Bedeutet das was? Niedrigste Liquidität – Höchste Margin Debts

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Bedeutet das was? Niedrigste Liquidität – Höchste Margin Debts

Zwei bisher so gut wie zwingende Voraussetzungen für historisch dramatische Aktienkurs-Abstürze sind erneut wieder so oder noch stärker erfüllt wie zuvor.
In den USA ist die Liquität der Funds auf einem historischen Tiefststand. Nur 1929 und im Juli 2007 war die Liquidität noch schlechter. Kurz darauf folgten dramatische Abstürze der Aktienbörsen. Die wichtigsten potenziellen Käufer von Aktien haben leere Kassen. Sie sind schon voll investiert und haben keine Reserven mehr, um noch mehr zu kaufen. Aber nicht nur sind die Kassen leer.
Gleichzeitig waren auch die Kredite für Aktienkäufe noch nie so hoch wie heute. Die bisher erzielten Anstiege der Aktienkurse sind also massgeblich dadurch entstanden, dass man sie auf Schulden gekauft hat und nicht dadurch, dass es der US-Wirtschaft so gut gegangen wäre.
Die Kursrückschläge der letzten Wochen werden gerne mit Russland-Ukraine-Krise, Nahostturbulenzen und anderen externen Faktoren erklärt, mit Verunsicherung und Vertrauensmangel. Im Vergleich zu den obigen beiden Faktoren sind dies eher unbedeutende Einflüsse. Nur medial erhalten sie mehr Gewicht, als die nüchternen Zahlen der inneren Verfassung der Aktienmärkte.
Wenn die Aktienmärkte anhaltend zu sinken beginnen, ist das deflationär, egal was Notenbanken und Medien dazu behaupten mögen.

Von |2014-08-16T16:41:17+00:00August 16th, 2014|Deflation, Finanzmärkte, Inflation|22 Kommentare
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Wolfgang Pfeifenberger
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Wolfgang Pfeifenberger

Ich lese die Wirtschaftspresse mit wachsendem Widerwillen. Jeden Tag wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Man fühlt sich eher verwirrt als informiert. Häufig wird versucht den Leser zu beruhigen. Beispielsweise wird Spanien als ein Patient in der Erholungsphase dargestellt. Bei genauerem Hinsehen stellt sich dann aber heraus, dass er unter exponentiell wachsender Staatsverschuldung leidet. Die von ihnen angesprochene Konjunktur auf Pump wird in ihren fatalen Konsequenzen nirgends konsequent analysiert. So ist garantiert, dass sich beim nächsten Crash alle wieder verwundert die Augen reiben werden.

Frank
Gast
Frank

Ist das KGV vieler deutscher DAX-Konzerne nicht noch halbwegs im Rahmen?

Dr. H. Mertens-Marschall
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Dr. H. Mertens-Marschall

Sehr geehrte Herren Professoren Malik und Heinsohn, sehr geehrter Herr Pfeifenberger u.a., Ich danke für Ihre fundierten und differenzierten Analysen und Stellungnahmen. Unsere Gesellschaft ist in allen Bereichen nach den Prinzipien des größtmöglichen Klamauks organisiert. Nach dem Wahlslogan eines der größten deutschen (niederländischen) Politikers, Horst Schlemmer (alias Hape Kerkeling):“ Mehr von allem für jeden!“ wird eine Wohlstandscheinwelt entworfen, die so schon lange nicht mehr besteht und auch durch die EZB nicht kreiert werden kann. Als letztes stürzen dann noch die Potemkinschen Dörfer ein. Die Gewissheit, mit der die jungen Finanzschnösel von UBS, RBS und SG täglich auf n-tv verkünden, wie… Weiterlesen »

Michael Gassner
Gast

Letztlich wird Fremdkapital durch mehr Eigenkapital ergänzt warden müssen, sonst sehe ich nicht viel Auswege. Wann allerdings die Aktienbörsen versagen, ist schwer sichtbar – wohin sollte als nächstes das Zentralbankgeld gehen, welches sicher erneut geflutet wird? Seit 2009 sind die Weltkurse ja etwa 60 % rauf. Ein erneuter Boom an den Rohstoffmärkten? Die Realwirtschaft kann solche Mittel nicht schnell absorbieren.
http://www.onvista.de/index/charts.html?ID_NOTATION=3193857&TIME_SPAN=10Y&VOLUME=1&TYPE=LINE&SCALE=abs&DISPLAY_TYPE=LINE&SUPP_INFO=0&AVG1=0&AVG2=0&ID_NOTATION_COMP1=0&ID_NOTATION_COMP3=0&ID_NOTATION_COMP4=0#chart_01

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

„Europa zahlt einen enormen Preis“ http://www.handelsblatt.com/politik/international/nobelpreistraeger-stiglitz-kritisiert-sparpolitik-europa-zahlt-einen-enormen-preis/10358162.html Der Herr Nobelpreisträger hat wohl zu heiß gebadet. Möge er doch in der Sache vorrangehen und für die Schulden seiner Nachbarn garantieren und sie im Default großzügig bezahlen. So dann, sorgt er dafür, das die Milliardäre in den Problemländern für die Schulden der Heimat zur Ader gelassen werden, wenn sie nicht von sich aus ihrer moralischen Verpflichtung nach kommen und das Vaterland retten. Die übrige Empfehlung, die Party durch noch mehr Schulden am Leben zu erhalten ist auch ein großer Geistesblitz. Den Nobelpreis hat er erhalten für die Analyse von Märkten mit asymmetrischer Information.… Weiterlesen »

Max Gmür
Gast
Max Gmür

Wie hier von Herrn Malik immer wieder pobagiert „nur bares ist wahres“: Cash at Berkshire Hathaway stood at just over US $55 billion at the end of June, a record high and 21/2 times the level Buffett had said in the past he liked to keep on tap to meet extraordinary claims at his insurance businesses. It was also up more than 50 percent year on year. Buffett’s green pile was in sharp contrast to individual investors, who had cut cash in portfolios to 15.8 per cent, a 14-year low, the July asset allocation survey from the American Association of… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Die Nobelpreisträger in Lindau sind darauf gekommen, das der Euro schädlich ist. Herr Draghi scheint von der Sparpolitik nicht mehr viel zu halten und hat unter dem Tisch wohl schon QE auf die Spritze gezogen.
Wie sehe ich das ? Es gibt nun mal viele Armleuchter auf der Welt. In Lindau und in Jackson Hole ist die Armleuchterdichte besonders auffällig.
Schönes WE.

Wolfgang Pfeifenberger
Gast

Wolfgang Münchau vom Spiegel hat jetzt die Konsequenz gezogen: Entlasst die Ökonomen, denn sie wissen nicht was sie tun!
Leider mit der falschen Begründung. Der Schmetterlingseffekt hat zwar Einfluss auf ein Systemverhalten. Davor muss aber ausreichend brennbares Material = Schulden angehäuft worden sein, um eine Kettenreaktion auszulösen. Wolfgang Münchau nimmt auch nicht wahr, dass mit der Eigentumsökonomie schon längst ein brauchbarer Kandidat für die Beantwortung der Frage „Wie konnte in Japan eine Deflation entstehen?“ existiert. Ansonsten ist der Artikel der Befreiungsschlag, der schon spätestens 2008 notwendig gewesen wäre.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/wolfgang-muenchau-ueber-fehler-in-prognosen-der-oekonomen-a-986405.html

beazt
Gast
beazt

Die Übernahme der Politik geht ihrer Vollendung auch in Europa entgegen.
Angefangen mit Monti und Draghi, gestern Finanzminister von Frankreich und heute BlackRock als EZB-Berater
sind die Vorboten der finalen Finanzschlacht des untergehenden Systems.
Demokratie hat schon längst kapituliert in der intransparenten Welt des Geldes (= Schulden).
Da muss man nur die Masse täglich beobachten, um zu wissen, dass es ein leichtes Spiel ist.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Von Einem der auszog, um das fürchten zu lernen… Zwar langer Artikel, aber absolut lesenswert! So, wie diesem Anleger ging es doch vielen und er ist noch gut dabei weggekommen. Er hätte die einst hochgelobte „Übernahmeaktie“ ja vor einigen Jahren noch, wie weiland WCM, remember, in Umrechnung auf die 10:1 Reduzierung für 250 Euro kaufen können. Wie Dr. A von Psychofalle zu Psychofalle tappte http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/boerse-inside/commerzbank-aktie-wie-dr-a-von-psychofalle-zu-psychofalle-tappte/10378750.html Weniger spekulativ wäre die Commerzbanktochter „comdirectbank“ gewesen. Die Mutter braucht die hohe Dividende der Tochter. Wie überhaupt ein Investment in ein Einzeltitel sehr risikoreich ist, auch bei hochgelobten Titeln, wie zuletzt zum Beispiel Bilfinger &… Weiterlesen »

Stefan
Gast

Also ich erwarte aktuell noch keinen Crash, meine aber auch, dass die Börsenhausse schon weit fortgefahren ist.
Insgesamt halte ich, wie z.B. Frank auch, Deutsche und Europäische Werte noch für fair bewertet.
Aber wenn die US-Aktien, schon teurer bewertet, einbrechen, wird es auch bei uns runtergehen.