Das Wichtigste wurde bisher übersehen: Schlecht funktionierende Organisationen

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Das Wichtigste wurde bisher übersehen: Schlecht funktionierende Organisationen

Totale Überraschung und blankes Staunen bei Ökonomen und Top-Personen aus Politik und Verwaltung, wenn ich sie darauf aufmerksam mache, dass der wichtigste Schlüssel in den zahllosen Organisationen liegt, wenn man die Krise unter Kontrolle bringen will. An das haben sie schlichtweg noch überhaupt nie gedacht – in ihrem Denken und ihrem Weltbild kommen die Organisationen der Gesellschaft nicht vor.
 
Im Visier sind Zinsen, Kredite, Sparen und Steuern … Wie die vielen, zum Teil auch widersprüchlichen und redundanten Massnahmen aber umgesetzt werden sollen, bleibt weitgehend aussen vor. Selbst in jenen wenigen Fällen, wo z.B. ein Ministerium reformiert werden soll, sagen wir, das Finanzministerium, damit wenigstens die Steuern eingetrieben werden können, kommen Experten ins Land, die veraltete Vorstellungen haben und noch Methoden anwenden, die man in der Wirtschaft längst ausgemistet hat, obwohl man auch dort grossteils noch herkömmlich arbeitet.

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Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

(I)Ohne Frage, ein reformiertes Finanzministerum, tickt ganz anders als die heutigen Steuerorganisationen, denn an der (Finanzministeriums)Industrie hört der Laden micht auf. Danach kommen noch hierzulande die Länder und die örtlichen Finanzämter, Konzernprüfer, Steuerfahndung etc. Das Spektrum ist ungeheuerlich breit. Niemand kennt sich mehr in allen Sektoren aus. Zu recht spricht man von einem Steuerdschungel. Bekanntlich stellen wir hierzulande die meiste Steuerliteratur auf unserem Globus. Neben der Organisation diese Misthaufens, steht die Steuerpolitik im Zentrum einer echten Reform. Unter dem Strich, also auch nach Abzug aller Verbrauchssteuern, wie Mehrwert-, Sprit, Tabak, Alleholsteuer usw bleiben dem Bundesbürger nunmehr gerade mal höchstens 40%… Weiterlesen »

Andreas Vondran
Gast
Andreas Vondran

@H. Clasen: Da googlen Sie doch mal Begriffe wie „urban legend“. Die Mär von der Steuerliteratur und dem 80%-Anteil der Deutschen daran, hält sich dank Stoiber,Westerwelle usw, wird aber auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

@Andreas Vondran, danke für Ihren Hinweis. Gefühlt sind es jedenfalls 80% vom Recht was weltweit aktuell(!) ist …Es ändert allerdings nichts daran, das wir zu einem klassischen Steuer- und Abgabenstaat mutieren. Der Lobbyismus regiert. So konnten clevere Banken und deren Angestellte seit Jahren, um die Dividenden-zahlungen herum, legalen Steuerbetrug aufziehen auf Basis von Leerverkäufen. Das Finanzministerium wurde sogar darüber informiert und blieb tatenlos. Tatkräftig zeigte sich Herr Schäuble, als er die Abgeltungssteuer einführte und gleich noch drastisch reduzierte Sparerfreibeträge- sowie weitere nachteilige Regeln erfand, die sich allesamt gegen den kleinen Mann gerichtet haben. Lästige Steuerfahnder mit „übertriebenem Eifer“ hat man… Weiterlesen »

Andreas Vondran
Gast
Andreas Vondran

@Jürgen Clasen: Ich bin da schon Ihrer Meinung, was den Staat angeht und gehöre eben ganz und gar nicht zu den „Staatsgläubigen“. Mich stört nur, dass sich manche Ihrer Aussagen genauso bei den „Marktgläubigen“ finden. In der allgemeinen Diskussion geht es offenbar nur um die Streitfrage: Staat oder Markt? Der Markt ist aber eben auch nicht besser als der Staat. Letztlich arbeiten doch auch beide Hand in Hand bei dem Wahnsinn, der läuft. Eine lebenswerte Gesellschaft braucht daher m.E eine Perspektive jenseits von Staat und (!) Markt.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Man sieht, das ganze System ist marode und die Einsichtsfähigkeit in die Abgaben und Steuerpolitik geht völlig in die Binsen. Allein die verschiedenen Mehrwertsteuersätze sind nicht mehr erklärbar. Der Staat hat auch immer Recht, auch beim größstmöglichen Blödsinn. Die hohen Lasten mit unfähiger Umsetzung, Pfusch am Staatsbau, usw verbunden mit einer haarsträubenden Gutmenschengesellschaft, zerstört, mit den schon erwähnten konfiskatorischen Abgaben und Steuern mit grob ungerechten Regeln jede Steuermoral. Wenn für das Steuergeld hart gearbeitet wurde, fällt die Akzeptanz, es an diesen Maloch abzugeben. Nicht nur bei Ulli H. Wenn die Steuerfahnder an den falschen Leuten rumdoktern, werden sie in den… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

(III) Übrigens, ausgerechnet die rotgrüne Regierung unter Schröder, hat Konzernen umstrittene Steuern zurückgezahlt, die diese schon vor X Jahren entrichetet haben, ohne jede Not und die sie garnicht mehr auf dem Radar hatten. Milliardenbeträge. Dafür hat man dem kleinen Mann den Sparer-freibetrag abrasiert und seine Aufwendungen, die im Bereich seiner Vermögensverwaltung entstehen, auf einen lächerlichen Freibetrag herunter-geprügelt. Die Nichtzahler dürfen nicht das gleiche bekommen wie diejenigen die das Karussell gezogen haben. Sorry, da ist mir gerade mal der Gaul durchgegangen…Es ist aber beileibe nicht alles schlecht in unserer Gesellschaft. Wir haben relativ viel Wohlstand, behaupten diejenigen, die wirklich im Wohlstand… Weiterlesen »

Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

Sehr geehrter Herr Professor Malik, vor längerer Zeit schrieben Sie in einem Blogeintrag dass die effektivste Werbung für ihre Tools Mund zu Mund Propaganda von Führungspersonal zu Führungspersonal ist die ihre Tools erfolgreich angewendet haben. Meine Frage: hat sich an dieser Strategie etwas geändert? Ihr Blog hier ist ja eine Ergänzung dazu. Auf ihrer Website berichten Sie kurz und anonym über Erfolge. Die Gründe für die Anonymität kann ich gut nachvollziehen. Eine weitere Frage von mir ist ob eine ausführliche Dokumentation über die Steuerungsstrukturen vorher/nachher einer Organisation die Überlegenheit nicht sehr viel deutlicher und auch einsehbarer macht als immer nur… Weiterlesen »

W.Pfeifenberger
Gast

Die Organisationen stehen meist im Bann der Zahlen und der öffentlichen (=oberflächlichen)Wirkung und interessieren sich immer weniger für ihre Aufgaben und Strukturen. Meine Erfahrung zeigt, dass eingefahrene Denkmuster am schwersten zu beseitigen sind. Da wird sogar Redundanz positiv gewertet („Doppelte Buchführung“). Mit Sicherheit ist in diesem Bereich noch gewaltig Luft. Letztendlich, das hat ja Paul. C. Martin stringent nachgewiesen, braucht ein debitistisches System aber immer neue Nachschuldner und die gehen auf einem begrenzten Planeten langsam aber sicher aus.

A.I.
Gast
A.I.

Vieles, was Sie in „Führen, Leisten, Leben“ über Organisationen schreiben, hat Hand und Fuß. Und es ist sicher auch richtig, dass man die Anforderungen an die Menschen mit ihrem Stärkenprofil in bestmögliche Deckung bringen soll. Allerdings habe ich aufgrund jahrzehntelanger Erfahrungen im Mannschaftssport immer wieder die Erfahrung gemacht, dass man mit leistungsschwachen oder auch -unwilligen Leuten keine starke Mannschaft aufbauen kann. Ich habe mich vor kurzem mit dem kaufmännischen Geschäftsführer einer Softwarefirma über dieses Thema unterhalten. Er berichtete mir, wie es intransigente Entwickler gibt, die sich partout weigern, sich auf Vorgaben einzulassen, die aber für den Gesamterfolg wichtig sind. Es… Weiterlesen »

NJPuls
Gast
NJPuls

Lieber Herr Prof. Malik, wenn man den Blogeintrag „schlecht funktionierende Organisationen“ mit den von Ihnen gewählten „Tags“ (Funktionieren, Kyb. Management, Systeme) verbindet, so dürfte die Zahl der Politiker/Entscheider rel. gering sein, die das qualifiziert zusammenbringt und wirklich begreift, was derartige Organisationen kennzeichnet. Ein grundlegendes Verständnis wäre sicherlich notwendig, um Ihrer Aussage zu folgen, dass rd. 25 Mio. Organisationen in Europa mindestens doppelt so gut mit der Hälfte der bisherigen Mittel funktionieren könnten. Nach welchen systemischen Gesetzen und mit welchen kybernetischen Managementmethoden alle Organisationen funktionen und die Krise überwinden können, haben Sie hinlänglich beschrieben. Aber zu begreifen und danach zu handeln… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Sorry,habe mich hier schon übermäßig exponiert. Wenn die Bundestagswahl hierzulande eine rotgrüne-, von der Linken tolerierte, Regierung gebirt, wäre eine Verbesserung der Steuerorganisation, ein Schuß ins Knie. Im Wahlprogramm der Grünen, die übrigens schon gemeinsame Auftritte mit Gabriel zelebrieren, hat man neue Steuerfoltern für Leistungsträger erfunden. Es gleicht natürlich dem Bauern, der seine Milchkuh zum Schlachthof bringt. Das einzige auf das man dann hoffen kann, das diese Bande nichts auf die Kette bringt. 1,5% Vermögenssteuer ab 1 Million. Nun, das kann schnell passieren wenn die eigene Hütte schon 500T wert ist. Dann braucht man nur noch zu den Besserverdienenden zu… Weiterlesen »

philm
Gast
philm

Líeber Herr Professor Malik, sicherlich liegt es mir fern die Zusammenhänge der VWL und BWL so gut zu begreifen, wie Sie es spielend leicht tun und auch für Menschen einfach darstellen, die noch nicht so tief in der Materie stecken, jedoch sehe ich deutlich in der eigenen Organisation (Einzelunternehmen mit Wachstumswahn), wie diese Prozesse entstehen. Im Studium war es mir nicht so begreiflich, wie die Zusammenhänge funktionieren, nun aber, mit Ihren Tools, kann ich die Zusammenhänge auf organisationaler Ebene begreifen und stimme vollkommen zu. Hier entsteht ein Eigenleben, dass sich von unten nach oben hochschraubt und die Reaktionen von oben… Weiterlesen »

Martin Eberl
Gast
Martin Eberl

Sehr geehrter Herr Phil, aus meiner Sicht hängt vieles am richtigen Bewusstsein der Unternehmensrisiken. Es ist ein einfaches durch Simplifizierung zusammenhangslos große Entscheidungen zu treffen. Die Transparenz der eigentlichen Komplexität wird erst durch die Darstellung der Beziehungen und Verhältnisse. Wir müssen versuchen die Problemstellung aus verschiedene Standpunkten zu beleuchten. Mein Ansatz wäre dort wo es möglich ist, die Zusammenhänge verbal und schriftlich darzulegen. Hier liegt die Herausforderung die verschiedenen Sichten verständlich und nicht kompliziert darzustellen. Ich bezweifel allerdings, dass die Dynamik komplexer Systeme ohne Sensitivitätsmodell anhand von Malik-Tools, mit Prosatext in Emails oder Office Dokumenten verständlich gemacht werden kann. Ein… Weiterlesen »

Martin Eberl
Gast
Martin Eberl

Sehr geehrter Herr Malik, Organisationen funktionieren manchmal gut und manchmal schlecht. Die Qualität der Wirkung einer wünschenswerten Handlung, entscheidet über das Funktionieren und nicht die Summe der gemachten Fehler. Gerät ein Unternehmen in Not, mag dies oftmals überraschend wahrgenommen werden, doch selten hätte man es nicht vorhersehen können. Mein Blick ist nicht so breit wie Ihrer. Doch scheinen nicht funktionierende Organisationen ein Muster zu teilen. Es fehlt an wichtigen Grundlagen von richtiges und gutes Management. Und zwar an Wissen und gelebter Praxis. Wir brauchen UGU’s die klar denken, für das richtige Wissen sorgen, zwischen Richtig und Falsch unterscheiden können, echte… Weiterlesen »

Christian Pirker
Gast

Sehr geehrter Herr Prof. Malik,
da haben Sie leider recht. Wir haben definitiv zu viele schlecht funktionierende Organisationen und in den meisten Fällen stört das niemanden. Das ist aus meiner Sicht eine Frage des Sehens und Verstehens!
Mit freundlichen Grüßen
Christian Pirker

Martin Eberl
Gast
Martin Eberl

Sehr geehrter Herr Malik, in mitten einer Unternehmenskrise suche ich bei Ihnen nach Lösungen. Leider scheint es mir trotz ausserordentlichem Einsatz in unserem Unternehmen nicht gelungen zu sein, nachhaltige Veränderungen in der Organisations herbei zu führen. Die Dringlichkeit für wichtige Entscheidungen und konsequentes Umsetzen entscheidender Maßnahmen, wurde als falscher Druck abgetan. In Zeiten der Unternehmenskrise zählen Zahlen mehr wie Kundennutzen, Marktstellung, Innovationsleistung und das relative Preis-/ Leistungsverhältnis. Richtiges und gutes Management scheint nahezu ein Paradigmawechsel zu sein. Untragbare strategische Fehler führen nun zu vorhersehbaren, harten Konsequenzen, so wie Sie es in Ihrer Literatur beschreiben. Leider war es mir nicht gegebe,… Weiterlesen »

C. M.
Gast
C. M.

Sehr geehrter Herr Malik,
gibt es Beispiele aus der Bionik oder der Kybernetik, die darlegen, warum „Koopetition“ zwischen Unternehmen (besser) funktioniert oder notwendig ist?

C. M.
Gast
C. M.

Für mich, als Außenstehenden, ist die Institution die sich heute am besten oder am weitesten auf die ‚Neue Welt‘ (im Sinne der großen Transformation) vorbereitet hat, die Fraunhofer Gesellschaft. Die einzelenen Institute werden immer wieder neu gebildet: sei es als komplette Neugründung oder durch Abtreten von einzelnen Fachbereichen an andere Standorte. Gleichzeitig „dürfen“ sich auch mehrere Standorte um dasselbe Forschungsthema kümmern.
Nur nach welchen konkreten Prinzipien Fraunhofer das immer wieder organisiert, konnte ich leider noch nicht erfahren.
Wie sehen Sie das Herr Malik?

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Bild fragt zu recht nach: Wie gerne gehen Sie zur Arbeit? Miese Stimmung in deutschen Büros http://www.bild.de/geld/wirtschaft/chef/miese-stimmung-in-deutschen-bueros-34476654.bild.html Nur 50 % gehen gerne zur Arbeit 57% sind demotiviert. Mag sein, das viele Arbeitnehmer unwillig sind. Aber ohne jeden Zweifel machen die Chefs einiges verkehrt. Und unter denjenigen, die es verkehrt machen, sind viele regelrechte Armleuchter. Alles selbst erlebt. Im Mittelbau gibt es obendrein dann auch noch viele Kriecher, die eben nur in einem Konzern arbeiten bei dem ihre Schwächen nicht auffallen und sie werden auch vom Topmanagement gebraucht. Zum Einen machen sie die Arbeit mit den untergeordneten Speziallisten für die Spitze… Weiterlesen »

Juergen Clasen
Gast
Juergen Clasen

Seit Tagen ist mein Internetzugang down.Obwohl eigentlich klar ist woran das liegt, bringt die Deutsche Telekom keine Entstoerung zustande. Stattdessen hat sie mich durch die Hoelle ihrer Hotlines gejagt und mit grotesken Falschaussagen zur Verzweiflung gebracht. Dabei wollte sie vormehr als 10 Jahren mal das kundenfreundlichste Unternehmen in Deutschland werden. Man hat sich Lichtjahre davon entfernt. Es wurde ein „Ring of Fire“ in Form von Hotlines um das Unternehmen und auch um die Fuehrungsspitze genlegt, durch den kein Kunde mehr durchdringen kann. Ein Endstadium von Organisationsversagen. Da weiss die linke Hand nicht mehr was die rechte Hand tut, ja sie… Weiterlesen »

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