Anfang oder Ende der Krise?

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Anfang oder Ende der Krise?

Die nächsten paar Wochen werden spannend. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sie die Entscheiung zwischen Bulls und Bears bringen; zwischen  „… nun da die Krise endlich vorbei ist … „ und umgekehrt “ … nun da die Krise erst richtig beginnt …“
Meine Auffassung ist: Sie beginnt erst richtig …
Im Folgenden ein paar Ingredienzen der aktuellen Situation:
– Die Stimmung an den Börsen ist fast auf einem „All Time-Hoch“;
– So sind es auch die Kurse an vielen Märkten;
– Banken beginnen ihre Kredite an die Notenbanken zurückzuzahlen;
– Die Margins (Trading-Kredite) sind im Verhältnis zur Marktkapitalisierung auf dem höchsten Stand seit 1929;
– Die Funds haben rekord-niedrige liquide Mittel, weil sie voll investiert sind;
– Die Fund-Outflows sind aber auf Höchststand, weil das Publikum Mittel in Höchst-Volumina abzieht;
– Insider grosser Unternehmen verkaufen im grossen Stil Aktien ihrer eigenen Firmen; auf die zehnTop US-Companies kommen mehr als 1’500 Verkäufe auf einen Kauf; Microsoft, Google und Oracle sind bei Weitem an der Spitze der Insider Sales;
– Die Analysten hingegen geben Kaufsignale auf „Teufel komm raus …“.
Viele Medien verbreiten Optimismus. Verständlich, denn man kann die Signale als superbullisch deuten. Meine Auffassung ist genau umgekehrt. Die meisten dieser Signale sind Anzeichen dafür, dass die Märkte überfällig sind für die nächste Talfahrt.

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Blum
Gast
Blum

Sehr geeehrter Prof. Malik, am Silbermarkt hat es kürzlich einen Rutsch nach unten gegeben, was sich zumindest teilweise dadurch erklären liess, dass Broker die Margins reduzierten, also die geforderten Sicherheiten erhöhten. Das liegt in deren Ermessen und so wie sich auch andere Märkte durch nichtdemokratische Mittel „regeln“ lassen, so steuern diese legalen Mittel einen Gutteil von Marktbewegungen. Das Stichwort „Liquiditätshausse“ wird aktuell wenig verwendet, doch sind die Kurse gerade das – immer mehr FIAT-Geld im System, wo man mit Geld mehr Geld machen möchte und kann, ohne dass das irgendwelchen Unternehmen, die Güter produzieren, etwas hilft. Außer sie gehen selbst… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Setzt nicht auf ein Stoploss! Verkauft lieber sofort, wenn Ihr einen Gewinn habt. Mit einem Stop haut es Euch raus. Früh, wenn er kursnah ist, später und schmerzlicher, wenn er niedrig angesetzt wird. Gerade Apple liefert aktuell dazu ein Beispiel. Kurnaher Stop, raus. Weit entfernter Stop. Auch raus. Letzterer Fall eben noch bitterer, weil man dann schon meistens alles abgeben hat, was man zuvor gewonnen hatte. Die Märkte steigen nach meinen langjährigen Erfahrungen stets mehr, als man gemeinhin glaubt. Im Umkehrfall geht es denn auch auf Verzweiflungsniveaus zurück. In Davos wird das hohe Lied von einer Stabilisierung gesungen aber auch… Weiterlesen »

Hannes Sch.
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Hannes Sch.

Klingt nach einem verzweifelten Kommentar. Wurden Sie unglücklich ausgestoppt? Der SL hat durchaus Sinn. Nur sollte man auch wissen wie und wo man ihn setzt 😉

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Die Marktentwicklung reizt zu einer aktuellen Lagebeurteilung. Einige von mir ins Feld geführte (Kontra)Indikatoren, wie DOW Transport, DAX Kursindex, FAZ Kursindex, letzterer eingeschränkt, haben wichtige Linien nach oben genommen und vergangene mittelfristige Hochs durchbrochen. Die Vola notiert äußerst niedrig und kann das auch noch eine längere Distanz durchalten, bis sie dann wieder nach oben schießt. Im diesem Umfeld könnten DAX und Co weiter zulegen. Nicht alle Werte sind zum totlachen, Versorger sorgen für erhebliche Mißstimmung. Autozulassungen in Europa z. T. katastrophal. In den USA weiter gut, aber nicht mehr sehr gut. Man hat den Eindruck die Notenbanken mit ihren Liquititätsschüben,… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Der staatliche japanische Pensionfond will sich von Y Anleihen trennen. Die haben für cirka 500 Mrd Euro solche Papiere gebunkert. Nun, sie müssten, nachdem sie festgestellt haben, das es außer Kursverlusten nichts mehr zu holen gibt, Nachgläubiger finden, die so dumm sind, sich solche Papiere ins Depot zu legen. Es dürfte daneben auch private Fonds geben,die sicher auch keine Lust verspüren Miese einzufahren. Man hat den Eindruck im Finanzcasino werden demnächst gewaltige Summen bewegt mit sehr ungewissen Folgen und keiner, wirklich keiner, kann mehr wissen, welche Assetklasse davon + oder – betroffen ist. Nur beim Yen kann könnte man kalkulieren,… Weiterlesen »

Stefan Müller
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Stefan Müller

Sehr geehrter Dr. Malik, als ich heute diesen Artikel las (http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/alles-wird-besser-nichts-wird-gut-1.17987901) musste ich sofort an eine alte Aussage von Ihnen denken: Wieviel besser ist gut? Der besprochene Klimawechsel läuft über andere Zeithorizonte ab, als es viele Investoren interessiert. Investoren wollen mit Gewinn verkaufen. Das geht auch bei einem Sonnentag innerhalb einer Eiszeit. Was interessiert es, wie stark das Unternehmen vor 5 Jahren war, wenn ich im Jahresrhytmus kaufe und verkaufe. Diese Art der Investoren setzen Manager ein, welche kurzfristige Versprechen machen. Selbst wenn das Problem erkannt wurde, brauchen gute Manager sehr viel Energie, die richtigen Menschen und die richtigen Methoden,… Weiterlesen »

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