Mit Deflation wird alles sonnenklar

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Mit Deflation wird alles sonnenklar

Die gesamte herkömmliche Ökonomen-Denkweise ist unbrauchbar für die Erklärung der Wirtschaftslage. Sobald man im Kopf aber auf Deflation umstellt, wird alles sonnenklar. Dies steht bereits x-mal hier im Blog.
Was ist Deflation? Deflation ist die Vernichtung aller Schulden durch Gläubigerenteignung. Für den Ablauf dieses Prozesses gibt es verschiedene Möglichkeiten, die auch alle zugleich vonstatten gehen können. Alle Wege enden am selben Punkt: Forderungen sind uneinbringlich. Deren Besicherungen sind wertlos. Die Besicherungen waren einmal „wertvollste“ – besser: höchstpreisige – Sachwerte. Nun wird alles zu Ramsch. 100 Jahre Ökonomie – ausgenommen Schumpeter und Heinsohn/Steiger – sind Müll der Geschichte. Akzeptiert man das, wird alles sonnenklar, der Kopf wird frei von Ballast und kann neu denken.

Von |2012-07-14T09:41:55+00:00Juli 14th, 2012|Deflation, Gläubigerverzicht|79 Kommentare
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A.I.
Gast
A.I.

So schlüssig das für mich klingt, so schwer hat man es, wenn man das mit dem durchschnittlichen BWLer oder VWLer diskutieren will. Ich habe manchmal den Eindruck, bei diesen Fächern handele es sich mehr um Religion als um alles andere. Haben Sie schon gehört, dass in den südlichen Ländern bereits Barzahlungen über 2500 Euro verboten werden sollen? Was halten Sie von diesen neuen berührungslosen Geldkarten, mit denen man Beträge bis 20 Euro zahlen kann – angeblich, um dem Handel „Arbeit abzunehmen“. Wenn sich das flächendeckend durchsetzt – heißt das nicht etwa nichts anderes, als dass die Geldschöpfung komplett in die… Weiterlesen »

Florian Linse
Gast
Florian Linse

Steve Keen, ein australischer Ökonom, dessen Arbeiten stark auf Schumpeters und Minskis Theorien aufbauen, hat einen Vorschlag, wie die deflationäre Phase abgekürzt werden könnte. Er würde jedem Bürger einen Betrag (z.B. € 50.000,-) aufs Konto gutschreiben, mit der Auflage zuerst die Schulden zu tilgen. Er nennt das ein „Modern Jubilee“. Das hätte zur Folge. 1. Reduzierter Schuldenstand. 2. Nicht-Schuldner bekommen Cash, das wirkt als Konjunkturhilfe. 3. Die Bankaktiva bleiben gleich, aber die Verteilung ändert sich von Kredit-Aktiva zu Cash-Aktiva. 4. Infolge sinken die Bankgewinne. 5. Einkommen aus ABS (Asset Backed Securities) sinken, weil ein grosser Teil der besicherten Schulden ja… Weiterlesen »

Blum
Gast
Blum

@ Herren Linse und Malik, bisher werden ausschließlich Gläubiger der Schuldner bedient, Rettungsgeld fließt zu den Rettern, die ihre Saldi später als befürchtet rot sehen. Sobald jedoch Nichtschuldner Geld sehen, wird die Realwirtschaft angekurbelt, sofern diese das Geld ausgeben. Bringen sie es zur Bank, werden sie ja Gläubiger und nicht Konsumenten. “Rettungs-”Kopfgelder für Nichtschuldner (Private und Organisationen), das beschenkt die großen Gläubiger nur unwesentlich und hilft denen, die sich der Droge Schuldenmachen verschlossen haben. Bisher werden doch die Schuldner als die armen Hunde bezeichnet, denen zu helfen sei. Sind es nicht die anderen, die den Karren wieder aus dem Dreck… Weiterlesen »

Sänze
Gast
Sänze

Lieber Herr Malik, mich würde intressieren inwieweit, der Zentralismus – die zentrale Steuerung von Prozessen – ob sozial oder wirtschaftlich – Einfluß auf die wirtschaftliche Zerstörung bzw. die Vernichtung von „Wert“ bzw. „Sinn“ hat. Nach Luhmanns Theorie sozialer Systeme, sind Systeme generell als reine Kommunikationssysteme zu betrachten, die mit Sinn als zentralem Element operieren und die Sinn transportieren. Was sie selbstgenerierend und selbstorganisierend macht und der Mensch als Teil dieser Umwelt Trägermedium. So gibt es unter manchen Archäologen die Theorie, je komplexer eine Gesellschaft wird, desto höher steigt der Grad der Kontrolle. Oder anders ausgedrückt, je komplexer eine Gesellschaft, desto… Weiterlesen »

Stefan Prosch
Gast
Stefan Prosch

Herr Malik,
zuerst einmal Komplimente für Ihre konsequente Linie und Meinung in den vergangenen Jahren, welche Sie konsequent und häufig gegen die breite Meinung vertreten haben und vertreten.
Wenn ich Sie richtig zitiere, sehen Sie ja einen deflationären „Schock“ auf uns zukommen.
Ray Dalio (dessen „Template of understanding“ ich sehr schätze und lesenswert finde) sieht in den USA ein „beautiful deleveraging“.
Kann dies für Europa ebenfalls zutreffen und somit ein „deflationärer Schock“ noch abgewandt werden?
– A Template of Understanding: http://www.zerohedge.com/news/ray-dalio-how-economic-machine-works-october-2011
– America is executing a beautiful deleveraging: http://www.businessinsider.com/ray-dalio-america-beautiful-deleveraging-2012-5

Thomas Marschik
Gast
Thomas Marschik

Das System braucht nicht mehr Geld, sondern das Geld braucht mehr System. In der traditionellen und leider aktuellen ökonomischen Diskussion neigen wir dazu von Märkten, oder ähnlichen Konstrukten zu sprechen. Wortgebilde die uns den Blickverstellen und den Nährboden für kausale Irrläufe bereiten. Stellen Sie heute in einer „ Fachwelt“ angefangen vom Hörsaal eines führenden Lehrstuhles für angehende Ökonomen oder auch in den Führungsetagen unser er Entscheider einmal folgende simple Frage: Wie viele Tiere jeder Spezies nahm Moses mit auf die Arche.? Ihnen wird auf diese leichte Frage relativ schnell und spontan, ZWEI geantwortet. Zweifeln sie nun dieses an und fordern… Weiterlesen »

Thomas Marschik
Gast
Thomas Marschik

Teil 2 Schauen Sie sich doch die Frage noch einmal an und schreiben Sie jedes Substantiv heraus. Orden Sie nun jedem Substantiv den Kontext zu, der ausschließlich für dieses Substantiv gilt und sie werden Sehr schnell erkennen, das im Kontext der Arche Moses nicht in Erscheinung tritt sondern Noah und im Kontext von Moses auch nicht die Arche. Wir sind ein Opfer unserer (menschlichen) Denkweise geworden, die auf einer „fälschlichen Kausalität! beruht. Alleine die Tatsache das auch Moses ein alt-biblischer Akteur ist verstellt uns vorschnell den Blick auf das wesentliche. Im heutigen System der Ökonomie diskutieren wir über das System… Weiterlesen »

Thomas Marschik
Gast
Thomas Marschik

Teil 3 Machen Sie sich hierbei jedoch immer bewusst, das es bei einem von Menschenhand geschaffenem System immer die neurologische Triebhaftigkeit (Motiv/Motivation) ist, die eine Ausrichtung des Systems bestimmt und leider nicht die pure Logik der Systemik, auch wenn ich letztes begrüßen würde. Es wäre alle Ökonomen und Entscheidern zu raten einmal einen umfangreichen Exkurs in die Neurowissenschaften zu tätigen und sich erst im Anschluss wieder systemischen Denkmodellen zu zuwenden. Schlussbemerkung: Auch nach dem gemachten Ausführungen mag es immer noch Leute geben, die der Meinung sind, das es doch Moses war der je zwei Tiere mit auf die Arche nahm.… Weiterlesen »

A.I.
Gast
A.I.

Ich finde diese Sichtweise ebenfalls absolut inakzeptabel, aber ich habe den Verdacht, dass manche, gar an einflussreicher Stelle, sich eben diese Sichtweise zueigen machen – gerade in Deutschland.

A.I.
Gast
A.I.

Vielleicht sind die bisherigen Krisenmaßnahmen ja höchst effektiv.
Vielleicht nur nicht im Sinne der Allgemeinheit.
DAS wäre auch eine mögliche Sichtweise.

B.M.
Gast
B.M.

Herr Ludwig,
offensichtlich werden kritische d.h. non-konforme Einschätzungen zu HS in diesem Blog aufgrund von strikter Interessengebundenheit unterdrückt. Vielleicht kann sich der Blog-Wart hier ja dazu durchringen, die an Sie gerichteten Informationen weiterzuleiten. Ich kann Ihnen auch gerne weitere seriöse Quellen nennen, in denen die Eigentumsökonomik demaskiert wird. Den Blog hier habe ich bisher trotzdem als nützlich wahrgenommen. Hätte allerdings nicht erwartet, dass man an einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung garnicht interessiert ist, sondern nur seine eigenen Sichtweisen bestätigt haben will. Daher verkommt dieser Blog zu einer reinen Sektiererei und ist daher als Diskussionsplattform unbrauchbar geworden.

Frank D.
Gast
Frank D.

Dieser Blog ist offensichtlich eine Fan-Gemeinschaft von Heinsohn-Jüngern. Welch Geistes Kind dieser ewig Studierende ist, können Sie in verschiedenen Gastbeiträgen des Herrn Professors lesen. Er verbreitet das gleiche Gedankengut wie Sarrazin. Er betrachtete Kinder von Hartz IV Empfängern als bildungsfern und tritt dafür ein, deren Vermehrung politisch zu verhindern. Von Heinsohn wird also allerschlimmstes Gedankengut verbreitet. Gegen ihn sollen sogar mehrere Strafanzeigen wegen Volksverhetzung gestellt worden sein. Und solch ein Neo-Nazi bekommt in diesem Forum hier solch eine Beachtung ? Herr Malik, Sie sollten sich wirklich schämen, solche Leute hier zu vergöttern. Gegen Ihren Blog werden wir jedenfalls mit allen… Weiterlesen »

A.I.
Gast
A.I.

Mike Hudson, der die Subprime-Krise 2006 kommen gesehen hat und in diesem Artikel
http://michael-hudson.com/wp-content/uploads/2010/03/RoadToSerfdom.pdf
den deflationären Mechanismus im Mai 2006 beschrieben.
Er erwähnt übrigens auch, dass reales Wachstum in S-Kurven verläuft.
Hudson schlägt vor, das Problem u.a. durch massive Schuldenabschreibungen zu beseitigen.
„This entails, for starters, writing down the debt overhead. That is what created the German Economic Miracle of 1948: the Allied Monetary Reform that wiped out debts over and above minimum working balances, and wages debts owed by employers to employees.“
In der Tat, warum soll man Forderungen aus Zockereien von staatlicher Seite aus erfüllen?

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Man fragt sich, wie man am besten mit der Krise umgeht. Nun, jeder mag seinen eigenen Weg finden. Ich lege die Beine hoch bei einem kalten Drink (Holunderblütensirup/Limettensirup,Limettenscheibe, Minzblatt, eiskaltes Mineralwasser). Ein paar gesalzene Nüsse machen sich gut dazu. Dann gehe ich die Tagesmeldungen durch, was durch die Bank mein Gemüt erheitert. GR wird bis zum bitteren Ende unterstützt, oder dann doch nicht, vielleicht aber auch beides. Hoho, die politischen Clowns führen große Zirkuskunst vor. In der Tiershow werden die ewighungrigen Bankraubtierchen gefüttert. Den Wärtern ist nichts zuviel. Sie nehmen sogar dafür Kredit auf. Dann treten die Akrobaten auf. Das… Weiterlesen »

Dominik Lux
Gast

Finden Ihre Blog sehr inspirativ und erfrischend. Vielen Dank an dieser Stelle für Ihre interessanten Posts. Bemerkenswert finde ich auch Ihre Ruhe und Ihre Antworten auf mach unangenehme Kommentare hier.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Neuer Spiegeltitel :
„Vorsicht, Inflation!“
Typischer Massenblattcontraindikator?

CP Seichter
Gast
CP Seichter

Die Eigentumsökonomik von Heinsohn/Steiger erklärt die aktuelle Situation tatsächlich deutlich besser als alles, was ich von der Uni her gelehrt bekam. Gibt es aber Lösungen, wie wir aus diesen systemimanenten Wachstums-Krise-Zyklen dauerhaft entkommen können oder müssen wir uns damit abfinden, alle paar Jahrzehnte eine Art Neustart durch massive Eigentumsumverteilung zu erdulden? Da durch den Zins als Eigentumsprämie bei funktionierender Wirtschaft nach der Begleichung des Gläubiger-Schuldner-Kontrakts immer ein Mehr übrigbleibt (der Zins) als vorher war und dieses Mehr sich exponentiell steigert muss die Eigentumsmehrung (Innovationsfähigkeit) ebenfalls exponentiell steigen. Aufgrund natürlicher S-Kurven wird dieses Tempo irgendwann zu groß = nächste Krise. Wie… Weiterlesen »

Herbert S.
Gast

Wenn die Berechnungen des Club of Rome stimmen – und da hat ja auch Prof. Vester mitgearbeitet und sie kommen auch nach 40 Jahren der Anpassung noch immer auf das selbe Ergebnis – dann wird es mit der bisherigen Lebensweise rund um 2050 zu einem Totalcrash kommen. Es reicht daher nicht nur einen Sektor anzusehen, sondern wir haben noch eine ganze Reihe von großen Herausforderungen zu meistern.

Herbert S.
Gast
Herbert S.

Der Komplexitätsforscher John Casti spricht in seinem aktuellen Buch, „Der plötzliche Kollaps von allem: Wie extreme Ereignisse unsere Zukunft zerstören können“ auch ganz offen von der Deflation. Hier einige Auszüge: X-Event 11: Die große Entflechtung – Globale Deflation und der Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte (Casti, 2012, S. 294ff) „Meine Darstellung läuft auf die Schilderung eines Deflationssturms hinaus, der sich am nicht allzu fernen Horizont zusammenbraut; ein solches X-Event droht die gesamte Weltwirtschaft in ein unkontrolliertes Trudeln zu stürzen, aus dem sie erst nach Jahrzehnten wieder herausfinden würde.“ „Das System hat eine tödliche Schwäche. Wenn ein Problem auftrat, glaubte stets jeder der… Weiterlesen »

Herbert S.
Gast
Herbert S.

Fortsetzung: „Die Komplexitätslücke zwischen Finanzsystem und Aufsicht wächst immer noch.“ „Ein globaler Zusammenbruch der Finanzmärkte wird mit jedem Tag wahrscheinlicher.“ „Die Wirtschaft steht am Rand einer massiven Deflationsspirale.“ „Die Menschen sind also gezwungen, mehr zu sparen und weniger auszugeben. Senkt man die Steuern, um den Konsum anzukurbeln, oder erhöht man die Steuern, damit die Anleihekäufer zufrieden sind? Beide Alternativen führen letztlich zur Deflation und zum wirtschaftlichen Zusammenbruch.“ „Wörtlich genommen ist Deflation schlicht das Gegenteil von Inflation: kein Preisanstieg sondern ein Preisverfall, verbunden vielleicht mit einer Kreditklemme und einer Abnahme der verfügbaren Geldmenge.“ „Das Hauptproblem ist die „Deflationsspirale“, wie sie oft… Weiterlesen »

Herbert S.
Gast
Herbert S.

Fortsetzung: „Die Deflationsbekämpfung besteht nicht nur darin, Geld in das System zu pumpen. Die Lösung ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern mindestens ebenso stark auch psychologischer Natur.“ „Deflationäre Märkte brauchen eine sehr lange Erholungszeit.“ „Die japanische Wirtschaft geriet Anfang 1990 in eine Deflationsspirale, aus der sie bisher nicht wieder herausgekommen ist. Der Durchschnittspreis für ein Wohnhaus liegt derzeit auf dem gleichen Niveau wie 1983. Japan hat eine Staatsverschuldung von rund 200 Prozent des BIP.“ „Was hat die japanische Regierung unternommen, um aus der Spirale herauszukommen? Sie unternahm genau das, was die Regierungen im Westen jetzt ebenfalls tun. Der Preis für Grund… Weiterlesen »

Herbert S.
Gast
Herbert S.

Fortsetzung: „Der österreichische-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Joseph Schumpeter prägte den Begriff „kreative Zerstörung“ für einen Prozess, in dem überholte, nicht mehr notwendige Bestandteile einer Wirtschaftsordnung zerstört werden und Platz für innovative Formen von Produktion und Konsum machen. Derzeit befinden wir uns in der Zerstörungsphase von Schumpeters Bild: Die globalen Finanz- und Wirtschaftssysteme aus der „alten Welt“ der nach dem Zweiten Weltkrieg festgelegten Strukturen und Regeln für wirtschaftliche und gesellschaftliche Abläufe verwandeln sich in die zukünftigen Standards für die erste Hälfte des 21.Jahrhunderts. Im Augenblick besteht das Problem darin, dass niemand genau weiß, wie die neue Struktur aussehen wird. Nur eines ist sicher:… Weiterlesen »