ebene dasselbe ist noch dieselben Maßnahmen erfordert. Auch bin ich nicht der Meinung, dass der Aufbau der kognitiven Leistungsfähigkeit über Jahrzehnte… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Liebe Frau Brummer, Sie baten um ein Beispiel, um das Konzept der Leistungsorientierung zu erläutert. Mir fallen da sehr viele Beispiele ein. Ich habe mich für ein persönliches Beispiel entschieden. Der Kerngedanke ist, dass unsere eigene Leistung zu 100% unter unserer Kontrolle ist, das Ergebnis aber nicht unbedingt. Das gilt in hohem Maße für sportliche Wettkämpfe, wo man mit Widersachern zu tun hat, die alles tun, um den eigenen sportlichen Erfolg zu verhindern. Die eigene Leistung ist aber Vorbedingung zum Erfolg, nicht aber absoluter Garant. Eine Firma kann ein super Produkt herstellen, das aber trotzdem vom Markt nicht angenommen wird.… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Der entscheidende Punkt ist aber die Wertehaltung. Wenn nämlich Leistungsorientierung und Begabung zusammentreffen, werden auch die Ergebnisse stimmen. Sie brauchen beides. Nun zum Beispiel. Als Schüler überlegte ich, Teile meines Studiums im angelsächsischen Ausland zu absolvieren. Wegen der Kosten kam das letztlich aber nicht in Frage. Es stand in einem Prospekt: „We expect our students to be fluent in both spoken and written English“. Anfang der 12 hatte ich eine 3+ in Englisch, da ich nichts tat. Motiviert von der Überlegung ergriff ich folgende Maßnahmen: Ich schaute konsequent jeden Abend um 22 Uhr die BBC World News, und ich abonnierte… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Selbst in der eigenen Muttersprache kommen immer wieder Worte vor, die man nicht kennt, besonders auch, was Fachtermini angeht. Ich habe in meiner Arbeit viel Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern. Auch kommt es vor, dass technische Dokumente aus oder in das Englische übersetzt werden müssen. Bei uns kommt es auf die Qualität der Übersetzungen an. Mein Chef vertraut mir diese Übersetzungen an, obwohl wir mit einem Übersetzungsbüro zusammenarbeiten. Das sollte genug darüber sagen, wie diesbezüglich meine Fähigkeit eingeschätzt wird. Und da kommen die Dinge zum Tragen, die Prof. Malik erwähnt hat: Arbeitsmethodik etc. Natürlich müssen Kinder so etwas lernen. Wenn eine… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Welche Zielsetzung haben also Schule und Ausbildung? Eine zu frühe Fokussierung auf Ergebnisse produziert wahrscheinlich viele üble Gefühle, wenn man erlebt, dass man halt Mathe oder Naturwissenschaften einfach nicht verstehen kann. Die Wertehaltung aber, alles zu geben und sich anzustrengen, ist universell. Wenn dann ein Kind seine Talente entdeckt, und mit dieser Wertehaltung der Leistungsorientierung daran geht, sie zu entwickeln, dann wird daraus auch etwas. Und dann wird es auch Ergebnisse geben! Ich wünschte, ich hätte diesen Unterschied nicht erst so spät verstanden. Meine Eltern legten nur Wert darauf, dass ich gute Schulnoten nach Hause brachten, und das tat ich… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Liebe Frau Brummer, was Ihre zweite Frage angeht, nämlich wie man Leistungsbereitschaft weckt, habe ich keine Ahnung. Vielleicht ist es eine Frage der Mentalität und des Temperaments. Das sind Eigenschaften, die sich sehr früh zeigen und sich im Leben eigentlich kaum verändern. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Wissbegier irgendwann entstanden wäre; ich bin immer so gewesen. Ich weiß auch, wie ich mich selber motivieren kann. Deswegen bin ich ja auch auf diesen Blog gestoßen, weil mich die wirtschaftlichen Zusammenhänge, insbesondere auch was das Geldsystem angeht, so sehr interessieren. Wenn ich nun ein Patentrezept wüsste, wie man andere motiviert,… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

Allerdings kann ich hier auch nur anekdotisch argumentieren. Ich bin kein Bildungsexperte und habe keinerlei systematische Studien in dieser Richtung betrieben. Ich habe nur eine ganze Menge Wissen ansammeln müssen, wie es nicht funktioniert, und kann mir natürlich nicht anmaßen zu meinen, wie man es für alle machen müsse. Es war für mich nur sehr faszinierend, das ganze Konzept des systematischen Erwerbs, der Optimierung und der Stabilisierung von Leistung vermittelt zu bekommen, und dass man bei der Konzeption der Entfaltung der sportlichen Fähigkeiten über Jahre hinweg die sensiblen Phasen der kindlichen Entwicklung zu berücksichtigen versucht. Ich fand das sehr überzeugend.… Read more »

Brummer, Birgit
Gast
Brummer, Birgit

Lieber A.I., danke für Ihre besonders ausführliche Antwort. Lassen Sie mich bitte zunächst auf der bilateralen Ebene bleiben. Gemeinsam sind wir hier mit vielen anderen, weil dieser Blog ein hervorragendes Weiterbildungs-Tool ist. Und ich sehe, jeder -wirklich jeder- freut sich über eine Interaktion, einen positiven Kommentar (besonders aus professoraler Feder)oder über ein Gefühl des besseren Verstehens. (=Motivation, hier zu bleiben). Ihr Posting, „Leistung zwar als Vorbedingung für Ergebnis zu sehen, wobei Ersteres unserem Einfluss unterliegt, das Zweite nicht unbedingt“, hat Klärung gebracht. Gern hätte ich mit Ihnen darüber einen vertiefenden Dialog geführt. Schade, dass Sie mir auf meine rhetorische Frage… Read more »

Brummer, Birgit
Gast
Brummer, Birgit

Leider, leider ist so eine Binse nicht der Alltag. Da werden Allianzen gebildet, „Stars“ gefördert und andere Leistungsträger landen auch mal im Abseits. Daraus folgt die dritte Ebene: Wie organisieren wir unser Bildungssystem, wie lassen wir Kinder eine Begeisterung für das Gelingen erleben? Gelingen als Ergebnis nach erbrachter Leistung. Auch begabte Kinder haben eine Arbeitsmethode, sie erkennen es nur nicht als solche. Jede Art der Konzentration im Unterricht z.B.erspart ihnen aufwändige Nacharbeit. Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu vermitteln, wie Ergebnisse zu erzielen sind, warum manchmal auch der Zweite als Gesamtpaket gewinnt (In der Produktentwicklung später z.B.), was dazu beiträgt,… Read more »

Max Gmür
Gast
Max Gmür

Meines erachtens zielt Leistungsorientierung zu wenig hoch, resp. verleitet zu sinnlosem handeln im Widerspruch zu „work smart not hard“. Am höchsten zielt wertorientiertes handeln. Es verleiht Sinn und bündelt Kräfte resp. formt schlagkräftige Teams mit fast unsichtbarer Hand. Leistung ist in diesem Umfeld kein Thema. Leistung passiert einfach. Und die Resultate sind meistens wuchtiger als irgend jemand zu Beginn es gewagt hätte zu denken, geschweige denn auszusprechen. Herr Malik war beseelt von der Idee Management zu professionalisieren. Der Rest ist einfach passiert. Verzeihung, Herr Malik, ich möchte ihre enormen Leistungen damit in keiner Weise geringschätzen. Aber habe ich im Kern… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

@Max Gmür
Aktivität oder Geschäftigkeit sind noch keine Leistung.
Ich bin für Leistungsorientierung, nicht für sinnlose Geschäftigkeit.
Resultate sind wichtig. Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass es anders sei.
Zu behaupten, dass nur Resultate zählen, halte ich für falsch. Es verleitet viele dazu, zu betrügen (nicht nur in der Schule) oder Statistiken zu schönen.
Denken Sie nur an die Drückerkolonnen im Strukturvertrieb. Da stimmt das Ergebnis, ja, aber wem ist denn geholfen? Und worin besteht die Leistung?
Ich kann hier nur Gedanken darlegen mit Ziel, sie zu kommunizieren. Aber darauf, ob Sie wirklich verstehen, was gemeint ist, habe ich keinen Einfluss.

A.I.
Gast
A.I.

Inwiefern habe ich einen Dialog verweigert?

A.I.
Gast
A.I.

Eben bin ich auf folgenden Artikel gestoßen, der thematisch gut in die Diskussion passt: Leistungsorientierung versus Ergebnisorientierung in der Bildung. http://www.forbes.com/sites/womensmedia/2014/03/03/the-surprising-activity-that-helps-you-reach-your-goals/ „Students received the instructions to visualize the good study habits that could lead to a good grade on the exam (habits), to visualize getting a good grade (outcome), or to visualize both the good study habits and the good grade (habits/outcome). Which group would you put money on as getting the best grades on the exam? Students in the habits group did better on their exams than students in either the outcome or the habits/outcome group.“ Man kann also… Read more »

A.I.
Gast
A.I.

PS. Im Forbes-Artikel wird ein Webseiten-Projekt erwähnt. Ich bin übrigens nicht der Meinung der Autoren, dass man mit mal 15 Minuten nennenswerte Ergebnisse produziert.
Meine persönliche Erfahrung deckt sich mit der Empfehlung Peter Druckers, dass man für den ersten Entwurf einen großen Zeitblock vorsehen soll, bis er steht, um dann inkrementell in kleinen Zeitblöcken weiter zu arbeiten.
Das nur am Rande.