"Wirtschaftswissenschaft ist Eigentumswissenschaft" von Prof. Dr. Gunnar Heinsohn

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"Wirtschaftswissenschaft ist Eigentumswissenschaft" von Prof. Dr. Gunnar Heinsohn

In der rechten Randspalte oder direkt hier ist der neueste  Artikel online, den Gunnar Heinsohn in Agora42 publiziert hat. „Wirtschaftswissenschaft ist Eigentumswissenschaft“ – sehr empfehlenswert.
Markus Walser, einer der Teilnehmer an unserem Master of Management-Programm, hat die schöne Zeichnung als Ergebnis und Zusammenfassung des Tages angefertigt, den Gunnar Heinsohn schon seit vielen Jahren in unserem Programm zum Thema „Wirtschaft“ bestreitet, wofür ich ihm an dieser Stelle herzlich danke. Sein Tag ist eines der Highlights in unserem Master Programm.

Von |2015-07-31T10:05:00+00:0031.07.2015|Deflation, Funktionieren, Ökonomie, Wirtschaft|25 Kommentare
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Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Kann eine Notenbank Geld drucken? Wenn es so wäre, würden wir uns über Deflation keine Gedanken machen. Sie schieben Bogen für Bogen in ihre Druckmaschine und versenden das frisch gedruckte Geld an die Bürger. Selbige lösen ihre Kredite ab und gehen auf Einkaufstour… Die Konjunktur
bekommt Aufbauspritzen. Why not?
Sie Herr Prof. Malik und Herr Prof. Heinsohn, sollten hier einmal darstellen, warum dieses Modell nicht greift bzw. zutreffend ist.

Andreas Vondran
Gast
Andreas Vondran

Die gängige Wirtschaftswissenschaft hat meines Erachtens mit der angeblichen „Erleichterung von Tausch“ eine schöne Marketing-Story geschaffen, um Geld, Markt und alles was sich darum rankt, positiv in der allgemeinen Wahrnehmung der Menschen zu besetzen. Die Theorie von Heinsohn/Steger hat mir dagegen sehr geholfen „Wirtschaft“ richtig zu verstehen und auch dass, was derzeit passiert. Die Bemühungen von Prof. Heinsohn weiter aufzuklären sind daher nicht hoch genug anzurechnen. Herzlichen Dank dafür. Probleme habe ich allerdings mit zwei Punkten: der dargestellten angeblichen historischen Entstehung der Eigentumswirtschaft einerseits und andererseits, dass ich bei Prof. Heinsohn immer rauszuhören meine, dass dies das beste Wirtschaftssystem sei,… Weiterlesen »

Gunnar Heinsohn
Mitglied

Lieber Herr Vondran! Sie haben vollkommen Recht. Eine Erklärung von etwas darf nicht zur Reklame für das dann Durchleuchtete herabkommen. In den mit mir geführten Debatten geht es allerdings selten darum, etwas als gut oder schlecht zu befinden, sondern es zureichend zu erklären oder sich Versagen vorhalten zu lassen. Auch dabei mögen Zungenschläge hereinkommen, die als Lob oder Tadel eines Systems interpretiert werden können. Gehen Sie da nur streng mit mir ins Gericht. Nicht überzeugen mich übermächtige Feudalherren als Schöpfer von Eigentum. Wenn wir dessen Genese einmal zu fassen bekommen – Theseus gegen griechische Große, Romulus gegen den Fürsten Aemulius,… Weiterlesen »

Andreas Vondran
Gast
Andreas Vondran

Werter Prof. Heinsohn, herzlichen Dank für die prompte Reaktion. Zu meinem ersten aufgeworfenen Punkt verstehe ich es so, dass es sich wohl historisch nicht eindeutig belegen lässt. Die von mir genannte These halte ich weiterhin für plausibel und stehen m.E. nicht im Widerspruch zu Ihren Ausführungen. Herrscher, die sich von anderen Großeigentümern ihre Kriegszüge finanzieren ließen, gab es sicher. Ein wachsender Anteil von Bevölkerung, der in die Kriegshandlungen einbezogen wurden, ebenfalls. Das Wort „Sold“ wird nicht von ungefähr sich beim Söldner finden. Die Folgen für die Gesellschaft daraus könnten durchaus Motivation für die von Ihnen genannten Rebellionen gegen die Herrscher… Weiterlesen »

Gerald Beimdieck
Gast
Gerald Beimdieck

Hallo Herr Vondran, ihre Fragen sind berechtigt und relevant. Interessant ist, dass sie im Kern nicht beantwortet wurden. Das liegt m.E. daran, dass die Eigentumsökonomik keine überzeugenden Antworten liefern kann. – Warum sollte ein Schuldner Interesse daran haben, Geld von einem Gläubiger gegen Zins auszuleihen wenn er doch über die Blockierung seines Eigentums eigenes Geld emittieren könnte? – Wenn jegliches Geld durch Eigentum besichert sein sollte, dann hätte es Inflationen niemals geben dürfen – Sofern die „Landnahme“ abgeschlossen ist, kann es weitere Geldemissionen nicht mehr geben. Trotzdem wachsen Geld und Geldforderungen stets überproportional zum BIP. – Lösungen hat die Eigentumsökonomik… Weiterlesen »

moneymind
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moneymind

Die historische Erstentstehung von Eigentum ist logisch und historisch nur als Revolution GEGEN die vorhergegangene, religiös legitimierte Königsherrschaft überhaupt verständlich zu machen. Als Kolonisten setzen Eigentümer ihre Gesellschaftsordnung in kolonisierten Gebieten auch von oben um, Nachzüglergesellschaften (wie in der Neuzeit Deuschland gegenüber England) setzen dann eine Eigentumsordnung auch von oben durch und schaffen „freie Lohnarbeiter“. Man sieht das leicht auch daran, daß die als freie Grundeigentümer auftretenden Revolutionäre sich selbst eine neue anti-mythologische und anti-religiöse Ideologie schaffen mußten (griech. Philosophie, moderne Aufklärung als deren Renaissance) und diese dann in ihrer Staatsform in Form allgemeiner Gesetze (römisches Recht) festschreiben und institutionalisieren… Weiterlesen »

A.I.
Gast
A.I.

Ich denke, man muss hier eines festhalten: Eigentum wird durch staatliche Macht garantiert. Ausnahmen sind vielleicht Drogenkartelle: Aber auch Drogenbarone garantieren ihr Eigentum durch recht drastische Maßnahmen, wie man derzeit in Mexiko beobachten kann. Eigentum wird nicht nur durch Investition, sondern vor allem auch mit Gewalt verteidigt. Habe ich eine Firma, und jemand marschiert ins Büro und sagt, die Firma gehöre jetzt ihm, dann lasse ich ihn verhaften. In Mexiko, so hört man, funktioniert sogar dies nicht mehr. Da marschieren Drogenbarone in profitable Firmen und sagen, ab jetzt gehöre ihnen die Firma zur Häfte. Und das war es dann. Wenn… Weiterlesen »

Karl Heinz Schery
Gast
Karl Heinz Schery
Gunnar Heinsohn
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Ja, Herr Irmak, das ist so, wie auch auch in „Feudalbesitz und Eigentum“ erklärt. Und aus Eigentumserträgen werden Steuern zum Unterhalt der eigentumsbeschützenden Staatsgewalt bezahlt. Gunnar Heinsohn

Kai
Gast
Kai

In Zeiten hoher Sättigung und weiter steigender Automatisierung wird es immer schwieriger für viele Menschen ein ausreichendes Einkommen zu erzielen. Vor allem wenn diese noch nicht über Eigentum verfügen. Denken Sie das die Besteuerung heutzutage optimal ist, um Gerechtigkeit und Frieden zu fördern? Oder sehen Sie hier noch Verbesserungsmöglichkeiten. Hohe Einkommen entstehen meiner Meinung u.a durch folgende Bedingungen. – Korruption (Politiker) – Ausnutzen eines Monopols (Lotto-Arbeitnehmer) – Patente (siehe Monopol) – Multiplikatoreffekt (Microsoft -> Bill Gates) – Gewalt/Ausbeutung (Hohe Gewinne durch Niedriglöhne) – Schwarzarbeit Bis auf Schwarzarbeit sollte man meiner Meinung nach alle anderen viel stärker im oberen Lohnbereich besteuern,… Weiterlesen »

A.I.
Gast
A.I.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass verschiedene staatliche Stellen dazu übergehen, kein Bargeld mehr zur Begleichung von Schulden zu akzeptieren. Stattdessen wird die Begleichung der Schuld per Überweisung gefordert, z.B. der GEZ. Wird hiermit durch staatliche Macht das Buchgeld der Bank zum gesetzlichen Zahlungsmittel? Immerhin böte die Abschaffung des Bargelds die (für den Staat) attraktive Möglichkeit, ohne größeren Aufwand den Besitz und das Eigentum eines jeden Bürgers zu durchleuchten, die Einkommen zu erfassen und somit die Besteuerung der Bürger lückenlos durchzusetzen. Was würde dem im Weg stehen? Ich beobachte heute, wie jüngere Menschen selbst einstellige Kleinstbeträge mit ihrer Bankkarte… Weiterlesen »

A.I.
Gast
A.I.

Sehr geehrter Herr Prof. Heinsohn, vielen Dank für die Erläuterungen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis oft über die Natur des Geldes diskutiert, und im Erklären der Eigentumstheorie bin ich über folgende Aspekte gestolpert. Nämlich erstens, dass gewünschte oder benötigte Güter meistens nicht alle gleichzeitig verfügbar sind, so wie das heute im Supermarkt der Fall ist. Der Bauer mit der Missernte braucht den Weizen vor dem Winter, sonst verhungert er. Also muss es Kredite gegeben haben. Und zweitens, dass es so etwas wie einen Wertmaßstab gegeben haben muss, wie Weizen, Gold, Kühe, Schafe, etc, also etwas, was alle brauchen oder haben… Weiterlesen »

A.I.
Gast
A.I.

Was tun? Soll A bei C Schafe leihen? Wie soll er sie zurückgeben? Also gibt C Schafskoupons aus, mit denen geht A zu B, und leiht sich den Weizen mit der Zusicherung von C, an B Schafe auszugeben, falls er sie abruft. C verlangt dann von A, dass A entweder die Coupons zurückbringt, indem er sie von B gegen Weizen auslöst, plus ein Schaf Zinsen, das er vom künftigen Ernteüberschuss erwirbt, oder aber den Überschuss der künftigen Ernte dazu verwendet, ihm die Schafe zurückzukaufen plus ein Schaf Zinsen. Und das Schaf Zinsen verlangt er dafür, wie Sie ausführen, dass C… Weiterlesen »

A.I.
Gast
A.I.

Somit scheint mir das heutige Geld der Notenbanken nicht eigentumsbasiert zu sein, sondern im Knappschen Sinne chartalistisch, nämlich auf die Steuererhebungsmacht des Staates gegründet. Auch A. Mitchell Innes erläutert dies 1913 in seiner „Credit Theory of Money“. Bezeichnenderweise wurde nämlich gleichzeitig mit der Federal Reserve Bank auch das IRS gegründet, das zum ersten Mal Bundessteuern eintrieb. Somit scheint das Modell der Fed zu sein, dass Dollars ihren Wert dadurch beziehen, dass sie mit der Steuererhebungsmacht des Bundes gedeckt wird. Das deckt sich mit dem beobachteten Vorgehen, dass Dollars emittiert werden US Bonds gegengebucht werden. Und es deckt sich mit dem… Weiterlesen »

Gunnar Heinsohn
Mitglied

Die Martin-Debatte soll hier nicht ausufern, weil seine Anhänger ja mit den Gelben Seiten über ein lebhaftes Forum verfügen. Auch zum Chartalismus will ich nur auf die einschlägigen Passagen in „Eigentum, Zins und Geld“ sowie in der „Eigentumsökonomik“ bzw. „Ownership Economics“ (Routledge 2013) verweisen. Hindeuten aber möchte ich doch auf das Eigenkapital und die Reserven der Zentralbanken, ohne die Emissionen nicht zu besichern sind und auf das verpfändete Eigentum der Schuldner, ohne die Kredite unbesichert wären. Zu beiden können selbstverständlich Forderungspapiere gehören. Selbst die allergrößte Macht jedoch könnte das Fehlen von beidem nicht ausgleichen. Deshalb konnte es ja Geldannehmer in… Weiterlesen »

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