Die neuen Nein-Sager: Blockierung durch Erfahrung

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Die neuen Nein-Sager: Blockierung durch Erfahrung

In einer Transformations-Epoche beginnt uns das wichtigste wegzubrechen – unsere Erfahrung. Daraus folgt das Phänomen der neuen Nein-Sager, wie ich es nenne. Mehr denn je treffe ich in fast allen Bereichen – selbst auf hohen Führungsebenen – auf Menschen, die mir erklären, was nicht geht.
Darunter sind immer öfter auch solche, die früher so etwas nicht gemacht haben, sondern im Gegenteil immer auf der Suche nach Lösungen waren. Es wäre aber falsch, darauf zu schließen, dass diese Menschen nun unfähig seien. Die neuen Nein-Sager sind anders als die früheren. Sie sind auch meistens nicht einfach“ nur so“ dagegen, sondern sie haben triftige Gründe für ihre zurückweisende Haltung. Zumeist haben sie damit sogar Recht, denn tatsächlich geht in der Alten Welt vieles nicht mehr, weil diese zu Ende geht. Gleichzeitig geht aber das Neue geht noch nicht, weil es noch nicht richtig da ist, oder noch nicht reif genug, oder wir damit noch nicht genügend vertraut sind. Und es entspricht nicht unseren bisherigen Erfahrungen, die bis dahin unsere beste Navigationshilfe war.
In Umbruchszeiten verlieren Menschen ihre Orientierung, wenn sie keine Hilfe bekommen. Denn selbst die besten Erfahrungen aus der Alten Welt sind für den Umstieg in die Neue Welt nicht nur bedeutungslos, sondern sie sind das grösste Hindernis. Als der marktführende Weltkonzern Kodak erkannte, dass digitales Fotografieren die Zukunft sein wird, waren die besten Fachleute und vorherigen begeisterten Innovationstreiber plötzlich die grössten Hindernisse für die Transformations-Innovation.
Was kann man tun? Die Lösungen liegen nicht in herkömmlichem Change Management, sondern in neuen, partizipativen Kommunikationsmethoden, die aus scheinbar Nichts ein Maximum an Intelligenz machen können. Jene Fähigkeit, Probleme besser zu lösen und auch völlig neue Aufgaben zweckentsprechend erfüllen zu können.
 

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Herbert SauruggDr. Markus GriesbeckF. Malikbrummer, birgit Letzte Kommentartoren

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brummer, birgit
Gast
brummer, birgit

In meinem Umfeld gibt es auch (leider) viele neue Nein-Sager. Die scheinbare Lösungsfindung zwischen „Grenzen zu – Zäune hoch“ und „geordnete Aufnahme und Teilen“ ist so nicht umsetzbar. Dieses unsäglich dumme Dublin-Abkommen legt die Grenzsicherung in die schwächsten EU Staaten. Wie Sie sagen, lieber Herr Prof. Malik, die Komplexität ist hier nicht bedacht worden. Wie aber können partizipative Kommunikationsmethoden verstehbar und dann anwendbar auf breiter Ebene durchgesetzt werden? Aus meiner Sicht gehört dazu sich von Konsenskultur zu Diskussionskultur zu bewegen, ebenso von Identität zu Integrität, von (ungetrübtem) Wohlgefühl zu (achtsamer) Pragmatik, von Festhalten zu Aufbruchsfreude. Ich kann sehr gut verstehen,… Weiterlesen »

Dr. Markus Griesbeck
Gast
Dr. Markus Griesbeck

Ja, es gibt diese Nein-Sager und m.E. hat es diese auch früher schon gegeben. Es ist schwierig, die Phantasie zu beflügeln, gerade wenn es um größere Veränderungen oder Umwälzungen geht. Oftmals hängt man an den „eigenen Babys“ oder dem, was man (erfolgreich) aufgebaut hat. Hier die richtige Balance zu finden zwischen Wertschätzung/Anerkennung des bisher Geleisteten und dem (möglicherweise) schon (sichtbaren) Neuen, ist ein (zumindest für mich) oft riesiger Spagat.

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