Kleinanleger machen grössten Fehler, wenn sie in Aktien flüchten

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Der SPIEGEL zitiert heute morgen das Manager Magazin: „Aus Angst vor der Schuldenkrise flüchten immer mehr Kleinanleger in Aktien, Großinvestoren sind hingegen skeptisch. Aus gutem Grund: Die Zeit der ganz großen Kurssprünge beim Dax dürfte erst einmal vorbei sein.“
Blog-LeserInnen wissen, dass ich seit langem von Aktien abgeraten habe. Aktienanlagen führen unter den heutigen Bedingungen schnurstracks ins Desaster, genauso wie Investitionen in Immobilien, Rohstoffe oder Edelmetalle.
Aus der Tatsache, dass z. B. Immobilienpreise derzeit an vielen Orten steigen, kann natürlich keineswegs abgeleitet werden, dass die Deflationsgefahr vorbei sei. Im Gegegenteil lässt sich daraus nur schliessen, dass die meisten dieser Anleger von der Wirtschaft viel zu wenig verstehen und sich vom allgemeinen Ökonomen-Inflationsgeschwätz zum grössten Fehler ihres Lebens verführen lassen und in die Verlust-, Schulden- und Bankrott-Falle tappen.
Nur ein paar ausgebuffte Profis werden heil herauskommen. Gewinne werden per Saldo nur die allerwenigsten machen – ich sage mal, vielleicht 1 Promille.

By |2012-08-11T10:36:17+00:00August 11th, 2012|Bankrott, Deflation, Inflation, Wirtschaft|38 Comments

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Blum
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Blum

Einerseits ist man bestürzt, wie wenige Leute um einen herum von der Deflation hören wollen. Andererseits macht genau diese Haltung einen zusätzlichen Vorteil für Deflationisten aus. Dennoch ist ärgerlich, dass manche der größten öffentlichen Skeptiker im Privaten bereits die Deflation im Auge haben. Die nutzen es geradezu aus, wenn die Masse noch denkt, alles werde inflationieren. Man fühlt sich erinnert an Goldmänner, die knapp vor 2008 begannen, gegen die Immopapiere zu wetten, die sie ihren Kunden noch verkauften. Geht straffrei, sagt man nun. Gute Vernetzung zum „Gesetz“-Geber, könnte man vermuten. Frage aber: angenommen, ein Staat hätte Geld übrig zum Anlegen… Read more »

Bert Raeymaekers
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Bert Raeymaekers

Sehr geehrter Herr Prof. Malik, seit langem verfolge ich diese Blog-site und bin auch überzeugt, dass die Verbreitung der nicht-linearen Denke über komplex-dynamische Systeme in unserer Gesellschaft absolut notwendig ist. Leider orientieren sich unsere Politiker im EU-Raum wohl kaum nach der Lebensfähigkeit von Systemen, sondern verfolgen eher auf einer populistischen Art und Weise Pseudoziele die den Erfolg des eigenen Egos oder der Partei ermöglichen sollen. Hier ist fest zu stellen, dass reaktive Zielwechsel oder Kurskorrekturen immer häufiger vorkommen, so wie sich das Umfeld immer schneller ändert. Wie soll man Ihrer Meinung nach Politiker und Parteien interessieren für Syntegration? Ich habe… Read more »

Jürgen Clasen
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Jürgen Clasen

Sapperlot, Herr Prof Malik! Eine Ansage ohne wenn und aber. Die Medien sind gesättigt mit den Meinungen von Dirk Müller und Prof. Otte. Was gescheites kommt dabei aber nicht rüber. Müller faselt was von Anlagen die man absichern muss, Otte geht mal selktiv in Aktien und entfernt sich wieder davon, wenn die Idices kellern. Müller könnte dabei eine neutrale Nummer abliefern , wenn seine Absicherungen nicht mit dem Emittenten hops gehen. Ein selbstbewohnte schuldenfreie Immobilie dürtfte ein sicherer Ort sein. Objekte mit großen Schulden, wie auch alles, einschließlich Aktien, was mit verdeckten Schulden überladen ist, kommt ins Schlachthaus. Freiheit, dürfte… Read more »

Karl Heinz Schery
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Karl Heinz Schery

…in seinem Buch „Der Crash kommt“ (2007) beschreibt Max Otte auf der Seite 156: Japan und das Gespenst der Deflation. Was passiert, wenn die Politik mit aller Macht versucht, einen Aufschwung aufrechtzuerhalten, dessen Zeit zu Ende gegangen ist, zeigt uns japan. Am Beispiel des Landes der aufgehenden Sonne können wir vieles studieren, das uns früher oder später in ähnlicher Form in den anderen Industrienationen treffen wird. Seit 1990 befindet sich Japan in einer „schleichenden Depression“, die aus dem Zusammensinken einer Kreditblase entstanden ist. Etwas Ähnliches wird uns in den USA und Europa auch bevorstehen. In einem Interview der Boerse-Online im… Read more »

JB
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JB

Hatte letzte Woche ein längeres Gespräch mit meiner Bank zwecks Anlage eines durchschnittlichen 5-stelligen Angestellten-Kleinsparerbetrages. Anlageziel laut Bankberater-„Die Inflation schlagen“. Aktien mag der Kunde bekanntermassen nicht, warum auch immer. Also wurden Fonds empfohlen, die in Schwellenländer investieren und ein (zugegebenermassen konservativ geführter) offener Immobilienfonds. Allein die gesammelten Unterlagen und Fineprints der empfohlenen Anlagen würden ein Buch füllen und sind wohl sehr komplex für einen „Otto Normalo“ wie mich. Durchgelesen habe ich sie trotzdem. Schockiert haben mich dabei zwei Dinge. Der Berater hat es offensichtlich gut gemeint und hat sich Mühe gegeben. Ein neutraler Honorarberater wäre wohl nicht besser gewesen. Die… Read more »

AWF
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AWF

Hat eine schuldenfreie Immobilie nicht den gewichtigen Vorteil, dass sie währungsunabhängig ist? Hält man viel Bargeld, so ist man stets auch politischen Entscheidungen ausgeliefert, z.B. ein Verbot des Haltens zu hoher Beträge. Immobilien, Rohstoffe oder Edelmetalle hätten gegenüber Aktien auch den Vorteil, dass sie ihren Wert in einer wirtschaftlichen Erholung nach 10-20 Jahren ziemlich sicher wiedergewinnen, während bei den Aktien ein beträchtlicher Teil der Firmen untergeht.

Karl Heinz Schery
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Karl Heinz Schery

Warren Buffet hortet Bargeld: Der bekannte Millardär traut den Börsen derzeit auch nicht allzuviel. Seine Firma hortet so viel Bargeld wie schon lange nicht mehr. Aktien dagegen hat Buffet zuletzt verkauft. Der Barbestand von Berkshire stieg nach Angaben einer Mitteilung an die Regulierungsbehörden mit Datum vom 3.August im zweiten Quartal um 7,5% auf 40,7 Mrd. Dollar. (Ob wirklich „Bargeld“, konnte ich den einschlägigen Pressemitteilungen nicht entnehmen :-)).
Eine von Buffets Grundsätzen ist: Angst haben, wenn an der Börse Gier herrscht, und gierig sein, wenn Angst herrscht. Oder sind es doch „aufkommende Ahnungen“? Oder er verfolgt diesen Blog…

m. weuhmann
Gast
m. weuhmann

Lieber Herr Malik,
als Kleinanleger Sachwerte zu meiden ist gut und richtig. Ich jedoch aber habe ein kleines Unternehmen und werde es nicht liquidieren, nicht zuletzt weil meine Branche von der Krise profitiert. Meine Frage: Ist es richtig jetzt gute reserven zu bilden und sich kontobestände in bar und verschiedenen währungen geben zu lassen, wie sie sagten? Und zudem unötige Sachwertanschaffungen aller art aufzuschieben?
Viele Grüße M.

AM-DM
Gast
AM-DM

Lieber Herr Professor Malik, ich habe jetzt doch einmal eine ganz persönliche Frage. Ich unterhalte vermietete Wohnimmobilien aus Familienbesitz über mehrere Generationen. Diese wurden auch regelmäßig gepflegt und zuletzt auch 2010 mit einer größeren Umbaumaßnahme renoviert. Selbstverständlich sind die Immobilien aufgrund der Maßnahmen auch mit Annuitätendarlehen belastet, jedoch nur zu ca 30% des Schätzwerts, mit jährlicher Sondertilgungsoption von 10%. Diese ist auch für das aktuelle Jahr ausgeschöpft. Nun sprachen Sie davon, sich u.U. auch von Immobilien zu trennen, was mir jedoch nicht ganz einleuchtet. Darüberhinaus wäre es auch interessant zu erfahren, ob man in der Tat in Festgeld bzw. längerfristigen… Read more »

Matthias
Gast
Matthias

Sieht derzeit irgendwie nicht nach Crash aus. Ein Allzeithoch nach dem anderen kommt in Sichtweite.
Gut in 20 Jahren sieht es wahrscheinlich anders aus, aber ich habe den Eindruck, dass die Anleger gute Renditen erzielen, die an die Inflation glauben.