Mein Basis-Szenario: Deflation, Grosse Transformation, Schöpferische Zerstörung

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Mein Basis-Szenario: Deflation, Grosse Transformation, Schöpferische Zerstörung

In der anhaltenden Wirrnis in Medien, Kommentatoren-, Guru-  und Ökonomenkreisen tritt das folgende Basis-Szenario immer deutlicher hervor. Es steht seit Beginn an hier im Blog.
Aktien sinken, Zinsen steigen, Dollar steigt, Euro sinkt, Gold und Silber sinken, Immobilien sinken.
Kurzfristige Bewegungen in andere Richtungen können den Blick immer wieder verstellen, ändern am Grundszenario aber nichts.
Warum? Weil die seit Jahren sich immer stärker aufbauende Deflation sich immer schneller und stärker durchsetzt. Sie ist seit Anfang der 2000er Jahre programmiert und ist die Endphase eines wirtschaftlichen Grosszyklus. Dieser entspricht im Grundmuster einem Kondratieff-Zyklus. Die treibende Kraft ist die „Grosse Transformation21“, die „Schöpferische Zerstörung“ wie Joseph Schumpeter, der österreichische Ökonom, sie nannte.
Alte Ökonomie kann daran nichts ändern, sondern verschärft die Lage. Mit Neuem Denken und Neuen Methoden wird die Grosse Transformation von der alten in die neue Welt sanfter und schneller und bleibt unter Kontrolle.
Meinen Management Letter vom Januar 2014 mit der damaligen Lagebeurteilung können meine LeserInnen hier nochmals kostenfrei downloaden.
Nur nebenbei: Die massgeblichste Einzelursache ist der 1986 vom US-Accountingprofessor Alfred Rappaport propagierte Shareholder Value als oberste Steuerungsgrösse für die Unternehmensführung. Diese unglückliche Irrlehre hat sich weltweit ausgebreitet und zur grössten Fehlallokation von ökonomischen und menschlichen Ressourcen geführt. Dazu mehr in meinem Buch über Corporate Governance (1997).
 

Von |2014-10-25T07:19:47+00:0025.10.2014|Deflation, Finanzmärkte, Ökonomie|77 Kommentare
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Jürgen Eck
Gast
Jürgen Eck

Die Notenbanken werden Zinserhöhungen auf keinen Fall zulassen, da Banken insolvent werden würden. Auch die langfristigen Zinsen werden durch Anleihekäufe der Notenbanken bzw. Aufkaufversprechen unten gehalten. Bisher hat dies funktioniert.
Damit dürften keine Gefahren für Aktien und Immobilien entstehen. Wo steckt der Fehler in meinen Schlüssen?
Danke für Ihre Überlegungen.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Ich möchte unserem Mentor nicht vorgreifen. Aber das wollte ich sowieso posten: Ölpreiskrieg kann neuen Finanzcrash auslösen http://www.welt.de/finanzen/article134201821/Oelpreiskrieg-kann-neuen-Finanzcrash-ausloesen.html In einem anderen Beitrag habe ich schon geargwöhnt, die Sache könnte indirekt aufgerollt werden, nämlich über die Rohstoffpreise. Öl steht hier im Fokus aberauch EM, Kupfer und anderes mehr. Erfahrungsgemäß werden die Investoren unvorsichtig, wenn die Gewinne sprudeln und man glaubt dann, mehr Investitionen würden mehr bringen und vergisst dabei jede Vorsicht. Die aber ist immer angebracht, wenn die Party am schönsten ist. Keiner glaubt an rückläufige Basispreise und die Investitionen und die schönen Gewinne gehen dann doch baden. Dann kommen in… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Draghi war so frei, sich auf dem Bankenkongress als Supermario, dazustellen, der alles aufkauft was nicht niet- und nagelfest ist. Die Bazooka für Staatsanleihekäufe hat er schon in Anschlag gebracht. Widersprüchlicher kann es kaum zugehen. Wenn er wirklich sein Inflationsziel von 2% erreichen wird, dürften die Umlaufrendite auch auf diesen Wert zusteuern. Dies hätte am Anleihemarkt ein einzigartiges Blutbad zur Folge, denn wir liegen aktuell bei 0,65%. Seine Käufe würden aber vorerst die schon rekordniedrigen Renditen noch weiter in den Keller treiben, bevor es eine Umkehr des Inflationsgeschehens eintritt. Es würde also letztlich dadurch noch schlimmer werden. Draghi stellt sich… Weiterlesen »

Fredmund Malik
Admin

Die Zinsen bilden sich letztlich am Markt. Dabei sind Notenbanken nur einer von mehreren Einflussfaktoren.

kai
Gast
kai

Hallo,
leider konnte ich den Newsletter nicht in der rechten Randspalte finden?
Lediglich der von 01/2013 wird unter den Downloads bereitgestellt.
Ist etwas schief gegangen?
Gruß

Volker Lankkertsson
Gast
Volker Lankkertsson

Sorry, aber wo steigen die Zinesn. Die EZB hat die Zinsen gerade auf Null gesenkt. In den USA sind die Zinsen ebenfalls nach wie vor auf historischem Tiefststand, nahe Null.

Matthias Gertz
Gast
Matthias Gertz

Hallo Herr Lankkertsson, wie Prof. Malik schon bemerkte: Die Zinsen bilden sich letztlich am Markt, wie alle Preise. Der Versuch von Bürokraten, Preise festzusetzen, ist bisher in der Geschichte grandios gescheitert und wird auch dieses Mal scheitern. Unser Zentralbankwesen ist eine sozialistische Planwirtschaft – der Zins als entscheidender Preis in der Volkswirtschaft wird von Bürokraten statt vom Markt festgesetzt -, die wie alle Planwirtschaft nicht funktioniert und zum Kapitalverzehr führt. Aber so wie es in der DDR neben den von den Bürokraten festgesetzten Preisen auch die durch Angebot und Nachfrage bestimmten echten Preise gab, so gibt es das auch beim… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Danke für den Managementletter 1/14. Eine großartige Zusammenfassung bisheriger Abläufe und Darstellung wie es weiter geht. Hinsichtlich einer Zinsprognose sehen wir, das die Spreads zwischen den „sicheren“ Staaten wie D und CH gegenüber dem Club „MED“ wieder zunehmen. Hätten wir hier nicht den Draghi Put, wäre es noch viel ausgeprägter. Aus meiner Marktbeobachtung schließe ich, das dieser Prozess noch nicht abgeschlossen sein könnte und die rekordniedrigen Zinsen in den beiden genannten Ländern noch weiter schrumpfen, während sie in den „unsicheren“ Ländern expandieren. Überraschungen erwarte ich bei I und F. Wenn es in eine offene Depression übergeht, werden überall die Risikoprämien… Weiterlesen »

Bojan Zeitler
Gast
Bojan Zeitler

Herr Malik, was raten Sie im Bezug auf die eigene Pensionskasse? Diese Art Fonds sind ja stark an deflationsgefährdete Sachgüter gebunden. Ich glaube kaum, dass so eine Vorsorgeeinrichtung Ihr Vermögen als Bargeld im Banksafe hortet. Soll man die Mittel investieren, z.B. in ein Eigenheim oder ein von der Deflation angeschlagenes Ferienhaus in Griechenland?
Vielen Dank für Ihren aufschlussreichen Blog und Ihre wertvolle Zeit.

Matthias Gertz
Gast
Matthias Gertz

Ich stimme Prof. Malik zu: „Ohne umfassende Info über die konkrete private Situation eine Empfehlung zu geben, wäre fahrlässig.“ Grundsätzliche wertvolle Anregungen zum Thema Sparen und investieren gibt das Buch „Österreichische Schule für Anleger“ (https://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/shop/article/3255-oesterreichische-schule-fuer-anleger/). Ich bin seit über 10 Jahren auf dieses Thema spezialisiert und arbeite interdisziplinär für Lösungen, die sowohl die rechtliche und steuerliche Seite als auch die Rückdeckung umfassen. Aus meiner professionellen Sicht kann ich Ihnen folgendes sagen: – Der größte Teil der Pensionsgelder steckt in deutschen Kapitallebensversicherungen. Dieses Geld ist stark ausfallgefährdet, da es zu 90% in Staats- und Bankanleihen investiert ist (also letztlich in Luft)… Weiterlesen »

BL
Gast
BL

Eine ergänzende Frage zu Renten- und Lebensversicherungen. Sofern diese in der Deflationsphase nicht benötigt, also nicht ausbezahlt werden und statt dessen weiter laufen, wie ist die Entwicklung durch Deflation und Depression hindurch, und wir werden diese Versicherungen in sagen wir mal 15 Jahren dastehen? Sofern diese weiter bedient werden, liegt vermutlich eine parallele Entwicklung zu den Altienmärkten vor, oder? Demnach heißt es für ins jüngere Gesellschaft Augen zu und durch?

Stefan Bode
Gast

Sehr geehrter Herr BL, in einem Deflationsszenario ist Bargeld das begehrteste Gut. Da viele Ihren Job verlieren, werden diese Ihre Sparvorgänge einstellen und zusehen woher Sie wieder liquide werden können – d.h. LV/RV kündigen. Zudem kommen die Babyboomer nun in den kommenden Jahren alle in die Abrufphase Ihrer Sparvorgänge. Allein aus letzteren Faktor mußte mit dem Lebensversicherungs-„Rettungs“-Gesetz (LVRG) ein Ausfall von Versicherungsunternehmen verhindert werden. Dies schrieb die Bundesbank im Juni Bericht 2014 klar hinein, das ohne dieses LVRG in den kommenden Jahren über 30 Versicherer das zeitliche segnen werden. 1 größere Gesellschaft reicht aber schon und „Protektor“ wäre überfordert und… Weiterlesen »

MCO
Gast
MCO

Hallo BL,
schauen Sie sich doch mal die Empfehlung von Herrn Malik in älteren Posts an. Ein weiterer Denkanstoß könnte Versicherungsaufsichtsgesetz §89 sein. Man kann nicht davon ausgehen, daß ihr Vericherungsunternehmen erfolgreicher bei der Eigentumsverteidigung ist als andere.

A.I.
Gast
A.I.

Eine Frage hierzu. Medien und EZB haben stets beteuert, dass die Euro-Inflation lediglich eingebildet sei, und pochten auf historisch niedrige Inflationsraten im Euro-Raum. Gleichwohl haben wir eine gigantische Asset-Preis-Inflation gesehen. Diese war in meiner Wahrnehmung in erster Linie lediglich kreditgetrieben. Gehe ich recht in der Annahme, dass die Deflation dann ebenfalls zuerst die Asset-Preise erfassen wird und zu allerletzt auf die Konsumgüter durchschlagen werden? Schließlich müssen wir zur Arbeit fahren, und wir müssen essen, wohnen und uns kleiden. Meine Vermutung ist, dass genau diese Preise nicht nur länger das Niveau halten, sondern noch ansteigen werden, da man bei lebensnotwendigen Gütern… Weiterlesen »

John Rambo
Gast
John Rambo

Also mich wundern die Bewertungen von einigen oder man kann sagen etlichen Firmen.
Eine Marktkapitalisierung von 100 Milliarden $ und mehr sind ja mittlerweile nicht mehr ganz so selten. Wenn sich die Kurse solcher Firmen halbieren in einer Krise dann hat das bestimmt größere Auswirkungen auf die Wirtschaft. Es könnte eine Art Kettentaktion geben. Solche Firmen sind im Grunde „to big to fail“
Aber wer sollte die Kurse solcher Firmen dann stützen? Die Banken haben dann selber genug Probleme und die Zentralbanken auch weil die ja bereits selber einen Haufen Schrott in ihren Bilanzen haben.

Matthias Gertz
Gast
Matthias Gertz

Wie Herr Prof. Malik schon schrieb: niemand wird die Kurse stützen, weil es niemanden gibt, der das kann. Schauen Sie mal in diesen Vortrag von Professor Polleit (http://www.ifaam-institut.de/wp-content/uploads/2010/09/Pr%C3%A4sentation_Polleit.pdf). Ist zwar schon etwas älter, aber es hat sich ja seither nichts geändert, sondern nur verschärft. Da sehen Sie auf Folie 14 eine Entwicklung der US-Schulden und des US-GDP von 1952 bis 2008. Beide Werte sind in 1952 auf 0 indexiert. Die Schulden stehen 2008 bei über 50000 Punkten und das GDP bei ca 15000. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das, was über den 15000 steht, letztlich Luft und im… Weiterlesen »

Gunnar Heinsohn
Gast
Gunnar Heinsohn

Die Lage ist gewiss ernst. Gleichwohl steigt das Nettovermögen aller US-Haushalte und Nonprofit-Organisationen zwischen April und Juni 2014 um 1,4 Billionen auf 81,5 Billionen Dollar. Dieses als Pfand für Kredit verfügbare Vermögen umfasst nicht nur Immobilien, sondern auch – potentiell tief sinkende – Aktien und Festverzinsliche zum Tageskurs. Doch das Immobilienvermögen der Haushalte und Nonprofits allein beträgt knapp 23 Billionen Dollar, von denen knapp 9,4 Billionen verpfändet, 13,5 Billionen aber unbelastet sind. Aktienunternehmen verfügen über rund 9,8 Billionen und Privatunternehmen über rund 7,3 Billionen unbelastetes Immobilienvermögen (alle Zahlen aus: http://www.federalreserve.gov/releases/z1/current/z1r-5.pdf). Insgesamt 30,6 Billionen unbelastetes Immobilienvermögen zeigen, dass die Verfändungspotenz der… Weiterlesen »

Max Gmür
Gast
Max Gmür

… und wenn der Wert der Immobile sinkt schmilzt das unbelastete Vermögen wie Schnee in der Frühlingssonne?

Matthias Gertz
Gast

Traue nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast …
Einer Statik der Regierung – also derjenigen Organisation, die unzählige Mal beim Lügen erwischt wurde und deren Vertreter auch öffentlich zugeben, dass Lügen zum System gehört – zu trauen, erscheint mir – nun ja – gewagt. 🙂
Eine schöne Quelle dazu ist: http://www.shadowstats.com
Und wie Herr Gmür schon schrieb: „… und wenn der Wert der Immobile sinkt schmilzt das unbelastete Vermögen wie Schnee in der Frühlingssonne?“

Rapp Martin
Gast
Rapp Martin

Sehr geehrter Herr Professor, als gewöhnlicher Familienvater möchte ich Ihnen schreiben, dass der Normalverdiener seit der Wiedervereinigung jedes Jahr weniger verdient. Heutzutage kann ein 30jähriger Facharbeiter keine Familie mehr unterhalten. Es gibt also schon sehr viel länger eine ‚Einkommensdeflation‘ beim Otto Normalverbraucher. Viele Menschen versuchen schon lange, durch Kreditausweitung einen gewünschten Lebensstandart zu halten – vergeblich natürlich. Dem Chef meines Sohnes sitzen noch die Schrecken von 2008 in den Knochen, als er vier Monate lang keinen einzigen Auftrag bekam (!). Nebenbei steigt die Steuerquote permanent und hat inzwischen den Charakter einer (Er-) Drosselung des produzierenden Mittelstandes und der Normalfamilie. Die… Weiterlesen »

Karl Heinz Schery
Gast
Karl Heinz Schery

Sehr geehrter Herr Rapp, Ihr Beitrag spricht mir als Familienvater so richtig aus der Seele. Uns geht es zwar noch oberflächlich gut und wir konnten uns sogar den Exportweltmeister-Titel in D teuer erkaufen. Aber auf Kosten von mehr als sieben Millionen Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten und nicht fürs Alter vorsorgen können. Die bereinigten Nettoeinkommen aktuell in Deutschland laut „Die Welt“: 23% verdienen bis € 1.255.-, 48% verdienen bis € 2.352.-. Das sind nun die 80% Mittelschicht. Lediglich 3,3% haben ein Nettoeinkommen von mehr als € 3.921.- Wenn ich mir dann noch Lebenshaltungskosten und Mieten in München ansehe, (2 Zimmer… Weiterlesen »

Stefan Bode
Gast

GAU – Größte Anzunehmende Unfall heißt es geht nicht mehr Größer.

Walter Huber
Gast
Walter Huber

Wir sitzen auf der Titanic und fahren auf den Eisberg zu. Auch die Stimmung damals ist sehr ähnlich. Die 4-Klassen-Gesellschaft usw. Heute haben wir noch eine Gesellschaft mit 60+ Menschen in noch nie da gewesener Zahl oder eine Umweltzerstörung wie noch nie. Das kommt dann zu allen Deflationskriterien noch dazu. Ich suche nur „Weltkapitäne“ die erstens nicht auf den Eisberg zurasen, und oder nach der Kollision das Schiff noch retten können …

Matthias Gertz
Gast
Matthias Gertz

Es gibt keine Weltkapitäne. die die Welt retten können.
Das müssen wir selber tun.
Also um im Bild zu bleiben: Runter von der Titanic und auf kleinere Schiffe. Dafür gibt es Kapitäne zu Hauf. Und wenn sich da mal einer oder zwei irrten liegen nicht gleich alle im eiskalten Wasser des Atlantiks. Und die anderen können die havarierten auch retten – sozusagen als Dankeschön für die Information, wie es nicht geht.
Das nennt man Wettbewerb, laut u.a. Hayek so viel ich weiß, ein Entdeckungsverfahren.
Und dieses Entdeckungsverfahren bzw. der Wettbewerb ist das einzige, was alternativlos ist auf dieser Welt.

H.C.
Gast
H.C.

Genau diese Themen (Demographie, Sozialstaat) und Energie und Wirtschaft stellte Herr D. Meadows dem WIFO in Österreich vor. Wer Kapitän sein möchte – sollte so das verstehen was Herr Meadows in den beiden Videos aufzeigt. Herr Meadows bringt die komplexe Problematik der sich die globalen Gesellschaften stellen müssen sehr gut auf den Punkt: http://peakaustria.blogspot.de/2014/09/dennis-meadows-erklart-eroie-karl.html Anmerkung: Herr Meadows hat eine sehr ganzheitliche Sicht und über 40 Jahre Erfahrung mit dieser Thematik. Das deflationäre Szenario wird nach dem sehen der Videos noch anschaulicher/klarer. In der Tat brauchen wir – wie Herr Malik es schon lange korrekt schreibt/sagt – ein neues Denken und… Weiterlesen »

Matthias Gertz
Gast
Matthias Gertz

Herr Prof. Malik, Sie schreiben: „Nur nebenbei: Die massgeblichste Einzelursache ist der 1986 vom US-Accountingprofessor Alfred Rappaport propagierte Shareholder Value als oberste Steuerungsgrösse für die Unternehmensführung.“ Sind Sie sich da sicher? Die allermeisten Unternehmen kümmern sich doch gar nicht um solche Ansätzen, nämlich die ganzen kleinen und mittelständischen Unternehmen auf der Welt. Oder auch die größeren familiengeführten Unternehmen. Letztlich betrifft das also doch nur einen Teil der börsennotierten Unternehmen, doer? Die haben sicherlich viel Einfluss, abs so viel? Und was ist mit unserem sozialistischen Geldsystem? Die Geldmenge wird von Bürokraten festgesetzt, statt es dem Markt zu überlassen. Der Zins als… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Tora! Tora! Tora! Die japanische Notenbank eifert den Kamikazekämpfern nach. Ihr Anleihekaufprogramm, mit der sie japanische Staatsanleihen aufsaugt, wird kräftig aufgestockt. Man will 582 Milliarden Euros(!) dafür hinblättern. Dabei kann man sich zweierlei fragen: Die Staatsanleihen notieren doch schon nahe Null, was soll das? Die Industrieproduktion ist im August 1,5 % geschrumpft und im Sept 2,7 % gestiegen. Anlass den geldpolitischen Kamikaze zu machen ? Wohl kaum. Die Regierung Abe unter-nimmt den Versuch mit umfassenden Konjunkturprogrammen und per enormer Geldschwemme sowie Deregulierungen Japans Deflationsspirale bzw. Wirtschaftskrise zu beenden. Genau darum geht es. Das Festival will finanziert werden und zwar durch… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Tora! Tora! Tora! Die japanische Notenbank eifert den Kamikazekämpfern nach. Ihr Anleihekaufprogramm, mit der sie japanische Staatsanleihen aufsaugt, wird kräftig aufgestockt. Man will 582 Milliarden Euros(!) dafür hinblättern. Dabei kann man sich zweierlei fragen: Die Staatsanleihen notieren doch schon nahe Null, was soll das? Die Industrieproduktion ist im August 1,5 % geschrumpft und im Sept 2,7 % gestiegen. Anlass den geldpolitischen Kamikaze zu machen? Wohl kaum. Die Regierung Abe unter-nimmt den Versuch mit umfassenden Konjunkturprogrammen und per enormer Geldschwemme sowie Deregulierungen Japans Deflationsspirale bzw. Wirt-schaftskrise zu beenden. Genau darum geht es. Das Festival will finanziert werden und zwar durch den… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Auch das haben wir dem raffgierigen Shareholder Value zu verdanken: “Luxemburg hilft internationalen Konzernen beim Steuersparen. Die Luxemburger Behörden genehmigen zum Teil äußerst komplizierte Finanzstrukturen. Manche Unternehmen hätten aufgrund dieser Steuergestaltungen auf Gewinne teilweise weniger als 1% Steuern gezahlt.“ Unter der Ägide von Jean Claude Juncker wurde für Multis in Luxemburg ein Steuerparadies feinster Art hergerichtet. Der gleiche Jean Claude Juncker ist heute Präsident der EU Kommission. In bewährter Manier hat er andere Steuerparadiese angeprangert, während er selbst sein Luxemburg in den ersten Steuervermeidungsstaat europäischer Nation verwandelt hat. Toll, ganz toll. Die Konzerne die das gemacht haben, haben sich alle… Weiterlesen »

John Rambo
Gast
John Rambo

Ich habe ja mal in einigen Büchern Von Kostolany herumgeblättert aber einiges was er beschreibt scheint außer Kraft gesetzt worden zu sein. Börse ist immer manipulation aber jetzt wird das etwas übertrieben.
Immer wenn es an der Börse deutlich runter geht fällt den Zentralbanken ein das sie mal wieder für einige Hundert Milliarden einkaufen gehen wollen und der Markt dreht nach oben. Das ist fast so als würde man versuchen ein Feuer zu löschen indem man Holz heranschafft statt Wasser.

John Rambo
Gast
John Rambo

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Deflation und Zinsen? Also mir ist aufgefallen das in letzter Zeit bei Turbulenzen an den Börsen der EONIA Zinssatz stark steigt.

beazt
Gast
beazt

In einem Schuldgeld-System, das sich in dem heutigen ausgedehnten Zustand befindet, führt endendes Wachstum zwangsläufig zu einer Deflation. Die Kontraktion ist quasi einprogrammiert. Im Anfangszustand führt eine Geldschwemme natürlich zu einer Inflation – wie die Theorie uneingeschränkt behauptet. Da noch nicht Schulden für Schulden aufgenommen werden müssen und sich die Kapitalkonzentration im Anfangszustand befindet, somit eine große Masse noch konsumiert und nicht für Rendite spekuliert. Im jetzigen Zustand führt sie nur zu einer Verschleierung der Deflation aufgrund der Bewertungs-Inflation (Spekulation statt Wachstum). Dennoch wird die Deflation sich unaufhaltsam Bahn brechen (Hose runter – Wasserrutsche).

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Ganz großes Kino an den Ölmärkten. Heute minus 6%. Mal eben so. Dabei frage ich mich, ob wir es nicht mit sehr vielen Theatern zu tun haben. Es gibt Bühnen für schlechthin alles. Für Kakaubohnen, Kaffeesäcke, Aktien, Anleihen… Alles nur Showbusiness auf allen Ebenen. Strippenzieher, Kartelle, Interessenvertreter. Kein Gut hat einen realen Preis. Cui bono? Nun, beim Öl macht man gerade das Fracking und die aufwändigen Er- schließungen kaputt, wohl mit Hilfe der US Boys. Man schadet sich selbst, um höhergestellte Ziele zu erreichen. Dabei komme ich auf frühere Fest- stellungen zurück. Alles nur eine Frage wechselseitiger Erpressungen. Fallende Energiepreise… Weiterlesen »

Max Gmür
Gast
Max Gmür

Vielleicht ist die Opec interessiert, dass Fracking nicht mehr rentiert und Amerika vom nahen Osten abhängig bleibt? Wie auch immer, es ist eh nur eine Momentaufnahme und alle aktuellen Spekulationen obsolet, wenn Öl wieder hoch geht – wie der Aktienmarkt, dem kürzlich auch viele einen Crash voraussagten. Wir leben in immer vernetzteren Systemen. Wer da Kausalität konstruiert macht sich verdächtig…

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Der Ölmarkt ist kein freier Markt und er ist abhängig vom Verhalten der Anbieter. Hier besonders vom wichtigsten Erzeuger, Saudi Arabien. Wir hatten in der Vergangenheit nach einem Hoch von 150 einen relativ kurzen Taucher auf 35, um dann wieder auf 110 zu laufen. Von dieser gesamten Schurkerei bin ich auch völlig angefressen. Schlage aber vor, das Beste draus zu machen. Das bedeutet für mich, ich sichere mir die niedrigen Preise für mehrere Jahre. Bei einer Ölheizung ist es eigentlich ein muss. Aber Vielfahrer sollten sich auch daran beteiligen. Beim Sprit sollte man mit dem Ölanteil von 50 Cent /Ltr… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Noch was. Es wird wohl niemand bestreiten dass die Saudis den Preissturz ausgelöst haben, weil sie allein über die nötigen Mittel und Förderkapazität verfügen, um das zu veranstalten. Es ist allein eine politische Entscheidung. Hätten sie die Förderung gedrosselt, um die Preise stabil zu halten, wäre das wertvolle Öl in der Erde geblieben zum späteren Verkauf. Wegen der geschrumpften Menge wäre weniger in die Kasse gekommen, aber die gesamte Ölkapazität bliebe ihnen für die Zukunft erhalten. Mit der Anhebung der Fördermengen gehen niedrigere Erlöse einher, die die gleiche Größenordnung haben dürfte, wie eine gedrosselte Produktion. So haben sie der Welt… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Habe mir den heutigen Spritpreis für 3 Jahre gesichert. Die nächsten Tranche nehme ich, wenn WTI weniger als 50 $ kostet.

Dr. H. Mertens-Marschall
Gast
Dr. H. Mertens-Marschall

Sehr geehrter Herr Prof. Malik, geehrte Blogteilnehmer, So schlüssig das deflationäre Szenario auch sein mag, im Augenblick habe ich den Eindruck, daß wir ungebremst auf eine Crack-up-boom zulaufen mit einer inflationären Pleite. Um mich herum kaufen oder bauen alle Häuser und Wohnungen (zur Alterssicherung, nicht zum Eigennutz). Ein Immobilienmakler, der sich selbst an diesem Treiben beteiligt, sagte mir: „Das Geld muß raus“. Der Dax un andere Indizes bilden Fahnenstangen aus. Die Komsumlaune ist prächtig und Deutschland Dauerweltmeister. Eigentlich kann das Ende jetzt nicht mehr weit sein. Dabei ist die weltweite, auch soziale und gesellschaftliche Situation desaströs. Zerstörung sehe ich wohl.… Weiterlesen »

Bojan Zeitler
Gast
Bojan Zeitler

Was ist denn nur mit dem Ölpreis los? Ist das eine erhöhte Zentripetalbeschleunigung der Verschuldung, eine letzte langgezogene Kurve vor der Zielgeraden? Oder doch ein Placebo der „alten Welt“. Es ist doch erstaunlich: 1300 Milliarden umgeleitet, weg von den Ölproduzenten, hin zum Konsumenten – unglaublich spannend.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Jandaya:“Das US-Energieministerium rechnet für das kommende Jahr nur noch mit einem Anstieg der weltweiten Nachfrage nach Rohöl um 880.000 (bisher 1,12 Mio) Barrel pro Tag.“ Hammer.Damit dürfte die Nachfrageseite in nächster Zukunft nicht preistreibend wirken.und es spricht eher dafür das die Angebotsseite weiter für Preisdruck sorgt. Jandya:“Exxon Mobil: Die USA werden ein Nettoexporteur von Rohöl und Erdgas werden. „Exxon Mobil: Der globale Energiebedarf wird bis 2040 um 35% steigen.“ Diese Aussagen sprechen für zukünftige Ölpreisanstiege. Jandaya: „RBC: Rund 25% des in den USA produzierten Schieferöls sind bei einem Ölpreis unter $70 unwirtschaftlich“. Spricht dafür, das Fracking stark eingeschränkt wird. Jandya:… Weiterlesen »

Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

In letzter Zeit habe ich mich ein paar mal gefragt ob es sinnvoller wäre statt von Deflation vom „Sinken der Vermögenspreise“ oder etwas ähnlichem zu sprechen. Jedenfalls nicht von Deflation. Bei Inflation denkt Otto-Normalverbraucher an steigende Verbraucherpreise. Otto-Normalverbraucher schlussfolgert bei Deflation falsch sinkende Verbraucherpreise.
Die Verbraucherpreise sinken aber erst am Schluss. Welcher Begriff würde die falsche Schlussfolgerung vermeiden und das was passiert möglichst direkt im deutschen beschreiben?
viele Grüße
Stefan Ludwig

Matthias Gertz
Gast

Für die präzise Beurteilung einer Problemstellung sind präzise Definitionen hilfreich: Inflation wird im heutigen Sprachgebrauch üblicherweise als Anstieg eines Preisniveaus bezeichnet, während Deflation das Gegenteil meint. Laut Henry Hazlitt gibt es diverse unterschiedlich hilfreiche Definitionen von Inflation, er entscheidet sich für „a general increase in the money supply“ (siehe http://austrianeconomics.wikia.com/wiki/Inflation): „One of the effects, that may accompany inflation (and is sometimes confused for it) is a rise in prices. A similar, but opposite effect in kind is deflation.“ Ich finde diese Definitionen wesentlich hilfreicher. Sie bildet unsere Realität eben auch viel besser ab. Danach ist das Steigen oder Fallen der… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

(I)Ihnen, Herr Prof Malik und ihrem Team, sowie Herrn Prof. Heinsohn und allen Blockteilnehmern wünsche ich schöne Weihnachtstage und dass Sie im neuen Jahr gesund, munter und guter Dinge bleiben. Übrigens konnte ich heuer mit einer Intervention beim Händler den Preis für die Gänse (Großfamilie) stabil halten. Viele wichtige Aktienmärkte notieren weiter an Höchstständen. Der ATX und andere Nebenplätze, sind dagegen weit zurück geblieben. Der Einfluss der spendablen Notenbänker ist für mich unverkennbar. Anders sieht es bei den Renditen am Anleihemarkt aus.In CH sind die 2+5 jährigen schon sehr deutlich im Minus und in D bekommen wir das sehr wahrscheinlich… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

(I)Der DB widme ich eine besondere Betrachtung. Es gibt praktisch keinen Finanzskandal, in dem sie nicht vertreten ist. Mir deutcht, sie ist in der Hand von Händlern, die eine Bank in der Bank bilden. Der Derivateturm spricht auch dafür. Jetzt scheint sie sich von einem gesunden Bein trennen zu wollen: Postbank. Damit soll dem kranken Torso eine Geldinfusion zugeführt werden. Ich spüre sehr deutlich, das mit diesem Laden der Schwanz (Händler) mit dem Hund (Deutsche Bank) wackelt. Ich sehe innere Verhält-nisse, die für mich den Wahlspruch ändern: Leistung die Leiden schafft.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Bundesanleihen lassen den Dax alt aussehen Sichere Anleihen bringen nichts mehr, heißt es immer. Weit gefehlt. 2014 lassen Bundesanleihen Aktien weit hinter sich. http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/bundesanleihen-im-jahreshoch-dax-sieht-alt-aus-13333287.html Die Graphik zeigt, das man mit Bundesanleihen ein viel ruhigeres leben hatte, als mit Aktien. Besitzer von solchen Anleihen haben mit den Minizinsen keine Probleme. Im Gegenteil, sie schauen auf schöne Kursgewinne. Unter dem Strich hat ihr Depot deutlich an Wert gewonnen. Nur bei Neuanlagen kommen Kopfschmerzen. Die Frage ist, ob es an der Zinsfront so weiter geht, oder ob eine Wende bevorsteht. Ich vermute, das in Euroland die EZB die Musik bestimmt, mit ihren geplanten… Weiterlesen »

Kek
Gast

Ich schliesse mich der Meinung von Jörgen Clasen an. Es macht natürlich mehr Sinn Öl für die Ölheizung über mehrere Jahre zu kaufen. Man kann dadurch bare Münze sparen =) Die Preisunterschiede im Bereich Öl habe ich aber auch schon festgestellt. Naja Saudi Arabien spielt die Monopolstellung gut aus.

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