Das Gute an der Krise

Das Gute an der Krise

Fast stündlich wird offenkundiger, dass die bisherigen Lösungen aus der Makroökonomie so gut wie untauglich sind. Wenn eine Medizin wirkungslos bleibt, würde man in der Medizin zu fragen beginnen, ob denn die Diagnose überhaupt richtig war, oder der Patient nicht an einer ganz anderen Krankheit leidet. Unter anderem deshalb weil das dort so ist, ist die Medizin eine ernsthafte Wissenschaft.
Irgendwann wird auch die Ökonomie zu einer solchen werden, und die für sie bisher unlösbare Krise wird das sogar beschleunigen. Man wird dann in der Ökonomie auch zu verstehen beginnen, dass imposante Mathematik noch längst kein Indiz für gute Wissenschaft ist.
Bis dahin verliert die Ökonomie aber beschleunigt ihre Glaubwürdigkeit und wird für immer mehr Menschen zum Kabinett des Voodoo-Zaubers. Dafür werden es aber die neuen und wirklich effektiven Lösungen umso leichter haben, ihre durchschlagende Wirkung auf der Ebene der zahlreichen Organisationen zu zeigen, wie sie es bereits jetzt immer häufiger tun. So hat selbst diese Krise gleich zweifach ihr Gutes.

Von |2012-06-14T14:57:33+00:00Juni 14th, 2012|Allgemein, Finanzmärkte, Krise, Neue Lösungen, Ökonomie|31 Kommentare
avatar
8 Kommentar Themen
23 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
15 Kommentatoren
A.I.Micha A. HugelshoferEdith LenhardtJörg WillmannRopeka Letzte Kommentartoren

Diese Seite verwendet Akismet, um SPAM zu vermeiden. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Ihre Kommentar-Daten verarbeitet werden.

  Abonnieren  
neueste älteste
Benachrichtige mich bei
Blum
Gast
Blum

Sehr geehrter Herr Malik, danke, dass Sie in Worte fassen, was viele bewegt. Konkrete Frage wegen GR, Wahl und der Idee, dass dieses oder eines der kommenden Wochenenden wahrscheinlich GR aus der Währungsunion austritt. Rechtlich offensichtlich mit Absicht nicht vorgesehen, aber dann doch mit Menschenverstand denk- und machbar. Was kann ein Deutscher tun, um sein Bares, seine Arbeit in Deutschland und seine Rente aus Staat und Versicherung (Allianz) auf dieses Szenario auszurichten? Ich habe bereits Immobilie und Aktien verkauft, bin in Euro investiert und denke nur zusätzlich darüber nach, was sich durch einen GR, nachfolgend ES, P und womöglich I… Weiterlesen »

AM-DM
Gast
AM-DM

Die Chance!!Dass die Makroökonomie gerade des IWF mit Wissenschaft nichts gemein hat, sondern auf reiner Ideologie beruht, beschreibt Stiglitz bereits 2002 in seinem Buch „Im Schatten der Globalisierung“. Und was die pompöse Mathematik angeht, so mögen Ökonomen lange rechnen und prahlen. Solange die Prognosen über das BIP lediglich auf Schätzungen und ausgehandelten Zahlen beruhen (Stiglitz), mag man sich auf diese Weise auch gerne in den 7. ökonomischen Himmel extrapolieren. Willkommen im Paradies der Illusionen, der freie Fall auf den harten Boden der Realität ist bereits vorprogrammiert! Mit exponentiellen Funktionsgleichungen muß man schon umgehen können. Weisen die Kondratieff-Zyklen nicht deutlich darauf… Weiterlesen »

Stefan Müller
Gast
Stefan Müller

Was ist das Gegenteil von Krise? Die positive Entwicklung makroökonomischer Zahlen? Das schafft man vielleicht zeitlich begrenzt auf Pump.
Ich bin der Überzeugung, dass man auf jeder Systemebene nie gut genug sein sein. Und damit meine ich nicht Profitabilitätskennzahlen. Sondern hier braucht es effiziente Wertschöpfung, um die bestehenden Märkte zu verteidigen; Die Fähigkeit schnell neue Produkte/DL zu innovieren und markttauglich zu machen, welche die Bedürfnisse spürbar besser befriedigen; eine gesunde Substanz; Wissen; Verantwortung; Anstrengung! Dann sind makro und mikro nicht mehr so wichtig.

NJP
Gast
NJP

Sehr geehrter Herr Prof. Malik, es kann und wird eine Aufgabe dieses Blogs zu sein, Mut zu machen, die Chancen entschlossen zu packen, die sich jetzt und in näherer Zukunft bieten. Konkrete Beispiele helfen vielleicht: Nachdem das Scheitern eines Großbauvorhabens droht, verabschiedet sich der Bauherr momentan nicht nur von alten ökonomischen Praktiken, sondern fordert geradezu die Wirkung der für ihn neuartigen kybernetischen Methoden ein. Interessant ist, dass sich immer mehr Ingenieure und Bauunternehmen unkonventionellen Herangehensweisen öffen und den Einsatz von Werkzeugen aus dem Malik- & Planungs- + Baukybernetik – Portfolio äußerst positiv sehen. Das sah alles vor ein, zwei Jahren… Weiterlesen »

L.L.
Gast
L.L.

Durch eine Forschungsarbeit zur Bauablauf- und Ressourcenbereitstellungsplanung bin ich vor einiger Zeit über ein relativ altes Buch zum „KOPF-System“ (H. Grote) auf das Thema „Kybernetikansätze im Bau“ aufmerksam geworden und nun auf der Suche nach weiteren Informationen, insbesondere zur aktuellen Akzeptanz und (bewussten) Anwendung der Ansätze in Bauunternehmen bzw. für Bauprojekte. Dies passt nicht unmittelbar in den Blog, da Sie das Thema aber hier ansprechen möchte ich die Gelegenheit nutzen: vielleicht haben Sie Hinweise, wie ich mich über den baubezogenen Einsatz (projekt- oder unternehmensbezogen) informieren kann. Grüße von der Insel Fehmarn

NJP
Gast
NJP

Die „Baukybernetikszene“ in Deutschland und Österreich, welche aus den Grote’schen KOPF-System hervorging, bemüht sich zurzeit um Bündelung der Kräfte. 2009 wurde in Kassel das Institut für kybernetisches Planen und Bauen (IKPB) gegründet, in dem langjährige KOPF-Anwender sich wiederfinden, um Erfahrungen auszutauschen und insbesondere vorhandene Werkzeuge weiterzuentwickeln. Hier sind hervorragende (konkrete!) Praxisbeispiele für kybernetisches Management vorhanden. In Hamburg wird derzeit das Institut für systemorientiertes Management in der Bau- & Immobilienwirtschaft (ISOM) gegründet, welches wissenschaftsbasiert sich der Thematik annimmt. In Kürze wird eine Doppeldissertation an der HafenCityUniversität veröffentlicht, welche der Branche eine ganz hervorragende Basis zur qualifizierten Anwendung kybernetischer Methoden bietet. Ersten… Weiterlesen »

GS
Gast
GS

Aufgrund eines Berichts der SNB betr. Eigenkapital-Ausstattung der beiden CH-Grossbanken fiel die CS-Aktie an einem Handelstag um mehr als 10 %. Sie schrieben, dass ca. 40 bis 60 % der US- Banken in den kommenden Jahren verschwinden werden. Wie gravierend schätzen Sie die Lage der beiden CH-Grossbanken ein, denn die Aussagekraft von Bank-Bilanzen lässt zu wünschen übrig. Für Ihr kurzes Feedback besten Dank.

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

Bei dieser Frage möchte ich noch einmal auf den folgenden FTD Artikel hinweisen:“SEC kapituliert vor Lehmans Bilanztricks“ http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:ermittlungen-zum-wall-street-drama-sec-kapituliert-vor-lehmans-bilanztricks/70042221.html Da ist man chancenlos!Im schlimmsten Fall kapiert man noch nicht einmal was da abgeht. Prof. Otte bei einem Seminar in Dssd befragt, wieso hat er noch vor Ausbruch der Krise auf gewisse Banktitel was gegeben. Sinngemäße Antwort: Ich konnte vorher nicht deren Bilanzspielräume erkennen. Risikolos ist letztlich keine Anlage. Im übrigen geht das Theater weiter. Der neue Akt erinnert an die schon gelaufenen. HB: „Aus Angst vor der Euro-Krise greift Großbritannien jetzt selbst zur Elefantenbüchse – und will sein Bankensystem mit mehr… Weiterlesen »

CHB
Gast
CHB

Sehr geehrter Herr Malik,
als Neuling in diesem Block möchte ich mich recht herzlich für Ihre vielen Tipps bedanken. Meine Anleihen, Obligationen und Aktien habe ich mittlerweile in Euros umgewechselt und auch einen Kundensafe bei der Bank angemietet. Bevor ich das Geld in diesem deponiere, möchte ich jedoch noch einen Teil der Euros in CHF und Norwegische Kronen umwechseln. Sind zusätzlich Australische und Neuseeländische Dollar aufgrund der geringen Staatsverschuldung der beiden Länder ebenfalls empfehlenswert sowie ein Mix zu je 1/5 der jeweiligen Währung (EUR, CHF, NOK, AUD, NZD)?
Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort!

Dennis A.
Gast
Dennis A.

Sehr geehrter Herr Malik,
ich habe inzwischen alle meine Investments aufgelöst und mein gesamtes Geld auf ein Tagesgeldkonto bei einer Volks- und Raifeisenbank geparkt. Zuvor habe ich die Verbindlichkeiten meiner selbstbewohnten Immobilie abgelöst. Kann mit dem jederzeit verfügbaren Tagesgeld noch zugewartet werden oder sollte es bereits jetzt in Bargeld (welche Währungen ?) getauscht werden. Diese Frage bewegt mich, da es sich um eine sehr große Summe handelt ( > 10 Mio. Euro)
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
mfG
Dennis A.

Edith Lenhardt
Gast
Edith Lenhardt

Wenn die Strategie steht, sollte m.E. nicht mehr zugewartet werden, sondern diese sukzessive umgesetzt werden. Da es sich zudem hierbei (derzeit) noch um ein Klumpenrisiko handelt, könnten Sie folgende Überlegungen noch mit einbeziehen:1. einen Teil (5-15%) in physischem Gold evtl. etwas Silber beimischen, Aufbewahrung an einem (mehreren) „sicheren Ort“ ggf. Banksafe. 2. Verteilung des Guthabens auf mehrere Banken ggf. auch in CH u. Liechtenstein, 3. zu vorgenannten Währungen (s. CHB-Beitrag) den CAD noch mit einbeziehen. Da der Betrag nicht unerheblich ist und die Wetterfronten, wie so schön von Herrn Prof. Malik in einem früheren Blog beschrieben, sich blitzschnell verändern können,… Weiterlesen »

A.I.
Gast
A.I.

Stichwort Eurobonds: Was ist davon zu halten, wenn man die Einführung von Eurobonds zwingend verknüpft mit einer europaweiten Steuer, die in allen Euro-Staaten zu gleichen Bedingungen erhoben werden muss, und die zur Deckung der Eurobonds herangezogen wird. Ausgehend von der Schuldtheorie des Geldes kann eine Schuld ja nur durch ein Guthaben bezahlt werden. Die kann der Staat letztlich nur dadurch bekommen, indem er andere durch Steuererhebungen zum Schuldner macht. Durch die Forderung, die Europa-Steuer in allen Ländern identisch auszugestalten, kommt man einem Steuerwettlauf der Staaten zuvor. Zudem wird es sinnlos, wenn Vermögende ihre Guthaben von einem Euroland in das nächste… Weiterlesen »