Wichtigeres als Ökonomie

Wichtigeres als Ökonomie

Verständlicherweise wird im Blog intensivst über Wirtschaft und Finanzen diskutiert. Darob dürfen aber nicht die Lösungen zu kurz kommen. Ebenso verständlich ist es, dass viele Blog-Postings noch in den ökonomischen Denk-Kategorien der Alten Welt verhaftet bleiben.
In wenigen Jahren, vielleicht sogar schon Monaten, wird fast alles in der Ökonomie als unhaltbar erkannt werden müssen. Es wird noch lange dauern, bis die Lehrbücher umgeschrieben sein werden, aber dann wird die „Karawane“ schon längst weitergezogen sein, so dass dann selbst die „neuen“ Lehrbücher bereits wieder veraltet sein könnten.
 
Aber es wird auch Dauerhaftes geben, wie z. B.:

  • Ein ganzheitlich-systemisches Denken
  • die Eigentumsökonomik von Heinsohn/Steiger/Martin
  • die Theorie der spontanen Ordnungen von Hayek
  • die Theorie des Funktionierens = Kybernetik

Das meiste ist schon da, aber gerade die sogenannten „Fachleute“ können es genau deshalb nicht wahrnehmen, weil sie Fachleute sind – nur eben Experten für die Alte Welt.

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Hubert Lingg
Gast

Dauerhaft ist auch das evolutionäre Wirkprinzip: Nutzbarmachung von Umgebungsenergie. Jedes Lebewesen überlebt nur, wenn es Energie für sich nutzbar machen kann. Somit ist dies die bedeutendste Gemeinsamkeit aller Lebewesen. Der Mensch hat so, zunächst mit einfachsten Werkzeugen, seinen „Wirkkörper“ weit über seinen physischen Körper hinaus erweitert. Unter dem Namen „Technologie“ hat er diese Fähigkeit in den letzten 200 Jahren ins Virtuose gesteigert, was ihm zunehmend gewaltige Energiequellen zugänglich machte, früher das Feuer, später Hebel, Rad, Wagen, Dampfmaschine, Automobil, Wasser, Wind, Kernspaltung und den Jet. Es geht immer um die Nutzbarmachung fremder Energien. Sie ist DER entscheidende Schritt des Menschen. Technische… Weiterlesen »

Jürgen Clasen
Gast
Jürgen Clasen

In einigen Companies stecken schon die idealen Unternehmenslenker. Besonders hoch ist die Anzahl dort, wo sie quasi familiengeführt sind. Aber auch bei VW, wo gerne ich auf das aktuelle Interview des CEO hinweise. Der Mann verbindet Sachverstand und die richtige Einstellung zu seinen Produkten, die in erster Linie seinen Kunden Gefallen und Nutzen bringen müssen: http://www.welt.de/wirtschaft/article13901516/In-jedem-Auto-steckt-ein-Stueck-von-mir.html Dazu gehört noch die richtige Haltung zu den Gewinnen. Sie werden in 364 Tagen im Schweiß erwirtschaftet und können in weniger als einem Tag dann verteilt werden. Was ich aber nicht glaube, das ein Gehard Weber, ein Stefan Dräger, ein Günther Cramer oder Stefan… Weiterlesen »

Stefan Ludwig
Gast
Stefan Ludwig

Da wären wir wieder einmal bei Syntegration und kybernetischem Management.
Ich möchte einmal fragen ob bzw. wann es Sinn macht eine Reportage über Nestlé oder eine andere erfolgreiche Firma zu machen um die Überlegenheit des systemisch-kybernetischen Managements zu zeigen.
mit freundlichen Grüßen
Stefan Ludwig

NJP
Gast
NJP

Sehr geehrter Herr Prof. Malik, interessant wird der Zeitpunkt, wenn Kinder und Jugendliche, das erste mal die richtigen >Fragen< stellen, denn sie sind es, die momentan das Debakel schultern müssen. Den Fragen werden die sog. "Fachleute" nicht mehr ausweichen können, sobald Kinder und Jugendliche über Kybernetik-Knowhow, die richtigen Werkzeuge und ein wenig Erfahrung verfügen, um ihre Zukunft zu gestalten. Ich vermute, dass Ihr Institut dieses Potential längst erkannt hat und und daher an Schulen das ganzheitlich-systemische Wissen mit der "Ecopolicyade" verbreitet – ganz im Vester'schen Sinne: “Die Gesetzmäßigkeiten in der Natur – ein vorbildliches, sich durch Selbstregulierung erhaltendes System –… Weiterlesen »

Stefan Müller
Gast
Stefan Müller

Sehr geehrte Damen und Herren
ganzheitlich Vernetztes Denken in sozialen Systemen halte ich für eine der wichtigsten Kompetenzen der Gegenwart. Ich bin überzeugt, dass man diese trainieren kann.
Die Lehre der Systemtheorie kommt sicherlich in der Schule zu kurz. Ecopolicy ist ein interessanter Ansatz, vernetzte Zusammenhänge spielerisch zu erleben. Allerdings wäre ich über eine Weiterentwicklung froh. Es gibt in jeder Runde je nach Parametrierung eine beste Lösung. Das Leben ist aber dynamisch. Diese wichtige Systemdynamik wird in dem Spiel nicht berücksichtigt. Vielleicht können Sie ja einen Wink geben, dass Sie daran arbeiten.
Beste Grüsse!
Stefan Müller

JBe
Gast
JBe

Folgendes ist eher mein Seufzer als ein Publikationsbeitrag:
An die 30 Jahre an der HSG und in der Wirtschaftswelt lebte ich, als technischer Kybernetiker, mit spürbaren Widersprüchen, die sich jetzt, wie Sie schreiben, zumindest teilweise klären dürften.

oliver mehring
Gast
oliver mehring

Sehr geehrter Herr Professor,
hier eine Seite, die den von Ihnen vor langer Zeit vorausgesagten Wandel in den Köpfen von Ökonomen hoffentlich bewahrheitet – es ist ein Migranten-Kopf aus dem Alpenraum, das erklärt das höhere Bewußtsein:
http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:ftd-interview-mit-thomas-straubhaar-schluss-mit-dem-imperialismus-der-oekonomen/70003717.html
Vielen Dank für Ihre bisherigen Veröffentlichungen, die mir seit über 10 Jahren Verluste erspart haben.
Besten Gruß
Oliver Mehring

Karin Binder
Gast

Lieber Herr Professor Malik, momentan scheint mir eine Standortbestimmung der Wirtschaft + Gesellschaft innerhalb der 4000 Jahre Geschichte wie diese Tomas Sedlacek in seinem GUT+BÖSE I.D. ÖKONOMIE beschreibt ziemlich schwierig. In Indien heisst das, sich wie ein Blinder an einem Elefanten entlangtasten , um zu erraten, was das Ganze direkt unter den Händen wohl sein mag. Sie schrieben im Blog einmal, daß die Ethik zu schade sei für wirtschaftliche Betrachtungen. Die Welt ist im Aufbruch wohin man sieht. Wir sind im Schuldenzeitalter/IT-Zeitalter ? Kann man ethischen Zeitgeist und Ökonomie, sowie gesellschaftlichen Frieden in eine Korrelation bringen oder eben nicht, wie… Weiterlesen »

Edin W.
Gast
Edin W.

Heinsohns Irrwege! Geldlehren, die alles Geld als endogenen Kredit verabsolutieren, sind historisch und realökonomisch Unsinn. Zu einer solchen Verabsolutierung tendiert aber die Eigentumsökonomik nach H/S. Sie postulieren, Geld entstünde ausschließlich per Kredit in einem Gläubiger-Schuldner-Verhältnis, und Kredit könne immer nur in dem Maß entstehen wie dem Eigentum gegenüber stünde in Form verpfändbarer Vermögen.Es könne maximal so viel Geld geben, wie es beleihbare Vermögen gebe. So denkt gewiss ein Banker, aber auch nur soweit er an die 100prozentige Besicherung eines zu vergebenden Kredits denkt.Ein solches Denken verkennt, sowohl historisch als auch systemisch, dass Vermögen per se keinen Geldwert besitzen, sondern dass… Weiterlesen »

Allan G.
Gast
Allan G.

Inflation und Deflation entstehen heute nicht mehr aus der realwirtschaftlichen Konjunktur. Die industriellen Kapazitäten haben in weltweiter Verflechtung heute ein Produktivitätsniveau und eine Flexibilität erreicht, dass sie Nachfrageschübe reagibel bedienen können. Zum Beispiel hat der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik trotz einer schubhaften Expansion der Geldmenge keinerlei Inflation ausgelöst, sondern lediglich lange LKW-Karawanen von West nach Ost in Gang gesetzt. Malik redet permanent von irgendwelchen Super-Tools zur Effizienzsteigerung der Wirtschaftsteilnehmer. Die Realwirtschaft benötigt seine Tools jedoch nicht, da hiermit Antworten auf nicht gestellte bzw. relevante Fragen gesucht werden. Der Fehler liegt allein im Geldsystem. Lösungen dazu gibt es schon seit… Weiterlesen »