Kurzfristige Schwankungen vs. Basis-Szenario

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Kurzfristige Schwankungen vs. Basis-Szenario

Medien sind fast ausnahmslos auf Tagesereignisse ausgerichtet. Dort stehen also kurzfristige Veränderungen im Fokus. Meine Szenarien hingegen enthalten die grundlegenden, langfristig vorherrschenden Tatsachen und Trends. Auch manche Blogleser reagieren häufig auf Tagesereignisse.
Ob die Aktienkurse ein paar Prozente hinauf oder heruntergehen, ist aber nur unter bestimmten Voraussetzungen wichtig, sonst hingegen nicht. Viel wichtiger ist aber, ob wir auf Inflation oder Deflation zulaufen, auf Wachstum oder Depression, auf „Sommer“ oder „Winter“. Prognosen dieser Art sind in meinen Szenarien enthalten. Das ist allein schon deshalb viel wichtiger, weil die Bedeutung von kurzfristigen Schwankungen und Tagesmeldungen überhaupt erst erkannt werden kann, wenn man die grundlegenden Trends kennt.
Ein Beispiel: Auch im Herbst kann es längere Perioden schöner Sonnentage mit sogar steigenden Temperaturen geben. Dennoch geht es auf den Winter zu und nicht auf den Sommer.

Von |2012-01-23T07:54:05+00:0023.01.2012|Allgemein, Deflation|51 Kommentare
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Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

„Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent.“John Maynard Keynes. Nun, wir hatten ja auch im Jahre 2003 eine Bärmarktrallye. Ich erinnere mich genau. Verständige Experten sprachen von einen Echoblase, die bald platzen würde…Dieses Echo erreichte das Ausgangssignal von 2000. Wie überhaupt, die Märkte sehr viel höher und natürlich auch tiefer laufen, als man „vernünftigerweise“ annimmt. Auf der Longseite gibt starke Unterstützer. Fonds, Regierungen, Notenbanken. Weiter bemerkenswert, wenn man Ihre Szenarien zu Grunde legt, beispielsweise die Plangen von Daimler, die ihre Produktion bis 2020 verdoppeln wollen und die dann auf eine mindestens halbierte Nachfrage stoßen würden. Das wird „den… Weiterlesen »

Herbert Zech
Gast
Herbert Zech

Sehr geehrter Herr Malik, m. E. wurden durch die Konjunkturpakete vorwiegend gesunde Märkte gestützt. Dies hat bei funktionierden Märkten zu einer Überhitzung der Märkte und zu jährlichen Preissteigerungen im Sachgüterbereich (Liegenschaften, vorgezogene Sanierungen, Luxusgüter etc.) geführt. Auch aus Angst, das Geld zu verlieren bzw.,dass sich das Geld laufend entwertet, wurde viel in Sachwerte investiert (Flucht in Sachwerte). Tatsächlich ist der Geldwert eher stabil geblieben, während sich die Sachwerte in den letzten Jahren unnatürlich eintwickelt haben, d.h. ein Sachwert von 100 hat sich zb auf 115 entwickelt, während der Geldwert bei 100 geblieben ist. Real betrachtet muss ich heute für einen… Weiterlesen »

JB
Gast
JB

Hört man sich im Bekanntenkreis um stösst man fast immer auf folgende Ansichten: -Deflation niemals und Betongold war ja schon immer sicher -Jeder erinnert sich gut an die Inflationsperioden nach den Kriegen , keiner kennt 1929 -Wachsende Frustration in vielen Organisationen, vor allem auf Managementlevel Die Leute sind durch ihre früheren Lebenserfahrungen und durch die widersprüchlichen und oftmals abstrusen Aussagen der Medien völlig desorientiert. Auf der einen Seite merken sie, dass etwas „im Busch ist“, und fürchten sich davor, aber auf der anderen Seite sind sie auch nicht offen für „out of the box“ Diskussionen wie Malik sie bietet. Dafür… Weiterlesen »

Sascha
Gast
Sascha

Lieber Prof. Malik, die Tagesereignisse in den Medien und/oder die sog. Experten machen es aber mir zum Beispiel oft schwierig im Umfeld bei dem Thema noch ernst genommen zu werden. Der überwiegende Teil geht von einer Inflation oder einem ‚weiter so‘ aus und andere Meinungen gelten nicht. Deflation? Ein leichtes Kopfschütteln ist dabei noch die höfliche Art der Ablehnung. Eine Zeitlang empfand ich das als so belastend, dass ich aufgehört habe Mainstream, Tagespresse etc. in meinem Umfeld bei gegebenen Anlässen zu diskutieren. Die seltenen’Gesinnungsgenossen‘ erkennt man dafür meist schon nach wenigen Minuten. Der allgemeine Herdentrieb macht es einem halt nicht… Weiterlesen »

Sascha
Gast
Sascha

Anbei möchte ich kurz ein aktuelles Beispiel anfügen. Thomas Mayer, seines Zeichens Chefvolkswirt der Deutschen Bank, warnt vor einer Verschärfung der Finanzkrise und meint…“Die mögliche Folge wäre eine Hyperinflation“.
Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/eurokrise-deutsche-bank-volkswirt-warnt-vor-kollaps-des-geldsystems/6104372.html

A.I.
Gast
A.I.

Das ist genau die Art von völlig nichtssagender Berichterstattung, die mich seit Jahren irritiert.
Vertrauen in private Finanzen zerstört, Vertrauen in Staatsfinanzen zerstört, also Hyperinflation.
Ökonomie neu denken, mal „aus dem Fenster sehen“.
Ich bin von der Ausbildung her ein Wissenschaftler. Wenn mir nun jemand den Vorschlag, sein Denkmodell ab und zu mal gegen die Realität abzugleichen, als neue, revolutionäre Erkenntnis verkauft, dann erweckt das bei mir keinen Respekt.
Mal abgesehen davon, dass ich die Kausalitätskette zwischen zerstörtem Vertrauen und Hyperinflation nicht verstanden habe. Wahrscheinlich bin ich einfach zu blöd.

Jürgen Kusche
Gast
Jürgen Kusche

Wenn man Klaus Schwab(Davos)zuhört, dann schreit die Welt nach neuen Sytemen.
Maliks Syntegration scheint dort wohl noch nicht angekommen zu sein. Eigentlich nur der Beweis, wie irrational die Welt noch immer agiert.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

“Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent.”John Maynard Keynes. Ich bevorzuge anschauliches: Es ist eine Tube Senf. Sie ist nur noch zur Hälfte gefüllt. Man weist zu recht auf den Mangelzustand hin, der demnächst auftreten wird. Nun gibt es aber Tubendrücker, denen der Zustand ziemlich egal ist. Sie versprechen: Senf für alle! Und sie haben Helfer in den Notenbanken. Gerade hat die Wichtigste davon quasi Nullzins bis 2014 angekündigt. Vorher hat man von einem Greenspan Put gesprochen. Der Nachfolger begibt jetzt auch diese Garantie. Wir müssen jetzt fassungslos zusehen wie auf eine völlig verrückte Sache, die Allerverrückteste drauf… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Erlaube mir den Hinweis auf:
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/euro-krise-die-grenze-fuer-ezb-anleihekaeufe-ist-der-himmel/6116412.html
„Die Grenze für EZB-Anleihekäufe ist der Himmel“
Was heißt das alles? Irgendwo und irgendwie wird die EZB die monitäre Aggregate auf Expansion bringen. Zinsen senken, direkt oder indirekt Anleihen kaufen. Legal, illlegal, sch…egal. Gegen einen weiteren Anstieg des DAX bzw der EM gibt es wenig Gründe. Aktienpreise sind in erster Linie von Kreditaufblähung determiniert. Die miesen Kredite landen alle ausnahmslos in dem EFSF bzw ESM in der BB und in der EZB. Garantiert wird es Wachstumsprogramme geben, weil ja Wachstum so wichtig ist. Auf Pump versteht sich. Wir müssen verstehen, das nach tot, noch mausetot kommt.

chris-k
Gast
chris-k

Guten Tag Hr. Prof. Malik,
sollte es den alten Methoden doch gelingen das ganze wieder in ein Wachstum zu drehen, wie groß sehen Sie dann die Gefahr eine Hyper-Inflation um die Schulden zu senken? Oder ist dann eher von einer „normalen“ Inflation von 2-3% p.a. auszugehen? Und wodurch würden sich diese beiden Szenarien erkennen lassen?
Vielen Dank,
C. Knotz

H.H. Beyer
Gast
H.H. Beyer

Herr Professor Malik, Sie haben Ihr Unternehmen „ Edmund Malik „ zu großem Erfolg geführt – in einer Gesellschaft, die das vermeindliche Wissen sucht. In Ihrem Beitrag (Stuttgarter Zeitung 28.01.2012) begeben Sie sich u.a. aber abschließend auf die Ebene einer Empfehlung für den einzelen Menschen wie er sein Vermögen werthaltig retten und sogar möglicherweise vergrößern kann. Abgesehen, daß der von Ihnen gemachte Vorschlag m.E. nicht Ihrem Wissensniveau entspricht und auch m.E. aus vielen komplexen Zusammenhängen und Auswirkungen unsinnig ist – ist es wirklich so, daß Sie in dieser Interessengruppe Ratschäge solcher Art geben wollen ?? Das beigefügte Bild unterstreicht in… Weiterlesen »

Constantin
Gast
Constantin

Guten Abend Prof. Malik,
ich habe ihren Blog und die Management Letter gelesen und das Basis-Szenario nun in einem Chart abgebildet.
http://img252.imageshack.us/img252/1044/daxvorschaujpg2012.jpg
Ihre Argumente sind einleuchtend, die Einsicht dass Deflation viel wahrscheinlicher als Inflation ist, ist da.
Das Timing für die Fahrt nach unten ist diffizil, es wird ein großes Ereignis brauchen; vielleicht ein „CDS-Triggern“ wenn die Griechen sich nicht auf die Rückzahlung/Umschuldung für die März-Anleihe einigen und es Versicherer/Banken zerhaut, die dort (zu viel) spekuliert haben.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Die Hausse in ihrem Lauf, hält weder Ochs moch Esel auf… Es gibt einfach eine Menge Aktien, die mit ihren Renditen die Bunds alt aussehen lassen. In der jetzigen Phase kann der gewöhnliche Fondmanager ja auf den Gedanken kommen, dort Gewinne mitzunehmen, um dann in diese Dividendenpapiere zu investieren. Dann geht es noch eine ganze Weile so weiter. Es ist ja nicht ihr Geld was sie dafür einsetzen. Deflation ? Welche Deflation ? Ich muss noch schnell ein paar Aktien kaufen, die inflationieren, werden ständig teurer. Von diesem Kuchen wollen wir alle naschen. CDS auf Griechenanleihen ? Wer den Käse… Weiterlesen »

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