Die querschnittsgelähmte Gesellschaft

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Die querschnittsgelähmte Gesellschaft

Die Gesellschaften so gut wie aller Länder sind wie ein Mensch der vom Hals hinunter querschnittsgelähmt ist. Sein Kopf kann zwar denken, und manche inneren Organe arbeiten auch noch, aber sonst funktioniert nichts mehr.
So ist es mit den meisten Organisationen der heutigen Gesellschaften. Sie funktionieren schlecht, langsam, ineffektiv, unwirtschaftlich; in ihrem Inneren lähmen sie sich durch schlechtes Management und nach aussen blockieren sie sich gegenseitig.
Dafür ist man aber blind. Ich scheine der einzige zu sein, der sich damit befasst.
Insbesondere auch die Organisationen des Finanzsystems haben seit 20 Jahren schlecht oder falsch funktioniert. Andernfalls hätte es zur Finanzkrise gar nicht kommen können. Denn bei richtigem Funktionieren hätten die Banken ja nicht derartig falsche, letztlich zum Bankrott führende Strategien machen können und sie wären auch nicht so hilflos bei ihrer eigenen Rettung.
 
Der Organismus, den wir Gesellschaft nennen, besteht aus zahllosen Organisationen aller Grössenordnungen und Zwecksetzungen. In Deutschland allein sind es rund 4 Mio. Mir ist nicht bekannt, dass jemals jemand diese Zahl sonst noch auf seinem Screen gehabt hätte. Mit der Analyse des Systems komme ich zur Faustregel, dass die Zahl der Organisationen etwa 5% der Bevölkerung beträgt. In den wenig entwickelten Ländern ist es vielleicht die Hälfte davon. Ich schätze, dass es weltweit knapp 100 Mio. Organisationen gibt. Die Familien zähle ich nicht dazu, wohl aber die Kommunen. Nehmen wir an, dass etwa die Hälfte davon brauchbar funktionieren, dann haben wir ein grobes Bild des Krankheitszustandes.

Von |2013-09-07T08:52:09+00:00September 7th, 2013|Allgemein, Funktionieren, Kybernetik, Manageability, Organisationen|98 Kommentare
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Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Aus meiner Sicht haben wir es mit einer gemischten Veranstaltung zu tun. Die Eigentümer bestimmen das Management und den Kurs. In der Regel eine interaktive Veranstaltung in der jede Seite zu einem gemeinsamen handeln beiträgt. Letzte Verantwortung haben die Eigentümer, denn sie sind echte Verlierer, wenn es daneben geht. Anders sieht es im politischen Raum aus. Klassische Eigentümer gibt es dort nicht, wenngleich bei Fehlsteuerungen der Bürger ausnahmslos die Zeche bezahlt. Ein subtiles System steuert den Wählerwillen: Geld regiert die Welt… Bush Junior, konnte sich aus dem Staub machen und hunderte Milliarden sind verschleudert worden im Irak und in Afganistan.… Weiterlesen »

Max Gmür
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Max Gmür

Herr Clasen,
eigene oder zitierte brachiale Aussagen („Der ganze Balkan…“), die im Kern menschenverachtend sind, bringen keinen Erkenntnisgewinn und schaden der Glaubwürdigkeit dieses Blogs. Schade um die wertvollen Beiträge, auch von Ihnen.

Stefan Ludwig
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Stefan Ludwig

Ich denke die „Blindheit“ kommt davon, dass die „Augen“ nicht darin geübt sind es zu sehen. Mir fällt da eine Abbildung ein: sie zeigt einige schwarze Flecken die scheinbar ohne zusammenhang sind. Sobald man weiß was es da zu sehen gibt kann das Gehirn den fehlenden Rest ergänzen. Wenn man das Bild einmal vervollständigt hat wird man immer „das Objekt“ sehen und keine schwarzen Flecken mehr. http://images.gutefrage.net/media/fragen/bilder/wer-kennt-sich-mit-manfred-spitzer-aus/0_big.jpg Lieber Herr Professor Malik ich habe anno 1987 fast alle Bücher von Frederik Vester gelesen. Dietrich Dörner die Logik des Misslingens“ Ich habe drei ihrer Bücher gelesen. Ich verfolge diesen Blog täglich. Trotzdem… Weiterlesen »

Robert Baumann
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Robert Baumann

Sie sprechen mir aus dem Herzen

JB
Gast
JB

In diesem Thread wird des öfteren die Frage aufgeworfen, worin das schlechte Funktionieren von Organisationen besteht. Wer in einer Organisation, egal ob Staat, Privatwirtschaft oder non-profit angestellt ist, findet immer häufiger folgende Symptome vor: -Frustration auf allen Leveln bis hin zu Burnout/Sinnleere durch schlechtes Job Design, schlechtes MbO, fehlende Business Mission und falscher Personalinsatz/schlechte Rekrutierungspraxis -Sinnlose, suboptimale Prozesse, Zahlenfresserei, Mißverständnisse, schlechte Meetings schikanöse Kontrollen, oder völliges Fehlen von Kontrolle etc. Daraus resultierend: Organisationen liefern unter ihrem Ergebnispotential und die U-Bahn ist voller frustrierter Gesichter. Das Paradoxe dabei ist, daß es uns materiell nie besser ging als heute, scheinbar ist die… Weiterlesen »

NJPuls
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NJPuls

Herr Ludwig, in Tiefenstrukturen von Organisationen mit Hilfe des VSM einzudringen, um Positionen des Nichtfunktionierens präzise zu identifizieren, ist m.E. intensive Schulung und Austausch von Erfahrung notwendig. Seit Ende 1980er Jahre ist mir das VSM bekannt, konnte jedoch viele Jahre mit dem Modell einfach nichts anfangen. Als Praxispartner war ich dann in den Jahren 2007 bis 2012 an Forschungsaktivitäten der HafenCityUni beteiligt, bei der es u.a. um eine Übersetzung des VSM zur spezifischen Anwendung in der Bau- und Immobilienbranche ging. Hierzu liegt seit 2012 eine Doppeldissertation vor (Faber-Praetorius/Zippel). In einem gemeinnützigen Institut werden nun Methoden entwickelt, die auf dieser VSM-Übersetzung… Weiterlesen »

Herbert Saurugg
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@Ausbildungseinrichtungen
Ich denke auch, dass hier der Schlüssel liegt und noch viel Arbeit vor uns liegt, um vernetztes Denken und Handeln in die Ausbildungseinrichtungen hineinzubringen. Für mich war so ein Schlüsselerlebnis, als ich auf einer technischen Veranstaltung/Fachhochschule auf meinen Einwand bzgl. des nichtsystemischen Ausbaus der dezentralen Stromversorgung und die damit verbundene Gefahr von Blackouts die Antwort von einem Professor bekam: „Malen Sie nicht schwarz, wir haben 100 andere Probleme auch, die wir eines nach dem anderen abarbeiten müssen“.
Wie sollen die Studenten/zukünftigen Techniker breiter denken, wenn sie damit nicht in ihrer Ausbildung konfrontiert wurden?

Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

erlaube mir ausnahmsweise ein Zweitposting:
Kurzberichte Firma xy vor der Insolvenz gerettet, Umsatzsteigerungspotential von 300 Mio gefunden, sind gute Werbung aber sie helfen nicht beim „Sehen Lernen“ worin die Ineffizienz bzw. Effizienz im einzelnen besteht. Dazu bedarf es „Seh-Übungen“ die einen gleitenden Übergang von der bisherigen zur kybernetischen Sichtweise ermöglichen.
Wenn andere Blogteilnehmer in dieser Richtung erfolgreicher sind als ich schreiben sie mir wie haben sie „systemisch-kybernetisch sehen / analysieren gelernt?“
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Ludwig

Brummer, Birgit
Gast
Brummer, Birgit

Ach, lieber Herr Ludwig, Ihre Frage trifft ganz sicher bei Vielen hier auf ähnliche Wünsche. Zunächst einmal muss man Prof. Malik danken für diesen Blog.Er ist ein ausgezeichnetes Tool für Weiterbildung. Allein das Niveau des Blogs „Vermorschende Gesllschaften“ hat mich begeistert. Die Erklärungen zur Eigentums-Ökonomie und Bitcoin sind wunderbar. Darf ich Ihnen von meinem Weg zum BEGREIFEN vom Kybernetischem Management berichten? Und ehrlich, ich bin noch lange nicht am Ziel. Folgende Themen sind für mich Keyfactors: Komplexität, Funktionieren, VSM, Systemelemente im Beziehungsnetz, Kundennutzen. Meine Bereiche sind Marketing und Research, insbesondere Kunden-Einstellungen, Verhalten, Motive. Wenn also das kybernetische Management auf dem… Weiterlesen »

CP Seichter
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CP Seichter

Ich glaube, dass es u.a. deshalb so schwer zu vermitteln ist, weil die Veränderungen in den Köpfen, also im Denken und Wahrnehmen, passieren. Mir berichtete ein Teilnehmer von folgender augenöffnender Situation während einer Syntegration: eine Führungskraft wollte einen Betriebsratvertreter davon überzeugen, dass die Idee aus Mitbestimmungsaspekten nicht umsetzbar wäre. Hier hatte sich über Jahre der Glaubenssatz verfestigt, dass Mitbestimmung und Betriebsrat gute Ideen blockieren. Was ist daran so toll? könnte man fragen. Diese Situation hat den Beteiligten verdeutlicht, dass viel Stillstand durch die inneren Überzeugungen verursacht ist und nicht aufgrund fehlender Ideen. Dieser Fokus-Shift hat wahre Energiereserven gehoben. Ähnlich dürfte… Weiterlesen »

NJPuls
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NJPuls

„(…) Dafür ist man aber blind. Ich scheine der einzige zu sein, der sich damit befasst (…) Lieber Herr Prof. Malik, es ist kaum anzunehmen, dass Sie diesen Satz aus Frust so formulieren. Obwohl, es ist durchaus vorstellbar, dass es unerfreulich ist, sich ständig mit resistenten Top-Entscheidern auseinander setzen zu müssen, die ganze Konzerne zugrunde richten. Im Vergleich zur Situation vor wenigen Jahren, zeichnet sich ein Wandlungsprozess ab, soweit ich das für meine Branche (Bau- & Immobilien) und Region (Hamburg) beurteilen kann. „Kybernetik“ kommt an, solange man das Wort nicht benutzt. Bei Investitionen geht es zunehmend um grundsätzlich richtige &… Weiterlesen »

Die Katze aus dem Sack
Gast
Die Katze aus dem Sack

Diese Gesellschaften, so wie sie von Ihnen beschrieben werden, malen mir das Bild eines Zombies, der im Blutrausch nur noch seiner Gier nach frischem Fleisch folgt. Also eher weniger einem Kranken, dem noch geholfen werden kann, sondern ein bereits toter, verwesender Körper, dessen Funktionieren nach wie vor weit unterhalb unserer sensitiven Wahrnehmungsebene verläuft, im sogenannten Mikrokosmos. Standortbestimmung: Wir befinden uns zwischen den Definitionen von Makro- und Mikrokosmos. Sie irren im Übrigen, wenn Sie davon ausgehen „der Einzige zu sein, der sich damit befasst“. Ich sehe es nur so: Bei geschätzten 100 Millionen Organisationen weltweit, erfordert es schon eine gehörige Portion… Weiterlesen »

Brummer, Birgit
Gast
Brummer, Birgit

Auch nur mal so: Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf die Zukunft vobereitet zu sein. (Perikles) Ein sehr altes – oft verwendetes Zitat, deshalb nicht weniger klug. Aus meiner Studienzeit erinnere ich mich noch an eine wahre Geschichte: Firmen, die in den 70-ern ein Szenario durchspielten „Was müssen wir tun, wenn der Ölpreis auf 30 oder sogar 50 § steigt?“, waren dann, als diese Situation wirklich eintraf, vorbereitet und lange Jahre ungleich erfolgreicher als andere. Sie erkennen an den Postings hier, wie sehr die meisten lernen wollen, anders und vernetzter zu denken, um sich vorzubereiten auf… Weiterlesen »

Stefan Ludwig
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Stefan Ludwig

Sehr geehrte(r) Herr / Frau? (nun „Katze aus dem Sack“ finde ich als Anrede unangemssen) wie konnte sich nur der Touch-Screen auf Smartphones so dermaßen schnell durchsetzen obwohl doch selbst bei Apple (der Sage nach) das Bedienkonzept intern zunächst verworfen wurde, der Mitarbeiter schon gekündigt hatte und Steve Jobs ihn persönlich zurückholte) ?? Wie konnte das geschehen wo die Menschehit doch seit Jahrzehnten gewohnt ist einzelnee Tasten zu drücken? Ganz einfach: weil schon beim zuschauen fasziniert und man beim selbst ausprobieren die Erfahrung macht wie praktisch das in diesem Anwendungsbereich ist. (Große Texte schreibt man selbstverständlich weiterhin auf einer klassischen… Weiterlesen »

Die Katze aus dem Sack
Gast
Die Katze aus dem Sack

Bei 1200 Zeichen braucht es bei mir keinerlei Höflichkeitsfloskeln, und biete hiermit das Du an. Darüber hatte ich mir bisher gar keine Gedanken gemacht, weshalb sich Touch-Screens bei Smartphones durchgesetzt haben. Sehr interessant. Das Malik-Management als Lizenzinhaber mit der Ecopolicyade-Software zu tun hat, verfolgte ich vor einigen Jahren beiläufig mit. Ja, sehr schön das Ganze. Spielerisches lernen durch (Mit-)Machen finde ich grossartig. Vor allem wenn es um das Verständnis quervernetzten Denkens und Handeln in mehrwertgetriebenen Arbeitsorganisationen geht. Schade nur, das der Zugang zu dieser Software nicht durch ein Open-License oder Freeware-Modell ermöglicht wurde. Aber hey, gute Spielesoftware kostet eben 50€… Weiterlesen »

Stefan Ludwig
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Stefan Ludwig

Um Ihr Bild vom Fingerhut und Atlantik/Pazifik aufzugreifen:
Kybernetische Methoden dienen nicht dazu den radioaktiv verseuchten Pazifik mit Hilfe von riesigen „Fingerhüten“ auf dem Mond endzulagern sondern sie dienen dazu dazu durch gründliche Systemanalyse Wege zu finden wie die radioaktive Verseuchung letzendlich durch Vesetzen eines Fingerhutes Veränderungen in Gang zu setzen die zu einer Beseitigung der negativen Auswirkungen führt der Radioaktivität führt.
Ich gebe unumwunden zu das dieses Beispiel richtig Größenwahnsinnig ist. Es soll auch nur die prinzipielle „Arbeitsweise“ verdeutlichen
mit freundlichen Grüßen
Stefan Ludwig

Die Katze aus dem Sack
Gast
Die Katze aus dem Sack

Habe ich in etwa verstanden. Mein Fingerhut-Theorem wollte so weit gar nicht gehen, das Meer mit den vielen Namen so weit zu betrachten. Es genügt völlig zu verstehen, das Veränderungen oben nichts bringen, wenn sie unten als solche nicht ankommen. Mit unten meine ich den Teil von Unternehmens-Organigrammen, bei denen die Produktivkräfte, also jene Menschen, die dem eigentlichen Unternehmenszweck dienen, gar nicht mehr erfasst sind. Meist erhöht sich das Arbeitspensum ohne finanzielle Kompensation. Tendenzen weiterhin bedrohlich.

TG
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TG

Einen erheblichen Beitrag zur Querschnittslähmung tragen meiner Erfahrung nach zwei Elemente bei: 1) Höhere Führungskräfte sind immer häufiger ehemalige („Top-„)Berater. Das ist per se nichts Schlechtes und diese Leute sind meist immer intelligent und fleissig, aber auch häufig nicht mit dem restlichen Körper verwachsen. Es gibt sicherlich auch positive Ausnahmen. Ein Problem ist dann auch eher eine einseitig Anhäufung dieser Art Qualifikation. 2) Insgesamt findet eine Akademisierung in Unternehmen statt. Spitz formuliert: ohne Promotion darf man bald keine Gabelstapler mehr bewegen. Gute Mitarbeiter bleiben stecken, weil sie zwar z. B. keinen MBA haben, dafür aber gute Ergebnisse liefern. Das Sein… Weiterlesen »

Kevin Malikkendele
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Kevin Malikkendele

@TG Da kann ich Ihnen nur beipflichten. Ich halte die ganzen Diskussionen über VSM, Kybernetik, Syntegration schlicht für überflüssig. Es gibt bspw. in Deutschland eine Vielzahl von funktionierenden Unternehmen im Mittelstand. Diese Unternehmen sind teilweise mehrere Hundert Jahre alt. Unternehmensberater haben dort generell Hausverbot. Akademiker muß man in diesen Unternehmen mit der Lupe suchen. Die Mitarbeiter sind dort häufig 30,40 oder 50 Jahre beschäftigt. Man kennt dort die Kundenprobleme, alle haben das Geschäft von der Pike auf gelernt. Würde man dort mit solchen hochtrabenden Konzepten, bunten Power Point Folien und Syntegrationen kommen, dann würde es nur ungläubiges Staunen auslösen. Solche… Weiterlesen »

Die Katze aus dem Sack
Gast
Die Katze aus dem Sack

Diese höheren Führungskräfte werden meist durch die Shareholder bzw. durch die Gesellschafter bestellt. Sonst kann das ja niemand. Oftmals tun diese Führungskräfte genau das, was sie sollen. Wenn nicht, kommen z.B. Menschen wie ich ins Spiel, die evaluieren, ob höhere Führungskräfte ausgetauscht oder anderweitig entlastet werden können, um das gewünschte Funktionieren der Gesamtorganisation nicht zu gefährden. Das primäre Ziel dieser Shareholder ist unisono das Abschöpfen der unternehmerischen Kapitalerträge welche durch die Arbeitskraft Dritter zu Stade kam, in etwa vergleichbar mit leistungslosem Einkommen. Diese Menschen sind zwar arbeitslos, haben dafür aber mehr als nur 1 sattes Einkommen. Ungerecht meinen einige, notwendig… Weiterlesen »

Dr. Dr. H. Repke
Gast

Ich könnte mir vorstellen, dass Sie sich im Zusammenhang mit dem Thema dieses Artikel für die beiden Essays interessieren werden, deren Links am Ende dieser Anmerkung angefügt sind. Wir haben sie kürzlich in WordPress als Vorab-Information eingestellt. Über weite Strecken sind sie nicht nur provokativ, sondern auch recht amüsant zu lesen. Diese Texte sind Teil der bevorstehenden Neuerscheinung „Die fünf Mayerhof’schen Gesetze“ von Leander Golman.
„Das Gesetz vom Tanz der Marionetten vor der Fassade der Demokratie“:http://wp.me/p29pVB-Q
„Das Gesetz der ‚politisch korrekten‘ Überkompensation von Fehlern der Gegenwart und Vergangenheit“: http://wp.me/p29pVB-1u
Mit freundlichen Grüßen, H. Repke
P.S. Fagulon ist auch bei Facebook

Die Katze aus dem Sack
Gast
Die Katze aus dem Sack

Sehr schöne Empfehlung. Auch wie und was Sie da generell machen, in Ihrem Verlag. Genau um so etwas zu finden, ohne lange suchen zu müssen, bin ich hier. Arbeiten Sie immer noch als Forscher in der Immunologie bzw. der Virologie? Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich nämlich die Erkenntnisse aus diesen Wissenschaftsbereichen durchaus eignen, mal nach Verwertbarkeiten für Management-Features zu suchen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da Fundstücke gibt.

Dr. Dr. H. Repke
Gast

Vielen Dank für den Kommentar. Hier meine Reaktion: Ja, die gibt es. Dabei handelt es sich erstaunlicherweise nicht nur um Analogien, die man vielleicht als Metaphern verwenden könnte, sondern um Mechanismen, die nur in einem anderen System (z.B. der Gesellschaft oder Wirtschaft) auftreten. Insofern kann man zum Beispiel aus den biologischen Fließgleichgewichten im Stoffwechsel, aus der Energetik biochemischer Reaktionen (Enthalpie und Entropie) oder als der Regulation der Genexpression Modelle ableiten, die sich gut für das genauere Beschreiben und Verstehen von Prozessen in den o.g und vielen anderen Bereichen eignen. Allerdings setzt das natürlich voraus, dass diejenigen, die das tun, in… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Für Durchblicker. Der Parasit sirbt mit dem Wirt!
Habe mal eine Kurzfassung in einem Kommentarfeld versucht:
Das System, ist ein System wechselseitiger Erpressungen…
Die heutige Schülerschaft besteht aus 20% struktuellen Analphabeten, das heißt, sie können lesen, aber verstehen den Inhalt nicht und können ihn nicht annähernd wiedergeben. Danach kommen 30% Mischformen. Weitere 30 % verstehen es, sind aber durch die medienindustrielle und sonstige Mächte ruhig gestellt. Nur 20% sind echte Durchblicker, arbeiten als Lobbyisten, hardcore Politiker, Experten und Fachleute. Das Ende dieser querschnitts-gelähmten Gesellschaft ist unausweichlich. Es kommt früher durch Erkenntnis oder später durch Unwissenheit und Totalzusammenbruch. Passen Sie gut auf sich auf!

Dr. Dr. H. Repke
Gast

Vielleicht ist in diesem Zusammenhang auch der Essay: „Kein Wahlrecht ohne Wählerführerschein“ interessant, der in ziemlich provozierender Weise das Thema der Wahlfähigkeit eines großen Teils der Bevölkerung anspricht. Es handelt sich um die Vorab-Veröffentlichung von Teilen des bald erscheinenden Buches: „Die fünf Mayerhof’schen Gesetze“.
Hier ist der Link zu dem erst gestern auf WordPress eingestellten Essay: http://wp.me/s29pVB-104
Mit freundlichen Grüßen, H. Repke

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Ohne Kenntnis Ihres Essays, habe ich eine ähnliche Sicht hier eingestellt. Ich habe mich entschlossen, nicht mehr hinter dem PC ständig die Faust in der Tasche zu ballen, sondern selbstlos einen aktiven Beitrag zu leisten und mich bei der AfD als Flyerverteiler von 1500 Stück eingetragen. Ein hartes Stück Arbeit in einem gutbürgerlichen Stadtteil mit vielen kleinen Häuschen, bergig. Oft 10 bis 15 Stufen zum Briefkasten, auf dem dann netterweise steht, das man keine Werbung wünscht oder gar mit einem § droht aus den BGB. Bei diesen Wegen ist mir aber klar geworden, das große Gleichgültigkeit herrscht. Laßt mich in… Weiterlesen »

Andreas Vondran
Gast
Andreas Vondran

Sehr geehrter Herr Clasen,
auch wenn Sie sich großer Beliebtheit in der Fangemeinde dieses Blogs erfreuen und sogar von Prof. Malik regelmäßig gelobt werden, wage ich mal wieder Kritik. Ich bewerte Ihre Äußerungen immer wieder als marktgläubig und sozialdarwinistisch. Mit der AfD-Unterstützung haben Sie sich m.E. endgültig geoutet. Lucke/AfD als neoliberaler Dummschwätzer (siehe „Hamburger Appell“ 2005), der nicht überraschend mit seinen Äußerungen in rechten Kreisen große Zustimmung erhält, ist nun Ihr Heilsbringer? Na dann Glückwunsch. Ich verstehe Prof. Maliks Thesen als Anleitung für gutes Funktionieren von Organisationen und eine bessere Gesellschaft, AfD bewirkt genau das Gegenteil.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Verehrter Herr@Andreas Vondran. Gerade hatten wir Besuch von Freunden, die uns in unregelmäßigen Abständen immer wieder besuchen. Beklagenswert, die immer fort-dauernden Beklagungen von beklagenswerten Zuständen hierzulande. Das will ich durchbrechen! Mein Engagement für die AfD ist allein diesem Willen zur Veränderung unterworfen. Insofern sehe ich mich als Anhänger von Prof. Malik, der ja auch was verändern will! Wenn Sie meine Postings verfolgt haben, werden Sie auch bemerkt haben, das ich die Thesen von Prof Malik durchaus kritisch sehe und wenn Herr Prof Malik es richtig sieht, kann er über jede andere Auffassung, Meinung, nur glücklich sein. Was nutzen ihm die… Weiterlesen »

Frahm Michael
Gast

Sehr geehrter Herr Prof. Malik,
warum ist die Kybernetik besser als andere Management Methoden?
Grüße MF

KMB
Gast

Lieber Herr Professor Malik,
ist es denn nicht der Kopf der falsch oder garnicht denkt bzw. krank ist,
nicht funktioniert ? Alles beginnt immer und überall im Kopf ist
meine Meinung. Dadurch sind die Organe gestört. Es ist ein Wunder, daß die Organe überhaupt noch halbwegs funktionieren bei dem kranken Kopf.
Oder verstehe ich ihr Beispiel nicht, obwohl ich versuche es
als Metapher zu Organen/Organisationen zu sehen ? Ist es nicht nur noch ein mehr scheinbares, äußerst fragiles Funktionieren ? Also beim Kopf anfangen !? herzliche Grüße KMBinder

C. M.
Gast
C. M.

Sehr geehrter Herr Malik, bei allem Respekt und Hochachtung für diesen Blog und ihre langjährige Arbeit: ich glaube mit diesem Bild der „querschnittsgelähmten“ Gesellschaft haben Sie ausnahmsweise keine gute Wahl getroffen. Dieser Begriff beschreibt die derzeitige Situation nicht ansatzweise treffend; sondern hat zum allem Übel dazu geführt, daß, meiner Meinung nach, die Diskussion zu diesem Artikel hier im Blog sich in der Art und der Richtung weg von sachlicht-nüchternen Äußerungen hin zu esoterisch-mysthischen und ich meine auch verstörenden persönlichen Meinungen ohne jede (wissenschaftliche) Grundlage geführt hat. Inhaltlich stimme ich Ihrer Einschätzung und Analyse vollständig zu. Für den nächsten Artikel wünsche… Weiterlesen »

Brummer, Birgit
Gast
Brummer, Birgit

@C.M. Bitte nicht so „streng“ sein. Wer so einen anregenden und für die meisten hier lehrreichen Blog unterhält, darf auch mal eigenwillige Begriffe wählen. Die Entwicklung dieses Themenkreises unterliegt m.M. nach anderen Faktoren. Von Erfahrenen über Ehrliche, von „ich weiß etwas“ über „ich weiß (fast) alles“ war es dieses Mal sehr heterogen und nicht immer zeigte sich ein schlüssiger Ablauf der Diskussion. Ich persönlich begrüße es sehr, wenn nicht einfach etwas nicht freigeschaltet wird, man aber aus den Posteings von Herrn Prof. Malik oder anderen zwischen den Zeilen lesen kann. Bei mir selbst konnte ich erkennen, dass auch mal ein… Weiterlesen »

Lukas Fuchs
Gast
Lukas Fuchs

Gerade bin ich auf ein weiteres Symptom des Nicht-funktionierens gestossen. http://www.youtube.com/watch?v=c4uUx507ZZU Ganze Rinderställe erkranken durch das Bakterium Clostridium Botulinum, welche das Gift Botukinumtoxin herstellt (Botox). Offensichtlich müsste ein solcher Bestand direkt gekeult werden und der Hof gesperrt. Dennoch wird von behördlicher Seite alles dafür getan, die Betroffenen mundtot zu machen, anstatt im Sinne des Verbrauchers für Aufklärung zu sorgen und die betroffenen Höfe zu unterstützen. Das das ganze hoch gefährlich ist geht aus oben gezeigter Dokumentation hervor. Dabei geht es nicht nur um die von Ihnen genannten Attribute „schlecht, langsam, ineffektiv oder unwirtschaftlich“. Es kommt noch eine weitere Komponente hinzu,… Weiterlesen »

A.I.
Gast
A.I.

Da ist gerade im Bereich der kognitiven Psychologie noch viel zu holen. George Lakoff, der sich mit der kognitiven Psychologie in der Politik beschäftigt hat, spricht von zwei Kausationssystemen in der menschlichen Kognition: direkte Kausation und systemische Kausation. Direkte Kausation ist klar: man läuft vor einen Zug und wird plattgefahren. Systemische Kausation ist das Thema dieses Blogs, unzählige Beispiele wurden genannt. Sprichwörtlich ist systemische Kausation zusammengefasst in der Aussage „An dem Ast sägen, auf dem man sitzt.“ Nun sind die verschiedenen kognitiven Systeme bei Menschen verschieden ausgeprägt. Manche sind offenbar nicht in der Lage, systemische Zusammenhänge zu begreifen. Lakoff konstatiert,… Weiterlesen »

P. Möller
Gast
P. Möller

@ A.I.: Ich finde Ihre wissenschaftliche Sichtweise sehr hilfreich die Unterschiede im menschlichen Denken zu durchleuchten. Verständnis für andere Menschen und Ihr Denken a) befähigen einen, deren Sichtweise einzunehmen und b) geben einem die nötige Gelassenheit an das Thema Management mit dem nötigen Kalkül ranzugehen. Auch ich erlebe in der täglichen Praxis die zerstörerische Wirkung des fehlenden Blickes für komplexe Sachverhalte bei Unternehmern und Managern. Szenarien, die ich mit Hilfe von geeigneten Tools und Erfahrungen vorausgesage, treffen überwiegend zu und übertreffen oft in erschreckenden Maße noch die Vorstellung. Da von der Entscheidungsseite eine komplexe Denkweise fast vollständig fehlt, wird versucht… Weiterlesen »

Herbert Saurugg
Gast

Das hat mich spontan an eine Geschichte eines Schulfreundes erinnert, der im Geschichtsunterricht die Ausbreitung der Pest analysiert hat. Die Pest konnte sich deshalb immer wieder sehr erfolgreich ausbreiten, weil die Verantwortlichen beim ersten Erkennen wichtige Gegenmaßnahmen hinauszögerten – mit den üblichen zeitverzögerten und exponentiellen Wirkungen in komplexen Systemen … mit horrenden Auswirkungen :-(.

Rainer Fuchs
Gast
Rainer Fuchs

siemens baut 15 000 arbeitsplätze (wahrscheinliche wertvolle, sozialversicherungs-pflichtige) ab (leider nicht auf, kennt man gar nicht mehr) das setzt die entwicklung fort, dass investitionen in die real-wirtschaft und unsere zukunft (arbeitsplätze, lohn, nachfrage) out sind. und leider die destruktive mode weiter geht, das wertstiftende (sinn) geld in sinnlose investitionen (ohne besicherung durch reelle werte) umzuleiten und für die abgekoppelten finanzkasinos (schneeball-system, wenn geldschwemme aufhört, fällt das kartenhaus wegen fehlendem vertrauen in die besicherung der scheine in sich zusammen – deflation) abzuzweigen und das geld “arbeiten” (handel ist keine arbeit – sünde) zu lassen. eine verrückte welt, wenn man am eigenen… Weiterlesen »

Rainer Fuchs
Gast
Rainer Fuchs

das handeln in die richtige richtung kann nach dem kräftezehrendem (tut weh eigene denkweisen zu ändern, da selbstdefinition, lebens-sinn sich im denken begründet) AKT des verstehens dann aber schnell und effektiv und effizient sich vollziehen (realisieren). neues verständnis für die vergangenheit (fehlerhafte entscheidungen eingestehen) ist die grundlage von veränderungen in der zukunft, und die wird durch handlungen (eingriffe) im augenblick gestaltet und mit der zeit zu einer besseren vergangenheit (zukunft wird im augenblick zur vergangenheit). veränderung des verstehens (ansicht, perspektive, wahrnehmung) der vergangenheit ist neues denken, neues handeln, neue zukunft. erst kommt der kopf (denken), dann kommt der körper (handeln)… Weiterlesen »

Rainer Fuchs
Gast
Rainer Fuchs

so ist’s besser verfasst:
die, die dieses desaster angerichtet haben,
haben einen machtvollen hebel in ihren händen erkannt und haben versucht ihn so einzusetzen,
dass die am meisten profitieren, denen sie sich verpflichtet fühlten.
sie haben den hebel bewusst benutzt ( genutzt -> respekt), aber sie waren sich sicherlich nicht bewusst, wohin die wirkung führt.
das würde ich auch dem klügsten menschen der welt nicht zutrauen.
das macht es nicht besser, wenn dir der respekt (angst vereint mit vertrauen) fehlt.
sie haben etwas ausgenutzt, das sie nicht in gänze verstanden haben (kraft der menschen).
büchse der pandora oder des paradieses: sicherheiten, schulden, zinsen (das monetäre dreieck)