Kopernikanische Wende… von Daten zu Erkenntnis

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Kopernikanische Wende… von Daten zu Erkenntnis

Die heutige Erkenntnissituation hat grosse Ähnlichkeit mit der Zeit von Nikolaus Kopernikus, der 1543 das Weltbild vom geozentrischen zum heliozentrischen revolutioniert hat. Aber das ist m. E. nicht die grösste Sensation, so grossartig und mutig seine Leistung war. Mir erscheint bei weitem wichtiger, dass Kopernikus dies ohne neue Beobachtungen oder Daten tat. Jeder hatte damals dieselben Daten. Kopernikus aber deutete sie anders.
Genau so ist es heute: Jeder hat dieselben Daten, sie rauschen täglich durch das Internet. Jeder kann daher gleich informiert sein. Nur wenige aber stellen die Frage: Was bedeuten die Daten?
99.9% lesen daraus Inflation und nur ein paar wenige Deflation. Genau das ändert aber das Weltbild – von falsch auf richtig. Mit Daten und Information allein geht das nicht, sondern nur mit Erkenntnis.

Von |2011-11-19T17:10:26+00:00November 19th, 2011|Allgemein, Deflation|35 Kommentare
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Jürgen Clasen
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Jürgen Clasen

Wie ich schon berichtete, ist mir im realen Leben, also da, wo ich mein Geld gegen Ware ausgebe, keine Deflation begegnet. Im Gegenteil, alles wird teurer, oft sogar dramatisch teurer. Weil ja bekanntlich, seit Euroeinführung, es hierzulande zu realen Einkommenverlusten gekommen ist, kann es übrigens nicht mehr lange gutgehen. In meinem Bekannten und Freundeskreis reagiert man schon. Versicherungen werden optimiert, Zeitungen eingespart, teure Sportarten abgewählt. Nur, man gibt noch nicht zu, das man wegen dieser Entwicklung immer mehr unter Druck kommt. Die Pensionsgesellschaften können bald ganz sicher nicht mehr das Versprochene erwirtschaften. Die Renditen aus sicheren Anlagen schrumpfen, Abschreibungen kommen… Weiterlesen »

Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

Ich habe den Artikel von Prof. Gunnar Heinsohn „Die Finanzkrise wirklich verstehen“ gelesen. Zitat:“ …So bekennt etwa der Würzburger Ordinarius Peter BOFINGER, einer der deutschen fünf Wirtschaftsweisen, im Mai 2009: „Wir haben sehr ausdifferenzier- te makro-ökonomische Modelle, sie haben nur einen Nachteil, es gibt [in ihnen] kei- nen Finanzsektor.“ … H A L L L O O O O ?!!! Keinen Finanzsektor??!! Das heißt ja dass die Mainstream-Ökonomen allesamt nicht alle Tässchen in der Vitrine haben! Für mich als Laien hört sich die Argumentation von Prof. Heinsohn sehr plausibel an. Dass Herr Prof. Malik seiner Sicht der Dinge voll zustimmt… Weiterlesen »

Josef Walzer
Gast

Am Wochenende hatte ich Kontakt mit politisch interessierten und man möchte glauben, gut informierten Meschen. Doch die Leute sind ihrem traditionellen „Weltbild“ treu und hängen am Mainstream. Informationen, die nicht in dieses Schema passen, werden ignoriert oder gar abgelehnt. Das ist bequem, weil man nicht groß nachdenken muss.
Wenn ich heute morgen lese, dass Rohstoffwerte die größten Abschläge im Eurostoxx wegen gesunkener Metall- und Ölpreise haben, passt das nicht so gut ins Inflationsszenario.

Josef Walzer
Gast

Herr Prof. Malik, selbstverständlich weiß jeder, der Ihren Blog besucht, wofür Sie seit mehr als einem Jahrzehnt stehen bzw. wovor Sie Ihre Leser warnen..
Ich spreche zum Beispiel von vielen Investoren, die nach wie vor viel Geld in überwiegend fremdfinanzierte Vorsorgewohnungen stecken und die Immoblienpreise hochtreiben. Und die Banken finanzieren diese gerne.