Unsinnige Inflationsängste

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Viele der wichtigen Medien, darunter Der SPIEGEL und Die Wirtschaftswoche, publizieren grosse Artikel über eine Inflationsgefahr. Der Grundtenor fast aller Ökonomen sind Inflationswarnungen. Je mehr die Fachwelt auf der Inflationslinie ist, desto eher tritt das Gegenteil ein – Deflation. Unter den heutigen Rahmenbedingungen kann es eine Inflation, gar eine Hyperinflation nicht geben. Wer aber die Deflation nicht kennt, kann sie nicht erkennen. Im Vergleich zu einer Inflation ist eine Deflation das weit grössere Übel.
Im Untergrund werden die Wirtschaftsdaten täglich schlechter. Die Auftragslage in immer mehr Unternehmen ist schlecht bis miserabel. Von lokalen Ausnahmen abgesehen sinken die Sachgüterpreise, darunter auch immer mehr die Immobilienpreise. Die südeuropäischen Länder werden trotz aller Hilfsmassnahmen immer schwächer. Nur wenige verstehen, dass es nicht trotz, sondern wegen dieser Hilfsmassnahmen so ist.

By |2012-10-11T00:58:24+00:00Oktober 11th, 2012|Allgemein, Deflation, Inflation|70 Comments

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Daniel K.
Gast
Daniel K.

d.h. wenn dies so eintrifft, wovon ich auch ausgehe, bleiben die Zinsen (Baufinanzierungszinsen) auf einem sehr niedrigen Niveau. Und brauche nicht in eine Zinsabsicherung für die Zukunft investieren.
Eine Deflation mit Hohen Zinsen wird es nicht geben oder?

Johann Schwarting Dauvemühle 43 D-48159 Münster
Gast
Johann Schwarting Dauvemühle 43 D-48159 Münster

Sehr geehrter Herr Prof. Malik,
es sei mir erlaubt auf ein posting von PCM aus dem Jahre 2000 zum Thema
Deflation hinzuweisen.
http://www.dasgelbeforum.de.org/ewf2000/forum_entry.php?id=2686
Im Grunde ist ja schon alles gesagt worden!
Ich wünsche den Lesern Ihres Blogs viel Spaß beim Studium.
Mit freundlichen Grüßen
Johann Schwarting

Jürgen Clasen
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Jürgen Clasen

Otto Normalo sieht nur die Verbraucherpreise. Die stehen klar auf Expanison. Daneben Immobilienpreise, Mieten in Ballungsgebieten im Höhenflug. Hier bahnt sich ein echter Crack up Boom an. In meinem Bekanntenkreis kommen immer mehr Meldungen auf, man zahle jeden Preis… Die Strompreise werden absehbar 30% zulegen über EEG und Netzentgelte. Man kann sich also zurecht Gedanken machen über Inflation, die ja auch bitter ist, weil hierzulande die Realeinkommen seit Euroeinführung gesunken sind. Sichere Anleihen bringen nichts mehr. Alles was man zum Leben braucht wird teuerer. Wenn man den Leuten was von Deflation sagt, halten sie das für VT, Spinnerei, Realitätsverlust. Es… Read more »

Karl Heinz Schery
Gast
Karl Heinz Schery

Wer verzichtet schon gerne darauf Schulden zu machen? Viele machen mit beim Pumpkapitalismus. Das fängt schon bei jungen Leuten an, die mit ihrem ersten Einkommen sofort einen Haus- oder Autokredit aufnehmen in dem Glauben, Ihre Arbeit auf Dauer sicher zu haben. Mit den ständigen Inflationswarnungen in den Medien, sowie künstlich niedrig gehaltene Zinsen durch die EZB lockt man viele direkt in die Schuldenfalle. Wegen der Rezession ist die Zahl der Menschen ohne Job in den Euro-Ländern auf den höchsten Stand seit dem Start der Gemeinschaftswährung gestiegen. 18,2 Millionen Menschen hatten im August keine Arbeit. Aber davon sind wir in den… Read more »

Sascha
Gast
Sascha

Haere Mai Prof. Malik!
anbei ein Link zu einem aktuellen Artikel von dem 92-jaehrigem Ludwig Poullain http://www.cicero.de/kapital/zeit-fuer-einen-schlussstrich-bei-der-eurorettung/52063
Er sieht das Ende des Euros gekommen und geht mit BK Merkel hart zu Gericht. M.E. sehr lesenswert, nicht nur der Sprache wegen.
Beste Gruesse
Sascha

Wolfgang Kirchner
Gast

Diese beiden Artikel finde ich auch sehr lesenswert:
Interview mit Gerald Celente, Obama oder Romney – „Die Frage ist nur, wer uns früher ruiniert“
http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/0,2828,861484,00.html
Interview mit Eric Hobsbawm „Es wird Blut fließen, viel Blut“
http://www.stern.de/wirtschaft/news/maerkte/eric-hobsbawm-es-wird-blut-fliessen-viel-blut-700669.html

Die Katze aus dem Sack
Gast
Die Katze aus dem Sack

Ob ich zu wenig Geld habe um viele von den angebotenen Waren und Dienstleistungen zu ordern die ich mir nicht leisten kann oder ich zu viel Geld habe um aus zu wenig angebotenen Waren und Dienstleistungen zu ordern bleibt sich gleich in unserer arbeitsgeteilten Welt: Keine Waren, Produkte oder Dienstleistungen. Mir ist es also zunächst völlig egal, ob das Geld zu wenig Wert besitzt oder zu viel, um sich mit Dingen zu versorgen, die man nicht kaufen kann. Die jeweiligen Auswirkungen sind zwar unterschiedlich, tragen jedoch, unter’m Strich, zu den selben Ergebnissen bei. Lassen wir uns doch einfach mal überraschen,… Read more »

kohlmann
Gast
kohlmann

Ihre Aussagen zeigen, dass Sie selbst wenig über Sozialwissenschaft wissen! Was denken Sie was die meisten US-Ökonomen zu verhindern versuchen, na klar, die great depression. Bernanki ist ja der Fachmann für die Depression und genau deshal im Amt! Also erzählen Sie nicht son Mist! Dass es so mit Gelddrucken bzw. Kreditausweitung nicht geht ist ne andere Frage. Ihre Tools sind allerdings beachtenswert, konzentrieren Sie sich weiter darauf!!!!!!! Aber sie als Allheilmittel hinzustellen zeigt schon wieder dass es Ihnen nur um sich selber und Marketing und Geld geht! Die Welt ist kein Experiment! Ihnen die Nachteile Ihrer Tools aufzuzeigen ist mir… Read more »

Ludwig Fröch
Gast
Ludwig Fröch

Sehr geehrte(r) Kohlmann,
sollten Sie zwischen Ihren Philosophiestudien wider Erwarten die Zeit finden, würden uns Ihre Ausführungen doch wohl interessieren.

A. Huber
Gast
A. Huber

Wenn es Prof. Malik nur ums Geld gehen würde, hätte er sicherlich vor vielen Jahren nicht den Unsinn des Shareholder Values aufgezeigt, sondern wäre schön im Mainstream geschwommen.Ich denke es geht ihm eher um was ist richtig und was ist falsch und diese Diskussion brauchen wir heute dringend. Wenn Sie Kritik anbringen wollen sollten Sie diese bitte auch sachlich begründen. Im Übrigen: Dass die Methoden des Depressionsfachmanns Bernanki richtig sind kann ich nicht erkennen und er ist ja nun schon eine Weile im Amt, die Schulden der USA sind doch gewaltig gestiegen oder?

Jürgen Kusche
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Jürgen Kusche

Sehr geehrter Herr Prof. Malik, leider geht es mir auch ähnlich wie Frau Birgit Brunner, in Diskussionen, bei mir im privaten Bereich, über Inflation und Deflation, bin ich schnell am Ende mit den Argumenten. Besonders Volkswirte werden dabei schnell mal etwas aggressiv. Was mich als Techniker aber besonders wundert: Warum gibt es unter den Fachleuten bei diesem wichtigen Thema nicht wenigstens richtige Lager, an denen sich der Laie dann orientieren könnte? Übrigens, im Bezug auf Frau Binder, wollten Sie uns im Blog bald einmal etwas über Italien berichten. Wenn möglich, würde ich jetzt darum bitten. Außerdem möchte ich noch einmal… Read more »

CP Seichter
Gast
CP Seichter

In „Eigentum, Zins und Geld“ schreiben H/S auf S. 294 (5. Aufl.): „Aber – mit der Gefahr einer Hyperinflation – kann der Staat unter Ausschaltung belastender Gläubiger-Eigentümer seine Schuldtitel auch „ungepflegt“ bei der Zentralbank einreichen und sich dafür Zentralbankgeld aushändigen lassen“. Genau das geschieht doch die letzten Jahre, schlechte Staatspapiere dienen als Eigentumssicherung für neues Geld der EZB. Da dieses „Willkürgeld“ nicht in der Realwirtschaft ankommt (fehlende Eigentumsschaffung) führt es eben übergangsweise doch zu starker Inflation. Die große Frage ist doch also, an welchem Punkt dieser Entwicklung wir aktuell stehen und wann das System zusammenbricht. Woran machen Sie fest, dass… Read more »

Hannes Sch.
Gast
Hannes Sch.

Hallo Herr Malik!
Mich würde interessieren, welche Branchen Sie in Zukunft favorisieren würden? Wer sind die Profiteure von Deflation?
Danke
Hannes

Heike Thomsen
Gast
Heike Thomsen

Hallo Herr Malik, auf der Seite der Inflationsanbeter von W. Eichelburg aus Wien : http://www.hartgeld.com werden Sie mal wieder zerfetzt: Unsinnige Inflationsängste??? Unter den heutigen Rahmenbedingungen kann es eine Inflation, gar eine Hyperinflation nicht geben. Wer aber die Deflation nicht kennt, kann sie nicht erkennen. Im Vergleich zu einer Inflation ist eine Deflation das weit grössere Übel. Und warum kennt man die Deflation nicht, Herr Malik? Weil sie in einer FIAT-Geldordnung einfach noch nie vorgekommen ist, bzw. nicht vorkommen kann!!! Warten Sei einmal auf die Zeit, wo die Firman Staaten und Haushalte ihre Hausaufgaben gemacht haben und konsolidiert haben. Wenn… Read more »

Stefan Ludwig
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Stefan Ludwig

In der FTD ist heute ein Artikel von/über Joseph Stieglitz Zitate: „Angesichts nicht ausgelasteter Produktionskapazitäten und der düsteren wirtschaftlichen Aussichten in naher Zukunft ist das Risiko einer ernsten Inflation minimal“ ……….. „Doch die Kreditvergabe wäre selbst dann verhalten, wenn die Banken gesünder wären. Schließlich sind Kleinunternehmen auf besicherte Kredite angewiesen. Und der Wert von Immobilien – der wichtigsten Form von Sicherheit – liegt noch immer um ein Drittel unter dem Stand wie vor der Krise. Zudem werden niedrigere Zinsen angesichts der Größenordnung des Immobilien-Überangebots kaum dazu beitragen, die Immobilienpreise wiederzubeleben, und schon gar nicht zum Aufbau einer weiteren Konsumblase führen.“… Read more »

´Jürgen Clasen
Gast
´Jürgen Clasen

Die Sache mit den unsinnigen Inflationsängsten muss überdacht werden.
Mein Stromversorger hat mir einen Liebesbrief geschickt. 14% mehr ab Jan 13. Die Autoversicherung schlägt sich auch beachtlich, will 20 % mehr.
Hinzu kommen die verdeckten Preiserhöhungen in Form von veränderten Verpackungsgrößen. Wenn es gut geht, bleibt der Preis, aber der Inhalt hat Schwindsucht. Delta, häufig auch in diesen Größenordungen. Es gibt ganz offensichtlich keine einheitliche Entwicklung. Vermögenspreise sinken,
alles Handfeste, Versicherungen, Mieten etc, also alles was man zum Leben braucht verteuert sich und zwar schon in galoppierender Form! Indeflation!
Wir sind gehörnte Idioten, die sich die Schlächter noch selber wählen.

Jan Menser
Gast
Jan Menser

Aber sind die wirklich so unsinnig? Letztendlich wird überall über Inflation geschrieben und auch gelesen. Auf http://www.tagesgeld-vergleich.net/ratgeber/inflation-kaufkraftzuwachs.html konnte ich mir meine persönliche Inflationsrate ausrechnen und komme immerhin auf 4 Prozent.