Aufträge für die Griechen, statt Geld

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Aufträge für die Griechen, statt Geld

Warum gibt man den Griechen eigentlich keine Aufträge und bezahlt sie dafür, statt ihnen einfach Geld zu schicken, das ohnehin im Nu wieder ins Ausland fliesst und im Land kaum positive Wirkung erzielt.
Teuer ist die Sache so oder so, aber die Wirkung ist doch völlig verschieden, nämlich wie man sieht, im ersten Falle progressiv zerstörerisch oder – wie ich es vorschlage – lebens- und gesellschaftsrettend.
Also wie:
Die deutsche Regierung bestellt zusätzliche 200 000 t Olivenöl, xy Tonnen Tomaten, Feta usw. usw. Bei uns braucht man das zwar nur zum kleineren Teil, weil wir ohnehin schon genug davon haben. Also gibt das letztlich Biosprit. Die Kosten muss man abschreiben. Das geschieht aber auch mit den Schulden.
Die Wirkung: Die Fabriken und Felder verkommen nicht, weil sie in Betrieb sind; viele Menschen haben Arbeit und Lohn; und vor allem haben sie Hoffung. Sie bekommen ausserdem Auflagen, zu innovieren und zu investieren usw. usw. Und dann erlernen sie auch noch bestes Management …
Warum eigentlich nicht …? Ist das nicht ein All-Winners-Game ..?

Von |2012-06-07T11:17:08+00:00Juni 7th, 2012|Allgemein, Neue Lösungen, Neue Ordnung, Neue Tools, Neue Welt|42 Kommentare
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Horst Klein
Gast
Horst Klein

Soso,
Agrarsubvention in Griechenland ( auch Subvention des Tourismus wurde von ihnen an anderer Stelle im Blog genannt ) ist also Teil der Malikschen Problemlösung. Finde ich schon interessant, ist doch aber eine uralte, Alte Welt Methode…
Wo bleibt die wirklich neue, praktikable Malik-Lösung ?
Viele Grüße
Horst Klein

E.W.I
Gast
E.W.I

Wenn man solche gesunden Lebensmittel eher „nicht braucht“, warum stehen dann solche Trauben von Menschen schon vor der Öffnungszeit vor den Ausgabestellen der „Tafeln“ in Deutschland?
Was liesse sich denn da machen, ohne dass es wieder wirtschaftlich und gesellschaftlich zerstörerisch wirkt?

Stefan Müller
Gast
Stefan Müller

Warum bestellt die EU nicht Lebensmittel und sendet diese von Griechenland in Länder, die damit durchaus etwas Sinnvolles anfangen können?
Diese ständige Diskussion über die „schlechten“ Griechen ist müssig. Die Griechen sind nicht alleine dafür verantwortlich. Jahrelang hat der Geldzufluss systematisch funktioniert, ohne dass ein Grieche dafür gekämpft hat. Wie soll sich nun ein griechischer Arbeiter dafür verantwortlich fühlen? Selbstverständlich geht die Mehrheit auf die Strasse. Es muss im Interesse der EU sein, dass Griechenland stärker wird. Dementsprechend müssen die Massnahmen ausfallen.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Der Teufel liegt im Detail. Das Olivenöl und die Tomaten werden schon via Italien in die EU geschleust. Italienische Ware, namentlich Olivenöl, erzielt im allgemeinen höhere Preise als griechisches Öl. So kommt kretisches Öl als ligurisches Extra Vergine in unsere Küchen. Wer das anfasst, wird in diesem Öl frittiert. Die Mittel für GR, PT, IRE werden stets durchgereicht an die Gläubiger, also z.B. unsere Banken. Diese dürften erheblich was dagegen haben, wenn diese Knete nicht mehr vom Himmel fällt. Eher schon, könnte man den Tourismus ankurbeln. Gutscheine für GR Urlaub. Nur, was glauben Sie, werden die anderen Länder des Club… Weiterlesen »

Christian A. Wittke
Gast

Ich kann Ihnen nur zustimmen; das geht aber in die Köpfe nicht rein, die nichts Besseres im Sinne hatten/haben, als Kaufkraft, zugegeben, oft teuer und/oder manchmal fälschlich subventioniert, umgehend und mit Gewalt zu vernichten, um so eine eh‘ nicht nachhaltige Economy heilen zu wollen und dazu Wettbewerbsfähigkeit zu fordern, wo nichts als verbrannte Erde vorblieben ist; Arbeit und know-how waren vorher in großen Stile exportiert worden und sollen von pseudofreien Märkten wie zurückgeholt werden?
Wenn doch nur mal einer Hirn einschaltete und falsche Lobbys ab.

AWF
Gast
AWF

Ich finde die Lösung sehr innovativ, das Problem der griechischen Staatsverschuldung würde so aber nur mit einer zeitlichen Verzögerung gelöst. Könnte es nicht auch zu Futterneid anderer EU-Staaten führen, die solche Aufträge auch wollen? Dann müsste wohl Frau Merkel entscheiden, wo die Grenze zu ziehen ist.

Stefan Müller
Gast
Stefan Müller

Es ist wie im Staffellauf:
Jeder läuft für sich und jeder will die schnellsten Läufer im Team haben.
Es kann nur im Interesse aller Länder sein, dass Griechenland gefordert und gefördert, aber nicht getragen wird.

Moritz Meier
Gast
Moritz Meier

Ob ich jemandem Geld schenke oder für Waren gebe, die ich letztlich nicht brauche, macht keinen grundsätzlichen Unterschied. Im genannten Beispiel und den notwendigen Dimensionen würde ein solches Programm zu weiteren Verzerrungen des Marktes führen: Die Griechen würden Olivenöl produzieren, das niemand braucht. Der Preis würde durch die künstliche Nachfrage hochgetrieben. Weitere grobe Fehlallokationen wären die Folge. Griechenland braucht nicht irgendwelche Jobs, sondern solche, die nachhaltig etwas produzieren, was von echter Nachfrage dauerhaft nachgefragt wird. Mit Verlaub, lieber Herr Malik, Ihre Idee ist keinen Deut besser als zum Beispiel die Abwrackprämie für Autos: Sie führt bestenfalls zu einem kurzfristigen Boom,… Weiterlesen »

Herbert Smrcek
Gast
Herbert Smrcek

Danke für den konkreten Vorschlag. Leider passiert hier genau dasselbe wie in Brüssel. Kaum getraut sich jemand etwas Reales vorzuschlagen und nicht nur intellektuelles Geschwafel, wird die Idee zerzaust. Später wieder aufgenommen, weil niemand etwas Besseres vorzuweisen hat und bis zur Unkenntlichkeit Verschlimmbessert.

Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

Das Bild von Stefan Müller finde ich genial:
Fordern und fördern aber nicht tragen. Das erinnert mich an einen berühmten Spruch von J.F. Kennedy: Frage nicht was dein Land für dich tun kann, frage was du für dein Land tun kannst.
Ich denke dass es möglich ist mit systemanalytischen Methoden die Bereiche in Griechenland zu identifizieren die die größten Chancen auf dauerhaften Erfolg am Markt haben und dann genau diese zu fördern. Wenn ich mir jetzt vorstelle welche Aufbruchstimmung eine Syntegration erzeugen kann – wow!

Karl Heinz Schery
Gast
Karl Heinz Schery

Haben wir es nicht immer wieder mit dem unselbstständigen Denken zu tun, das sich nur schwer von dem trägen Beharren an Gewohntem befreien und sich deshalb neuen Gedankengängen nur langsam öffnen kann?
So manches mal erinnere ich mich an einen netten und leider nur zu wahren Spruch, den ich einmal gelesen habe:
Erst wird`s verlacht
und dann veracht.
Dann wird`s bedacht
und schließlich wird es nachgemacht!

AM-DM
Gast
AM-DM

Herzlichen Glückwunsch, Herr Professor Malik! Im Vorantreiben dieses Vorschlags kann ich Sie nur unterstützen! Das ist nicht nur ein „All-Winners-Game“. Dieses Sanierungkonzept entspräche exakt den Leitlinien zur Therapie der Herzinsuffizienz, wie sie international als „evidenced based medicine“ anerkannt sind. Eine andere Diagnose ist beim Brachliegen der griechischen Wirtschaft auch kaum zu stellen. Als Medizinerin, obgleich ökonomische Laiin, wundere ich mich seit langem darüber, weshalb in der Krise multimedial zwar ständig Analogien zur medizinischen Terminologie gebraucht werden, -z.T. allerdings auch in abenteuerlich entstellter Form-, jedoch aus Medizinerkreisen bislang keine fundierten Vorschläge zur Bewältigung der Krise vorliegen, sowohl im Hinblick auf Differentialdiagnostik… Weiterlesen »

Kathi
Gast

Hallo,
Sehr interessanter Beitrag, vielen Dank für die tolle Präsentation der Informationen.
Lg Kathi

A.I.
Gast
A.I.

Es gibt Stimmen, die behaupten, dass es gar nicht darum gehe, Griechenland zu helfen, sondern darum, die Banken rauszupauken, die stark in griechische Staatsanleihen investiert sind. Das seien in erster Linie italienische und französische Banken, die in arge Schwierigkeiten gerieten, sollten die griechischen Staatsschulden abgeschrieben werden. Manche befürchten einen gefährlichen Dominoeffekt, sollten Frankreich und Italien erneut Banken stützen müssen. Und zumindest in der Vorstellung wäre ein Staatsbankrott Frankreichs für die Eurozone absolut katastrophal. Allerdings bleibe ich darauf beschränkt, die mir zur Verfügung stehenden öffentlichen Informationen auf Plausibilität zu durchdenken. Mir stehen keine Informationen aus erster Hand zur Verfügung, weswegen ich… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Renzi (I) und Hollande (F) haben die „neuen“ Vorschläge von Tispras positiv
beurteilt… Bildredaktion plädiert mit großer Schlagzeile für Grexit. Von der AfD gekapert? Draghi ist der mächstigste Spieler am Tisch und hat eigentlich keine politische Linzenz. GR ist hoffnungslos Pleite. Kann wahrscheinlich sogar Gehälter nicht zahlen. Was ist mit der Wiedereinzahlung der IWF Einlage? Mit der gerichtlich verworfenen Rentenkürzung? Euro ist eine Räuberhöhle in der noch größeren EU Räuberhöhle.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Yandya 25.06.2015:Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): Griechenland ist Sache der Finanzminister
vor 40 Min (15:36) – Echtzeitnachricht
Oh nein, Madame Merkel. Es dreht sich um umfassbar viel Geld und um den Bestand der Eurozone. Das ist eindeutig Chefsache. Sie ist damit ungeeignet. An ihrer Willfährigkeit gegenüber fremden Interessen
besteht bei mir keinerlei Zweifel.
Mal ein konstruktiver Vorschlag: Factoring. GR treibt über diesen Weg die 60 Mrd rückständigen Steuern ein.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Hat das unerträgliche Katz und Mausspiel jetzt ein Ende?
Oder ist nur die Spielzeit abgelaufen und der Schieds-richter Draghi gibt noch eine Verlängerung? Man hätte Alexis die Augen öffnen müssen über 800 Mrd (unverdiente) Solidaritätszahlungen von EU und Eurogruppe.
So können T & V die Verschwörungskarte spielen der pösen,
pösen Geldspender. Vordringlichste Aufgabe wäre, wie schon vor Jahren geschrieben, eine Mentalitätsänderung.
Heute würde ich sagen, eine erzwungene Mentaltätsänderung.

Martin Bodmer
Gast
Martin Bodmer

Es geht leider nur noch darum, wer wem die Schuld für den Zahlungsausfall zuweisen kann.
Alles andere sind politisch motivierte Aktionen.
Schade dass die EZB die Nothilfen nochmals erhöht. Geld am falschen Ort und verloren ist es auch, was eigentlich alle Wissen und doch keiner sagt.